Gabriele Gravina erklärte, dass der italienische Fußball nicht an einem einzigen Ergebnis gemessen werden könne.

Der ehemalige FIGC-Präsident Gabriele Gravina nahm als Zuschauer an der Vorstellung von Ivan Zazzaronis neuem Buch „Winning for Tomorrow" teil und äußerte sich erneut zum aktuellen Zustand des italienischen Fußballs. Gravina sagte: „Ich stimme der Aussage nicht zu, dass der italienische Fußball den Tiefpunkt erreicht hat."

Gravina erklärte: „Es ist falsch, unseren Fußball nach einem einzigen Ergebnis zu beurteilen. Wir müssen die Heuchelei ablegen. Wenn wir uns die Wettbewerbsergebnisse ansehen, haben wir uns bemüht, ein System aufzubauen, das uns greifbare Perspektiven bieten kann. Wir haben für den Sieg von morgen gearbeitet. Vor 2018 hatten italienische Jugendnationalmannschaften auf allen Ebenen noch nie ein Finale erreicht; jetzt haben die U17 die Europameisterschaft gewonnen, und die U19 ebenfalls."

Bei der Erörterung der Erfolge und Misserfolge des italienischen Fußballs in den letzten Jahren konzentrierte sich Gravina nicht nur auf die drei aufeinanderfolgenden verpassten Weltmeisterschaften, sondern betrachtete auch die positiven Aspekte. Er sagte: „Können wir die Geschichte der A-Nationalmannschaft nicht objektiv analysieren? Von Mancinis Amtszeit ab 2018 erreichte Italien eine ungeschlagene Serie von 37 Spielen; 2021 gewannen wir die Europameisterschaft, was eine außergewöhnliche Leistung ist. Ich bin untröstlich, die Weltmeisterschaft verpasst zu haben. Kean und Pio Esposito vergaben Tore, die unser Schicksal hätten ändern können, und so schieden wir aus. Aber was wäre, wenn sie getroffen hätten? Würden wir dann wundersamerweise alle Probleme im italienischen Fußball lösen?"

Der ehemalige FIGC-Präsident sprach auch über mögliche Lösungen zur Überwindung der Krise und übermittelte Giovanni Malagò seine besten Wünsche für dessen mögliche Nachfolge. Gravina sagte: „Wir müssen bestimmte Widersprüche überwinden. Wir müssen an dieses System glauben und mutiger sein, um Investitionen zu erhöhen: Wenn wir das Problem falsch beschreiben, werden wir nie eine Lösung finden. Ich wünsche Giovanni, dass er es zu seiner ersten Aufgabe macht, den sogenannten ‚Konsens zwischen den Komponenten' zu durchbrechen: Wenn 3 % der Leute nicht einverstanden sind, wird eine Reform blockiert, was unmöglich ist. Das ist antidemokratisch und widerspricht jeder Vernunft. Das ist mir nicht gelungen."

Übersetzt von KI.