Kürzlich sprach der österreichische Stürmer Sasa Kalajdzic in einem Interview mit der FIFA über seine früheren Verletzungen, Nationaltrainer Ralf Rangnick, Kapitän David Alaba und die bevorstehende Weltmeisterschaft.

Als der Schlusspfiff in Wien ertönte, verschwand Kalajdzics Lächeln kaum. In der kürzlich abgeschlossenen Finalrunde der österreichischen Bundesliga besiegte LASK Linz Austria Wien 3:0 und sicherte sich erfolgreich den Meistertitel. Nach dem Spiel hob der über zwei Meter große Stürmer den Meisterpokal hoch und genoss seinen Moment in vollen Zügen.

Für viele Spieler mag ein Ligatitel nur ein gewöhnlicher Meilenstein in ihrer Karriere sein. Doch für den 28-jährigen Kalajdzic hat dies eine weitaus speziellere Bedeutung.

Denn in den letzten Jahren kämpfte er fast ständig mit Verletzungen.

Von schweren Verletzungen während seiner Zeit in der Bundesliga über lange Ausfälle nach seinem Wechsel in die Premier League bis hin zu wiederkehrenden Knieproblemen war dieser großgewachsene Stürmer, der einst als zukünftiger Kern des österreichischen Angriffs galt, lange Zeit außer Gefecht. Viele fragten sich sogar, ob er jemals wieder auf hohem Niveau spielen könnte.

Doch nun hat er nicht nur seine Form wiedergefunden, sondern wurde in der entscheidenden Phase der Saison auch zur Schlüsselfigur beim Titelgewinn von Linz.

In seinen letzten zehn Spielen war Kalajdzic direkt an 13 Toren beteiligt und verhalf dem Team zu einem historischen Double. Das Wichtigste davon war zweifellos der Gewinn des österreichischen Meistertitels nach 61 Jahren.

Im entscheidenden letzten Spiel steuerte Kalajdzic zwei Vorlagen bei und holte einen Elfmeter heraus, wodurch er das Spiel fast im Alleingang dominierte.

Kurz nach dem Meisterschaftsgewinn folgte eine weitere gute Nachricht.

Der Stürmer, der zuvor für Stuttgart, Eintracht Frankfurt und die Premier-League-Wölfe spielte, wurde offiziell für Österreichs 26-Mann-WM-Kader ausgewählt.

Für einen Spieler, der lange mit Verletzungen zu kämpfen hatte, bedeutet dies nicht nur eine Rückkehr in den Wettbewerb, sondern auch eine verspätete Rechtfertigung.

In einem Exklusivinterview mit der FIFA sprach Kalajdzic über seine körperliche Genesung, die Entwicklung der österreichischen Nationalmannschaft in den letzten Jahren und die Erwartungen des Teams an die Weltmeisterschaft.

„Die Mannschaft steht immer an erster Stelle"

In dieser Saison hat Kalajdzic nicht nur eine konstante Torquote gehalten, sondern auch beeindruckende Vorlagenzahlen verzeichnet.

Für einen traditionellen großgewachsenen Stürmer ist dies eigentlich ungewöhnlich.

Auf die Frage danach wirkte Kalajdzic sehr ruhig. „Für mich steht die Mannschaft immer an erster Stelle."

Er sagte: „Unser Kader ist in vielerlei Hinsicht sehr stark, und ich kann dem Team viel helfen. Gleichzeitig haben wir viele Spieler, die in bestimmten Bereichen besonders herausragend sind."

„Besonders im letzten Drittel haben wir viele sehr schnelle Spieler. Offensichtlich bin ich kein Stürmer, der für seine Geschwindigkeit bekannt ist, aber ich kann ihnen helfen, Chancen zu kreieren."

„Deshalb sind meine Vorlagenzahlen in letzter Zeit gestiegen. Ehrlich gesagt hätten es mehr sein können, aber das Wichtigste ist, dass die Mannschaft davon profitiert."

Tatsächlich ist dieser Spielstil allmählich zu einem der markantesten Merkmale von Kalajdzic geworden.

Sein Größenvorteil verschafft ihm extrem starke Pivot-Fähigkeiten, und nach seinen Verletzungen ist er immer geschickter darin geworden, Teamkollegen durch Kombinationsspiel, Ablagen und das Schaffen von Räumen zu unterstützen.

Im Vergleich zu seinen jüngeren Tagen, als er sich ausschließlich auf rohe Gewalt verließ, spielt Kalajdzic jetzt reifer.

„Die Weltmeisterschaft war immer in meinem Kopf"

Für jeden Nationalspieler stellt die Weltmeisterschaft die ultimative Bühne dar. Für Kalajdzic ist diese Bedeutung noch spezieller.

Denn in den letzten Jahren hat er viele wichtige Wettbewerbe aufgrund von Verletzungen verpasst. „Die Weltmeisterschaft war sicherlich immer in meinem Kopf."

Er sagte: „Aber das Wichtigste in diesem Jahr war eigentlich, meine Spielfitness wiederzuerlangen und konstant zu bleiben. Das habe ich erreicht."

„Gleichzeitig hoffe ich auch, dass mein Körper sich wieder an die Intensität des kontinuierlichen Spiels anpassen kann, und jetzt ist er dazu in der Lage."

Über seinen Genesungsprozess sprach Kalajdzic sehr emotional. „Ich bin wirklich sehr dankbar, besonders Gott dafür, dass er mir wieder eine solche Chance gegeben hat. Ich habe viel Mühe in meine Rehabilitation gesteckt, und alle Probleme, die gelöst werden mussten, wurden gelöst. Deshalb bin ich sehr zufrieden mit meinem aktuellen Zustand und glücklich, dass alles in eine gute Richtung geht."

Er ist sich jedoch auch sehr bewusst, dass die Voraussetzung für einen WM-Traum immer die Gesundheit ist.

„Letztendlich kann man ohne einen gesunden Körper und die Fähigkeit, kontinuierlich zu spielen, nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen."

Rückkehr in die Nationalmannschaft: ein „Gefühl der Erleichterung"

Bevor Österreich seinen WM-Kader bekannt gab, gab es tatsächlich Zweifel, ob Kalajdzic ausgewählt werden würde.

Obwohl er in der zweiten Saisonhälfte in hervorragender Form war, beunruhigte seine frühere lange Abwesenheit einige Leute immer noch hinsichtlich seines körperlichen Zustands.

Als er erfuhr, dass er wieder in der Nationalmannschaft war, gab Kalajdzic zu, dass es ein komplexes und besonderes Gefühl war.

„Tatsächlich war die erste Person, die mir die Nachricht überbrachte, mein Vereinstrainer."

„Am Tag der Kaderbekanntgabe sagte er mir, er sei froh, mich wieder im Nationalteam zu sehen."

Anschließend sah Kalajdzic die offizielle Nationalteamliste und erhielt eine Nachricht von Cheftrainer Rangnick.

„Dieser Moment war wirklich schön."

Er sagte: „Besonders nachdem ich wieder für die Nationalmannschaft spielte, fühlte ich mich nicht besonders nervös, aber unbewusst spürte ich, dass der enorme Druck auf meinen Schultern endlich abfiel. Es war ein völliges Gefühl der Erleichterung."

Für Spieler, die langfristige Verletzungen erlitten haben, ist die eigentliche Schwierigkeit oft nicht die Operation oder Rehabilitation selbst, sondern die Ungewissheit, ob sie jemals wieder ihr früheres Niveau erreichen können.

Die erneute Berufung in die Nationalmannschaft bedeutete, dass Kalajdzic sich erneut bewiesen hatte.

Die Veränderungen durch Rangnick

In den letzten Jahren hat die österreichische Nationalmannschaft unter Ralf Rangnicks Coaching erhebliche Fortschritte gemacht.

Sie qualifizierten sich nicht nur direkt als Gruppensieger für die Weltmeisterschaft, sondern ihr gesamter Spielstil ist auch markanter geworden.

Über Rangnick sagte Kalajdzic, dass der Trainer ihn ständig ermutigt habe, seinen körperlichen Zustand weiter zu verbessern.

„Er sagte mir, ich solle mich immer weiter pushen, besonders körperlich und im Wettbewerb."

„Er sagte, solange ich weiterhin so wie jetzt spiele und konstant gute Leistungen für den LASK zeige, hätte ich gute Chancen, in den WM-Kader zu kommen."

Nach Kalajdzics Meinung ist die aktuelle österreichische Nationalmannschaft in der Lage, mit jedem Team zu konkurrieren.

„Ich denke, wir sollten uns vor keinem Gegner fürchten."

Er sagte: „Besonders diese Mannschaft jetzt – wir haben viele sehr exzellente Einzelspieler."

„Aber noch wichtiger ist, dass unser größter Vorteil eigentlich der Teamzusammenhalt ist. Unser Kampfgeist, die Spielintensität und der Teamgeist sind alle exzellent."

Unter Rangnick spielt Österreich jetzt einen Hochdruck-, Hochintensitäts- und schnellen Umschaltfußball.

Dieser Stil ist allmählich zu einem ihrer wichtigsten Merkmale geworden.

„Wenn man dieses Intensitätsniveau konstant halten kann, wird es jeder Gegner schwer haben. Und unser gesamtes Team ist sehr geschlossen – der Trainerstab, die Mitarbeiter, die Fans und sogar das ganze Land."

Kalajdzic glaubt, dass die Begeisterung für die Weltmeisterschaft jetzt in ganz Österreich deutlich spürbar ist.

„Alle sind sehr aufgeregt. Die Mannschaft hat sich als Gruppensieger für die Weltmeisterschaft qualifiziert, etwas, das seit vielen Jahren nicht mehr vorgekommen ist. Jeder ist stolz darauf, Österreich zu repräsentieren."

Die Bedeutung von Alaba

Über Nationalmannschaftskapitän David Alaba sprach Kalajdzic in höchsten Tönen.

„Er ist eine extrem wichtige Figur für die Mannschaft, sowohl auf als auch neben dem Platz. Er ist jemand, auf den man sich verlassen kann, und er ist eine Autoritätsperson im Team."

Kalajdzic glaubt, dass eine von Alabas größten Rollen darin besteht, dem Team zu helfen, Druck abzubauen.

„Mit seiner Karriereerfahrung steht er oft im Rampenlicht, so dass er natürlich anderen Spielern hilft, den äußeren Druck zu teilen."

Gleichzeitig ist Alabas Persönlichkeit in der Umkleidekabine sehr beliebt.

„Er ist ein sehr lustiger Mensch und nimmt immer aktiv an Teamaktivitäten teil. Daher denke ich, dass er für Österreich unverzichtbar ist."

„Die Weltmeisterschaft ist der Höhepunkt einer Spielerkarriere"

Auf die Frage, auf welche Spieler er sich bei der Weltmeisterschaft am meisten freut, erwähnte Kalajdzic den argentinischen Nationalspieler N. Gonzalez.

„Ich spiele immer gerne gegen Spieler, mit denen ich schon einmal gespielt habe. Besonders N. Gonzalez – ich habe ein gutes Verhältnis zu ihm."

Darüber hinaus kennt er einige Spieler im algerischen Team aus seiner Zeit bei Wolves und Eintracht Frankfurt.

Für Kalajdzic ist das Wichtigste jedoch kein bestimmter Gegner.

„Ehrlich gesagt freue ich mich mehr auf das gesamte WM-Erlebnis selbst. Es ist eine riesige Bühne. Ich denke, die Weltmeisterschaft ist das höchste Niveau, das eine Spielerkarriere erreichen kann."

Übersetzt von KI.