Am 9. Juli bestätigte Hugo Broos, Cheftrainer der südafrikanischen Nationalmannschaft, seinen Rücktritt. Nach fast zwei Wochen der Diskussionen über sein Bleiben oder Gehen entschied sich der 74-jährige belgische Trainer schließlich zum Abschied. Zuvor hatte er die südafrikanische Mannschaft zum ersten Mal in der Geschichte in die K.-o.-Phase der Weltmeisterschaft geführt.

Broos hatte bereits vor der Weltmeisterschaft erklärt, dass er nach dem Turnier offiziell in den Ruhestand treten würde. Nachdem die südafrikanische Mannschaft jedoch am 28. Juni im Achtelfinale gegen Kanada ausgeschieden war, änderte er seine Meinung und erwog eine Fortsetzung seiner Trainertätigkeit.
In einem Interview mit belgischen Medien machte Broos jedoch nun klar, dass er nicht länger Cheftrainer der südafrikanischen Nationalmannschaft sein werde, schloss aber eine zukünftige Tätigkeit als Berater nicht aus.
Broos sagte gegenüber voetbalnieuws.be: „Werde ich weiter trainieren? Nein, das ist eine unumstößliche Entscheidung! Wenn ich in anderer Funktion helfen kann, beispielsweise beim Scouting, ist das etwas anderes. Aber Fußball wird nicht länger mein Leben 24 Stunden am Tag bestimmen."
Er verriet auch, dass er bereits mit dem Präsidenten des südafrikanischen Fußballverbandes gesprochen habe.
„Ich habe bereits mit dem Präsidenten des südafrikanischen Fußballverbandes gesprochen. Er hofft, dass ich bleibe, aber in anderer Funktion, zum Beispiel als Berater. Ende Juli kehre ich nach Südafrika zurück, um mich offiziell von allen zu verabschieden. Ich bin gespannt, welchen Kooperationsplan er mir am Ende vorschlagen wird."
Broos trainierte die südafrikanische Nationalmannschaft fünf Jahre lang und ist damit der am längsten amtierende Cheftrainer in der Geschichte des Teams. Er führte die Mannschaft nicht nur nach 16 Jahren zur Weltmeisterschaft zurück, sondern auch zum ersten Mal in der Geschichte in die K.-o.-Phase.
Über sein Leben nach dem Ruhestand sagte Broos lächelnd: „Meine Frau ist sehr glücklich, dass ich endlich in den Ruhestand gehe, aber sie hat mich bereits vorgewarnt: ‚Steh mir nicht den ganzen Tag zu Hause im Weg!'"
Er fügte hinzu: „Wenn ich alle zwei Monate für ein paar Wochen nach Südafrika muss, warum nicht? Das ist besser, als untätig den ganzen Tag zu Hause herumzusitzen und meine Familie zu belästigen."
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