Der argentinische Stürmer Julio Cruz erinnerte sich an seinen Wechsel zu Inter Mailand im Jahr 2003 und an seine Nerazzurri-Karriere.

Julio Cruz sagte: „Es war ein sehr wichtiger Moment. Viele Leute sprachen damals über Juventus, aber Inter Mailand hat alles innerhalb von zwei oder drei Tagen finalisiert. Cuper rief meinen Berater an, und wir haben schnell eine Einigung erzielt. Ich war sehr glücklich, einem der größten Vereine der Welt beizutreten, denn es gab viele Argentinier in der Mannschaft, und ich wusste, dass ich ein ideales Umfeld finden würde.“
Der Stürmer spielte sechs Spielzeiten im Nerazzurri-Trikot, erzielte 75 Tore und gewann mehrere Titel. Cruz sagte: „Für einen Spieler ist das Gewinnen das ultimative Ziel. Mein Berater sagte mir, wenn ich eine Meisterschaft mit Inter Mailand gewinnen könnte, würde ich in der Vereinsgeschichte bleiben. Er hatte Recht.“
Vom argentinischen Traum nach Italien
Cruz erinnerte sich an seine frühe Karriere und erwähnte seine Zeit bei Feyenoord, die entscheidend für seine Entwicklung war. Cruz sagte: „Jeder sagte mir immer, dass die Eredivisie sehr gut sei. Als ich zum ersten Mal nach Europa kam, war es nicht einfach, sich von Südamerika anzupassen, aber ich habe sowohl im Fußball als auch als Mensch viel gelernt.“
Anschließend wechselte Cruz zum FC Bologna, was er sich ausdrücklich gewünscht hatte: „Ich bat meinen Berater, mich nach Italien zu bringen, denn die Serie A war damals die wichtigste Liga der Welt. In FC Bologna fand ich eine wunderschöne Stadt und Teamkollegen wie Signori, die mir in vielerlei Hinsicht halfen, auch mit der Sprache.“
Teamkollegen: Adriano war unglaublich destruktiv
Im Interview erinnerte sich Cruz auch an die Starspieler, mit denen er gespielt hatte. Über Luis Figo sagte er: „Er war mein Freund, sowohl auf als auch neben dem Platz. Er kannte meine Laufwege sehr gut.“ Über Mihajlovic sagte er: „Wenn man zum kurzen Pfosten ging, war der Ball immer da.“ Über Adriano verwendete Cruz sehr starke Beschreibungen: „Er war pure Kraft. Sein linker Fuß war unglaublich, und Verteidiger begegneten ihm mit Angst.“ Über Vieri sagte er: „Als ich zum ersten Mal kam, war er der König des San Siro. Ich habe viel über Laufwege im Strafraum von ihm gelernt.“
Cruz lobte auch Recoba: „Sein linker Fuß war herausragend, fast niemand hatte seine Technik. Er bereitete mir viele Tore vor.“ Er erwähnte auch Obafemi Martins: „Seine Geschwindigkeit war erstaunlich. Manchmal musste man ihm sagen, er solle langsamer werden, weil er schneller startete als der Ball.“
Vom Tor gegen Arsenal zum Doppelpack gegen Juventus
Eine der lebhaftesten Erinnerungen von Cruz aus seiner Inter Mailand-Karriere war der 3:0-Auswärtssieg gegen Arsenal im Jahr 2003. Cruz sagte: „Cuper sagte mir, ich solle alles geben. Ich erzielte ein Tor, und es war eine besondere Nacht. Wir sind immer noch das letzte italienische Team, das in Highbury gewonnen hat, und dort begann meine Inter Mailand-Karriere wirklich.“ Ein weiteres unvergessliches Spiel war sein Doppelpack gegen Juventus in Turin, ein Sieg, der die 11-jährige Wartezeit des Teams beendete. Cruz sagte: „Almeyda und ich sagten immer wieder, dass wir die Chance hatten, Geschichte zu schreiben. Das Gefühl dieses Freistoßes ist immer noch in meinem Herzen. Wenn ich ihn hundertmal geschossen hätte, hätte ich vielleicht nicht wieder an derselben Stelle getroffen. Dann erzielte ich das zweite Tor, und es war ein vollständiger Jubel.“
Schließlich teilte Cruz seine Gefühle mit den Inter Mailand-Fans: „Jahre vergehen, aber was wirklich bleibt, ist die Liebe der Fans. Jedes Mal, wenn ich zurückkomme und die Fans sehe, fühle ich immer noch einen riesigen emotionalen Einfluss. Inter Mailand ist eine große Familie, und jeder, der das Privileg hatte, ein Teil davon zu sein, sollte immer stolz sein.“
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