Am 3. Juli veröffentlichte die deutsche Fußballlegende Lahm einen langen Artikel in den sozialen Medien, in dem er seine Ansichten zum frühen Ausscheiden Deutschlands bei drei aufeinanderfolgenden FIFA Fussball-Weltmeisterschaften darlegte.

Lahm schrieb in dem Artikel:
„Ehrlich gesagt bin ich schockiert. Die deutsche Nationalmannschaft ist zum dritten Mal in Folge vorzeitig aus der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft ausgeschieden.
Wenn wir verstehen wollen, warum das passiert ist, müssen wir jetzt eine ruhige und ehrliche Analyse durchführen. Deshalb möchte ich hier noch einmal einige meiner Gedanken teilen.
Für mich fasst ein Wort alles zusammen: Kontinuität (Stabilität). Und genau das fehlt dem deutschen Fußball seit Jahren. Die deutsche Mannschaft hat nie entschieden, welche Art von Fußball sie grundsätzlich spielen sollte. Taktische Systeme ändern sich ständig, Konzepte ändern sich ständig, und Spielerrollen ändern sich ständig.
Ein erfolgreiches Pokalteam entwickelt über Jahre der Akkumulation eine eigene Identität. Jeder kennt seine Aufgaben, ein stillschweigendes Einverständnis bildet sich zwischen den Spielern, und das Team reift mit jedem Spiel. Eine solche Entwicklung war bei uns überhaupt nicht erkennbar.
Ein Rückblick auf dieses Turnier bestätigt dies zusätzlich. Wir erzielten einen fulminanten Sieg gegen das schwächere Curaçao; wir verloren jedoch gegen Ecuador; gegen die Elfenbeinküste erzielten wir glücklicherweise dank eines Einwechselspielers das Siegtor. Während der vier Spiele zeigte die deutsche Mannschaft nie eine stabile Gesamtleistung, noch hatte sie einen klaren Spielplan.
Im Vergleich zu den Top-Teams der Welt ist diese Lücke noch enttäuschender. Spanien hält seit Jahren konsequent an einer klaren Fußballphilosophie fest; Frankreich bewahrt seine Wettbewerbsfähigkeit durch Stabilität und Führung; Argentinien integrierte den talentierten Spieler Messi erfolgreich in ein gut funktionierendes Ganzes; Brasilien hat einen Trainer wie Carlo Ancelotti, der die Spieler kennt und jeden klar positionieren kann. Der deutschen Mannschaft fehlt es jedoch an ausgeprägten Eigenschaften.
Wir ändern taktische Systeme, Startaufstellungen und Spielerpositionen zu häufig, was in Wirklichkeit nur oberflächliche Probleme löst. Der eigentliche Schlüssel ist die Grundlage: klare Rollendefinitionen, eine feste Teamhierarchie und ein Spielstil, der langfristig beibehalten werden kann.
Selbst bei einigen der grundlegendsten Fragen haben wir keine klaren Antworten: Wer ist unser Hauptstürmer? Wer soll welche Rolle konsequent übernehmen? Wenn sich alles ständig ändert, kann sich nie ein wahres Verständnis bilden.
Das Problem liegt nicht bei den Spielern. Die deutsche Mannschaft hat Weltklassespieler wie Kimmich, Musiala, Wirtz und Havertz. In Bezug auf das individuelle Talent ist kaum ein Land stärker als Deutschland außer Frankreich. Aber diese exzellenten individuellen Fähigkeiten müssen in ein gut funktionierendes Teamsystem integriert werden.
Ich werde auch den Kampfgeist der Mannschaft nicht in Frage stellen. Im Vergleich zu 2018 sehe ich heute eine Mannschaft, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und sich zu vereinen. Das ist genau die Grundlage, auf der wir in Zukunft weiter aufbauen können.
Der Bundestrainer trägt sicherlich Verantwortung. Aber noch wichtiger ist, dass wir eine grundlegendere Frage stellen müssen: Welche Art von Fußball wollen wir eigentlich spielen?
Wir sind nicht Spanien, nicht Argentinien und nicht Frankreich.
Wir sind Deutschland, und wir müssen unseren eigenen Fußballstil wiederentdecken.
Die Nationalmannschaft repräsentiert das ganze Land. Die Menschen wollen sich in diesem Team wiederfinden und ein Gefühl der Identität spüren. Dieses Gefühl der Identität wird nicht durch ständigen Wandel aufgebaut, sondern entsteht aus Kontinuität, einer klaren Richtung und einer Philosophie, der das gesamte Team gemeinsam folgt.
Übersetzt von KI.
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Deutschland
Philipp Lahm
FIFA World Cup
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