Obwohl Baloguns Spielerlaubnis nichts am Endergebnis des Ausscheidens der US-Mannschaft geändert hat, erklärte Bernd Neuendorf, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, laut Kicker, dass die Kontroverse um die Aussetzung seiner Rotsperre durch die FIFA nicht einfach beiseitegeschoben werden könne.

Neuendorf, der auch als UEFA-Vertreter im FIFA-Rat sitzt, sagte der Deutschen Presse-Agentur für Sportinformationen: „Wir haben die Stellungnahme der FIFA zur Kenntnis genommen. Meine Ansicht, die mit der der UEFA übereinstimmt, ist, dass diese Angelegenheit nicht einfach ad acta gelegt werden kann. Sie muss zunächst unter den europäischen Fußballverbänden weiter diskutiert werden.“
Er betonte, dass die FIFA schnell und überzeugend den Verdacht einer politischen Einmischung in sportliche Disziplinarentscheidungen zerstreuen müsse.
Neuendorf sagte: „Dies betrifft die Integrität des Wettbewerbs und auch die Glaubwürdigkeit der FIFA.“
Zuvor hatte die UEFA die FIFA-Handhabung des Balogun-Vorfalls ungewöhnlich scharf kritisiert und erklärt, dass die betreffenden Handlungen eine „rote Linie“ überschritten hätten.
FIFA-Präsident Infantino bestritt daraufhin, dass er oder US-Präsident Trump die Entscheidung des Disziplinarausschusses beeinflusst hätten. Das FIFA-Disziplinarorgan gab ebenfalls eine separate Erklärung ab, in der betont wurde, dass die Entscheidung keiner externen Einmischung unterlag und der Ausschuss unabhängig blieb.
Trump hatte jedoch zuvor zugegeben, dass er telefonisch mit Infantino gesprochen hatte, um die rote Karte zu besprechen, die Balogun im Achtelfinalspiel der FIFA Weltmeisterschaft erhalten hatte.
Balogun wurde beim 2:0-Sieg der US-Mannschaft gegen Bosnien und Herzegowina vom Platz gestellt, doch die FIFA setzte seine Ein-Spiel-Sperre daraufhin aus, wodurch er am Achtelfinalspiel der US-Mannschaft gegen Belgien teilnehmen konnte.
Die USA verloren letztendlich mit 1:4 gegen Belgien, und Baloguns Einsatz änderte nichts am Ergebnis des Spiels.
Obwohl der Balogun-Vorfalls keinen praktischen Einfluss auf den Turnierverlauf hatte, löste der von ihm geschaffene Präzedenzfall nachfolgende Kontroversen aus.
England erwägt derzeit ebenfalls einen Einspruch für Quansah, der beim 3:2-Sieg Englands gegen Mexiko im Achtelfinale eine rote Karte erhielt. Nach der aktuellen Strafe wird er das nächste Spiel aufgrund einer Sperre verpassen.
Mehrere britische Medien haben Quellen innerhalb der FA zitiert, die besagen, dass England prüft, ob gegen Quansahs rote Karte und die daraus resultierende Sperre Einspruch eingelegt werden soll.
Übersetzt von KI.
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