Nachdem Bastian Schweinsteigers Äußerungen über die Elfenbeinküste weitreichende Kritik hervorgerufen hatten, hofft der ehemalige deutsche Nationalspieler Gerald Asamoah, dass sich die Diskussion in eine andere Richtung bewegen kann.

Asamoah erklärte: "Zunächst einmal kenne ich ihn seit vielen Jahren, und ich bin mir sehr sicher – er ist kein Rassist. Aber darum geht es mir überhaupt nicht. Ihn jetzt öffentlich zu kritisieren, bringt die Diskussion nicht voran. Wir sollten lieber darüber nachdenken, wie bestimmte Denkweisen – auch wenn sie überhaupt nicht abfällig gemeint sind – seit Jahrzehnten tief im Fußball verwurzelt sind."

Während des WM-Spiels Deutschlands gegen die Elfenbeinküste sprach Schweinsteiger vom "afrikanischen Fußball" als "manchmal etwas unorthodox, etwas wild und manchmal nicht sehr taktisch."

Asamoah sagte: "Jeder muss schon ähnliche Aussagen gehört haben, wie ein Kontinent mit so vielen Ländern in ein oder zwei Sätzen zusammengefasst wird. Das ist eindeutig falsch (und auch aus Sicht eines Fußballprofis falsch).

"Afrika ist ein riesiger Kontinent mit so vielen verschiedenen Sprachen, Völkern und Kulturen. Ich sah, wie jemand online im Gegenzug fragte, ob es nicht mehr akzeptabel sei zu sagen, dass der spanische Fußball hauptsächlich 'Tiki-Taka' ist. Das kann man sagen. Aber Spanien ist nur ein Land. Und Afrika ist ein ganzer Kontinent mit über 50 verschiedenen Ländern."

Schweinsteiger verteidigte jedoch seine Wortwahl und erklärte, er habe "über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Das war Fußballanalyse."

"Unbeabsichtigt, aber letztlich immer noch rassistisch"

Asamoah betonte, dass all dies "erforscht und bewiesen wurde, und doch existieren diese Ansichten immer noch. Nicht aus Bosheit, sondern weil diese Stereotypen tief in der Gesellschaft verwurzelt sind und als selbstverständlich angesehen und von Generation zu Generation weitergegeben werden."

Er sagte: "Ich denke, wir verwenden oft zu viel Mühe darauf, ob jemand ein Rassist ist. Aber ich würde es vorziehen, wenn wir ernsthaft über die Denkweisen nachdenken würden, die wir als Gesellschaft immer noch in uns tragen – die zu Aussagen führen, die, obwohl nicht beabsichtigt, letztlich immer noch rassistische Untertöne haben."

Sein konkreter Vorschlag lautet: "Ein Ansatzpunkt könnte sein, die einzelnen afrikanischen Mannschaften (übrigens haben neun von zehn afrikanischen Mannschaften in dieser Weltmeisterschaft die K.-o.-Phase erreicht) und ihre Länder während dieser Weltmeisterschaft detaillierter und tiefer zu verstehen. Ich denke, das wäre ein echter Wendepunkt."

Nur Tunesien, eine afrikanische Mannschaft, schaffte es nicht, die K.-o.-Phase zu erreichen.

Übersetzt von KI.

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