Nachdem er das Team zu einer 0:3-Niederlage gegen Spanien im Achtelfinale der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft geführt hatte, nahm der österreichische Nationaltrainer Ralf Rangnick an einer Pressekonferenz teil. Dies ist der zweite Teil der Pressekonferenz.

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Herr Trainer, die österreichische Mannschaft gehört in dieser FIFA Weltmeisterschaft bereits zu den älteren Mannschaften. Wie umfassend sollte, wenn Sie an die Zukunft denken, so ein Generationswechsel sein? Weil wir bisher nur von Marko Arnautovic wissen. Wie sehr wird sich der Kader der Mannschaft nach diesem Turnierzyklus in Vorbereitung auf die nächste Europameisterschaft verändern? Und was stimmt Sie zuversichtlich, oder bereitet Ihnen Sorgen, dass Ihre Mannschaft in zwei Jahren eine ähnliche Leistung wie in diesem Turnier zeigen kann, oder sogar noch besser, wenn auch nicht viel?

Ich habe gerade mit der Mannschaft in der Kabine gesprochen, und dann hat der Marco noch was sehr Rührendes – ja, sehr Emotionales – zu der Mannschaft gesagt. Für ihn ist klar, dass es heute sein letztes Spiel für die österreichische Nationalmannschaft war. Wie es bei den anderen aussieht, wissen wir noch nicht. Von daher war die Stimmung in der Kabine gerade eben schon eine besonders rührende, und natürlich auch eine traurige. Was den Generationenwechsel angeht, weiß ich nicht, ob wir einen kompletten Umbruch brauchen. Wir haben genug Spieler, die im besten Alter sind oder noch sehr jung sind.

Ich habe der Mannschaft aber gesagt, eines ist klar: Es muss das Ziel sein, dass Österreich regelmäßig an Europameisterschaften und an Weltmeisterschaften teilnimmt. Das war in der Vergangenheit nicht der Fall, aber es ist definitiv unser aktuelles Ziel. Solange ich Trainer bin, werden wir alles dafür tun, dass Österreich regelmäßig bei der Europameisterschaft und der FIFA Weltmeisterschaft dabei ist. Das heißt, die Europameisterschaft in zwei Jahren und die FIFA Weltmeisterschaft in vier Jahren. Und es ist auch klar, dass wir uns ganz sicher wieder hart arbeiten wollen, um in der Nations League wieder in die Gruppe A aufzusteigen. Das sind die Ziele, die wir verfolgen werden.

Was die Frage angeht, ob außer dem Marko noch jemand nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen wird, weiß ich es nicht. Was ich bestätigen kann, ist, dass heute auch das letzte Spiel für Lars Kornetka, meinen langjährigen Co-Trainer und Kollegen, war. Bei dieser Frage werden wir sicherlich überlegen müssen, wie sein Abgang am besten kompensiert werden kann.

Herr Rangnick, man ist immer klüger nach dem Ereignis, und obwohl Sie schon lange als Trainer tätig sind, ist dies nicht nur Ihre erste FIFA Weltmeisterschaft in Ihrer Trainerkarriere, sondern auch in Ihrem Leben. Welche großen Erkenntnisse haben Sie aus diesem Turnier gewonnen? Gibt es etwas, das Sie im Nachhinein anders gemacht hätten? Oder haben Sie generell das Gefühl, dass all Ihre Entscheidungen bestätigt wurden?

Nein, ich glaube, was unsere Quartierauswahl angeht, also die Auswahl dieser Base an der Westküste für das Turnier, das war absolut richtig, und ich glaube, das würden die Spieler auch bestätigen. Wir hatten hervorragende Trainingsbedingungen und das Klima war auch sehr gut. Ja, wenn es etwas gibt, das ich anders gemacht hätte, dann, dass ich den Christoph Baumgartner nicht noch mal für das Spiel gegen Tunesien in den Kader genommen hätte. Ja, oder beziehungsweise, ich hätte ihm noch einen Tag länger freigegeben. Aber, wenn jemand vorausgesagt hätte, dass er sich beim Aufwärmschießen so schwer verletzt, der wäre wirklich hellseherisch begabt. Ansonsten wüsste ich jetzt nichts, was wir gravierend hätten anders machen können.

Klar ist, für die Qualifikation war das erste Spiel extrem wichtig für uns. Gegen Argentinien mussten wir auch an unser absolutes Limit gehen. Diese Mannschaft hatte, ähnlich wie die Situation heute, komplett andere Charakteristika, eine körperlich viel stärkere Mannschaft. Aber an der Stelle muss man noch mal betonen, wenn mich jemand – und das sage ich ganz ehrlich – wenn mich jemand heute fragen würde, wer war der beste Spieler auf dem Platz bei Spanien, da gäbe es nur einen, und der heißt Rodri. Ich habe heute zum ersten Mal die Leistung von Rodri in so einem Spiel live gesehen, und das war schon außergewöhnlich. Für mich, ich habe auf dieser Position noch nie einen Spieler so spielen sehen live.

Trainer, wenn Sie diese gesamte FIFA Weltmeisterschaft jetzt mit einem Wort zusammenfassen müssten, welches wäre das? Bitte, mit Emotion!

Ja, eines muss man sagen, die Stadien hier sind einfach spektakulär, das ist das Wort, mit dem man es zusammenfassen kann, auch dieses Stadion hier heute. Ich war schon in Dallas von dem Stadion beeindruckt, auch die Spieler, aber das heutige Stadion hier ist noch mal größer. Also, diese Stadien, die die Vereinigten Staaten hier hingestellt haben, da können wir in Europa, insbesondere in Österreich – das ist wieder ein spezielles Thema – nur neidisch werden.

Aber, ich greife noch mal das vorherige Thema auf, wenn man überlegt, dass Wien und Zürich zwei der interessantesten und attraktivsten Städte Europas sind, dann muss man sich doch fragen, warum diese beiden Städte nicht mal eine Miniaturausgabe dieses Stadions haben? Ich habe heute gezählt, dieses Stadion hat acht Tribünenabschnitte, oder beziehungsweise acht Ebenen. Wenn wir in Österreich, oder in Wien, eine Miniaturausgabe mit auch nur vier Tribünen-Ebenen hätten, wäre ich schon sehr froh, das ist schon sehr beeindruckend.

Die Organisation war bisher auch beeindruckend: Flüge, Flugreisen, keine lästigen Sicherheitskontrollen. Wir sind direkt mit dem Bus bis zum Flugzeug gefahren, und eine halbe Stunde später sind wir abgehoben. Nach der Landung waren wir in nur einer halben Stunde wieder im Hotel. Das Eskorten-Niveau hier, nachdem man das erlebt hat, von zehn Motorrädern geführt zu werden, da muss man den Begriff wirklich neu definieren. Ich glaube, die Anzahl der Polizisten allein in Los Angeles ist vielleicht mehr als die gesamte Polizei in Österreich zusammen. Das alles ist so perfekt, das muss ich ganz klar sagen, das geht nicht besser.

Und das Spielniveau, ich bin wirklich gespannt, wie sich das weitere Turnier entwickelt. Aber es wird mir wahrscheinlich schwerfallen, die restlichen Spiele weiterhin anzusehen, da es definitiv noch herzzerreißend sein wird. Wir hatten wirklich gehofft, im Turnier zu bleiben. Ich kann nur noch mal betonen, wenn wir im Achtelfinale auf einen Gegner getroffen wären, der – sagen wir mal – in unserem Leistungsbereich lag, glaube ich, hätten wir weiterkommen können, und eventuell sogar noch zwei Runden weiter. Aber das sind alles „Was wäre wenn“-Szenarien, wir wussten, dass wir eine hohe Wahrscheinlichkeit hatten, auf Spanien zu treffen.

Auch sehr auffällig ist natürlich die Leistung der einzelnen Superstars in diesen Mannschaften. Die haben bisher wirklich – oder fast alle – den Erwartungen entsprochen, Tore geschossen oder Vorlagen gegeben. Also, ich muss sagen, ich glaube, wenn dieses Turnier sich so weiterentwickelt, wie es sich bisher entwickelt hat, kann das wirklich über Jahre hinaus ein Maßstab werden. Und ich glaube, je enger die K.o.-Runde wird, diese überragenden Mannschaften werden auf jeden Fall irgendwann aufeinandertreffen, was absolut etwas ist, worauf sich der normale Fan und der Fernsehgucker freuen kann.

Ja, die sind ganz klar die Favoriten auf den Turniersieg. Ich meine, wenn die die gleiche Leistung, die sie heute gezeigt haben, in den kommenden K.o.-Spielen noch mal zeigen können, oder sogar noch mal eine Schippe drauflegen – wobei es schwer ist, daran noch einen Makel zu finden. Wenn mich jetzt jemand – ich bin ja der Coach des Gegners von Spanien aktuell – wenn mich jemand fragen würde, was diese Mannschaft noch besser machen könnte, da fällt mir wirklich nicht viel ein. Also, im Ballbesitz sind die wirklich eine Maschine ohne Fehler. Und wir haben sie immer wieder unter Druck gesetzt und gefordert. Ich glaube, wir waren da auch mutig genug, aber wir konnten natürlich ihre Passkombinationen nicht immer stören.

Wenn es etwas gibt, was wir besser hätten machen können, dann vielleicht im Umschalten nach Ballgewinn, oder im Ballvortrag, wenn wir im Ballbesitz sind. Aber hier muss ich auch sagen, das Gegenpressing von Spanien heute war auch sehr hohes Niveau. Von daher war es nach Ballgewinn auch nicht so einfach, den Ball selbst zu behalten oder daraus Torchancen zu kreieren. Aber, ja, nach dem, was wir heute hier in diesem Stadion gesehen und hautnah erlebt haben, gehören sie für mich absolut zu den Top-Favoriten auf den Turniersieg, zusammen mit drei oder vier anderen Nationen.

Übersetzt von KI.

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