Nach Angaben der kroatischen Zeitung Jutarnji List hat der kroatische Fußballverband Slaven Bilić als Top-Kandidaten für die Nachfolge von Dalić als Nationaltrainer identifiziert, und es gab bereits substanzielle Kontakte zwischen den beiden Parteien.

Kroatiens Ausscheiden aus der FIFA Weltmeisterschaft durch Portugal ist immer noch ein heißes Thema in Fußballkreisen. Doch wichtiger als die Niederlage ist die zukünftige Ausrichtung des Teams. Abgesehen von Modrićs bevorstehendem Rücktritt aus der Nationalmannschaft konzentriert sich die Aufmerksamkeit aller auf dieselbe Frage: Wer wird die Vatreni übernehmen?

Dalićs Vertrag ist abgelaufen, und obwohl in den letzten Wochen mehrere potenzielle Kandidaten gemunkelt wurden, enthält die engere Auswahlliste nur zwei Namen: Slaven Bilić und Ivica Olić.

Vor einem Monat enthüllte diese Zeitung exklusiv, dass Dalić ein Angebot aus den VAE mit einem Jahresgehalt von bis zu 5 Millionen Euro erhalten hatte. Es wird davon ausgegangen, dass er dieses Angebot vor der FIFA Weltmeisterschaft angenommen hatte und die Frage seines Nachfolgers formell auf die Tagesordnung gesetzt wurde.

Nach inoffiziellen Informationen aus mehreren Quellen ist Bilić die erste Wahl des kroatischen Fußballverbands. Das Exekutivkomitee des Verbands hat dies bereits intern besprochen und sich nach dem Ausscheiden des Teams sogar noch einmal getroffen, um Meinungen abzustimmen und die zukünftige Ausrichtung der Nationalmannschaft zu vereinheitlichen. Es wird davon ausgegangen, dass Bilić in diese Position zurückkehren wird, wo in gewisser Weise „alles begann“, nachdem er 2012 gegangen war.

Eine Quelle aus dem engsten Führungskreis des kroatischen Fußballverbands enthüllte, dass Verbandspräsident Marijan Kustić und sein Team bis zur letzten Minute darauf warteten, dass Dalić selbst eine Erklärung abgab. Sie hofften, dass Dalić zuerst seine Pläne bekannt geben würde und versuchten auch ihr Bestes, ihn zum Bleiben zu überreden. Doch mit der Zeit erkannte der Verband, dass er einen Plan B vorbereiten musste, um nicht passiv zu sein. Als die Kandidaten auf zwei reduziert wurden und Bilić von Anfang an als Kandidat betrachtet wurde, der Erfahrung, Autorität und Vertrautheit mit der Nationalmannschaft vereint, begann der Verband, konkrete Maßnahmen zu ergreifen.

Laut dieser Zeitung führte der Verband vor der FIFA Weltmeisterschaft informelle Gespräche mit den meisten Nationalspielern und fragte nach ihrer Meinung zu Bilićs Rückkehr. Das Feedback war sehr positiv, und der Verband sah dies als letzte Bestätigung an – Bilić sollte die kroatische Nationalmannschaft übernehmen und ein neues Kapitel nach der Ära Dalić aufschlagen.

Bilić übernahm die Nationalmannschaft nach der FIFA Weltmeisterschaft 2006 und legte den Grundstein für die goldene Generation, die später FIFA Weltmeisterschafts-Silber- und Bronzemedaillen gewann. Der Verband glaubt, dass er der ideale Kandidat ist, um einen neuen Zyklus zu starten.

Es wird davon ausgegangen, dass entsprechende Verhandlungen stattgefunden haben, einschließlich der weiteren Kommunikation nach dem Ausscheiden des Teams. Zu diesem Zeitpunkt ist niemand innerhalb des Verbands bereit, offen über das Thema eines Trainerwechsels zu sprechen, was verständlich ist – eine solche Entscheidung muss zuerst von Dalić selbst bekannt gegeben werden. Als größter Trainer in der kroatischen Fußballgeschichte ist seine Erklärung von entscheidender Bedeutung.

Nach Informationen dieser Zeitung wird Dalić seine Entscheidung spätestens bis Mittwoch öffentlich bekannt geben. Wenn sich das Szenario, das sich in den letzten Tagen allmählich abgezeichnet hat, bestätigt, wird Bilićs offizielle Ernennung unmittelbar folgen.

Natürlich ist im Fußball alles möglich, aber vorerst deuten alle Anzeichen auf dieses Ergebnis hin.

Es ist bemerkenswert, dass es in der Geschichte der FIFA Weltmeisterschaft keinen Präzedenzfall für einen ausländischen Trainer gibt, der ein Team zum Sieg geführt hat, und das ist kein Zufall. Nationalmannschaftsfußball basiert auf dem Verständnis der eigenen Mentalität, Identität und Eigenschaften des Landes, und lokale Trainer haben in dieser Hinsicht fast immer einen Vorteil. Kroatien ist keine Ausnahme – ein Verständnis der Umkleidekabine, der Sprache, der Mentalität und des Gewichts des Nationaltrikots ist oft wertvoller als der beeindruckendste Trainerlebenslauf. Natürlich sind Namen wie Klopp oder Guardiola schwer abzulehnen, aber abgesehen von solch fast unrealistischen Optionen ist eine lokale Lösung am vernünftigsten.

Unter den kroatischen Trainern ist Bilić die logischste Wahl. Er ist erfahren, autoritär und ein exzellenter Kommunikator, der die Zügel in die Hand nehmen kann, wenn die Nationalmannschaft einen Neustart braucht. Er mag nicht denselben Elan wie 2006 haben, aber er besitzt Gelassenheit, Stabilität und Erfahrung. Modrić ist auch sehr an dem Nachfolger des Teams interessiert, und er wird dieser Entscheidung wahrscheinlich zustimmen – er wird die größte Leidenschaft und Liebe seiner Karriere hinter sich lassen.

Ivica Olić hingegen ist immer noch ein Kandidat für die Zukunft. Die Position des U21-Nationaltrainers wäre ein logischer nächster Schritt für seine Entwicklung, und der Job des Cheftrainers der A-Nationalmannschaft wird irgendwann ihm gehören. Angesichts der reibungslosen Kommunikation zwischen ihm und Bilić ist es möglich, dass der Verband einen langfristigen Plan entwickelt, mit dem natürlichen Ziel, ein Elite-Niveau aufrechtzuerhalten. Und das große Erbe, das Dalić hinterlassen hat, könnte für Bilić leichter zu verdauen und zu übernehmen sein.

Kroatien steht an der Schwelle zu einer neuen Ära. Nach bisherigem Kenntnisstand sollte das erste Gesicht dieser neuen Ära Slaven Bilić sein. Die endgültige Antwort wird bald bekannt gegeben.

Übersetzt von KI.

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