Nach der Verpflichtung von Halili hat Inter Mailand die Stärkung der Abwehr zur obersten Priorität erklärt, wobei Chalobah die erste Wahl ist, während auch Alaba und Lucumí evaluiert werden.

Nachdem Inter Mailand Halili unter Vertrag genommen hat, sind defensive Probleme zu einer Top-Priorität geworden. Die Torhüterposition wurde mit der Ankunft von Provedel gefestigt, und auf der rechten Flanke gibt es einen neuen Stammspieler. Nun muss das Team seine Abwehr neu bewerten – Acerbi und de Vrij sind beide nach Ablauf ihrer Verträge gegangen, daher sind zwei Neuzugänge erforderlich: Einer muss ein sofortiger Leistungsträger sein, der sich schnell in das Team integrieren und sich als Quasi-Stammspieler an die Serie A und die Champions League anpassen kann. Mit anderen Worten, ein erfahrener und zuverlässiger Spieler, nicht unbedingt über 30 wie die beiden Veteranen, die aufgrund ausgelaufener Verträge gegangen sind; es ist keine Altersfrage, aber die erste defensive Verstärkung wird sicherlich kein Neuling sein. Vielleicht sogar ein „Weltcup-Kaliber“-Neuzugang – ein Innenverteidiger, der noch nach den höchsten Ehren strebt. Dieser Kandidat dürfte Trevoh Chalobah sein.
Dieser englische Innenverteidiger des FC Chelsea war immer in den Gedanken von Inter Mailand, und umgekehrt. In Chalobahs Gedanken, während die Three Lions derzeit dominieren, sind die Nerazzurri immer präsent. Vor Wochen, als der Verteidiger vom erneuten Interesse von Inter Mailand erfuhr, öffnete er schnell die Tür vollständig für einen Wechsel nach Mailand, der in früheren Transferperioden nur knapp gescheitert war. Die Absichten beider Parteien sind klar; das Problem liegt in London. Die Forderung des FC Chelsea von 40 Millionen Euro wird den Weg für einen schnellen Abschluss eindeutig nicht ebnen, aber Inter Mailand ist bereit, geduldig zu arbeiten. Die Verpflichtung von Halili beweist einmal mehr, dass die Bereitschaft eines Spielers eine wichtige Rolle bei Verhandlungen spielen kann. Natürlich ist der FC Chelsea nicht Saint-Gilloise, aber der Versuch, den geforderten Preis zu senken, ist nicht unrealistisch.
Unter dem neuen Trainer Xabi Alonso beabsichtigte der FC Chelsea zunächst, Chalobah zu Crystal Palace (eines der englischen Teams, an denen Chalobah interessiert war, neben Bournemouth und Fulham) zu schicken, um den Lacroix-Deal zu erleichtern. Der geforderte Preis von Crystal Palace für Lacroix betrug 60 Millionen Euro, aber der FC Chelsea hat bisher nur 40 Millionen Euro geboten, und der Spieler, der Teil des Deals hätte sein können, weigerte sich zu gehen, was darauf hindeutet, dass er nur zu Inter Mailand wechseln möchte. Dieses kleine Zwischenspiel deutet darauf hin, dass die Ankunft neuer Spieler des FC Chelsea den Abgang des 27-Jährigen forcieren könnte und zeigt auch, dass Chalobah für Alonso nicht unverzichtbar ist – Alonso plant eine Dreierkette mit Reece James, Colwill und Hato. Dies bestätigt auch Chalobahs feste Haltung. Auch Como hat dies schnell verstanden; sie hatten Chalobah kontaktiert, zogen sich aber nach zwei als zu niedrig abgelehnten Angeboten zurück und änderten ihre Richtung. In diesem Sinne sicherte Mirwan Suwarsos erste Nachricht, gefolgt von einem Anruf bei Marotta, effektiv eine Art Wettbewerbsverbot für den Spieler, der fest entschlossen ist, zu den Nerazzurri zu wechseln. Inter Mailand hat jedoch noch kein offizielles Angebot gemacht, und der Kontakt zu Chalobahs Umfeld wird fortgesetzt. Die Verbindung Mailand-London wird sich voraussichtlich in den kommenden Tagen beschleunigen. Der Transfermarkt von Inter Mailand heizt sich in der Defensive auf.
Neben den Hauptzielen gibt es Alternativen. Auf dem Schreibtisch von Sportdirektor Ausilio gibt es nach Chalobah weitere Kandidaten. Dazu gehören der ablösefreie Alaba, ein 34-Jähriger, der Inter Mailand seit Wochen angeboten wird; und auch Lucumí vom FC Bologna. Dieser 28-jährige Innenverteidiger hat eine Ausstiegsklausel von 28 Millionen Euro – gültig bis zum 15. Juli –, danach wird sie „verhandelbar“, aber der geforderte Preis des FC Bologna wird voraussichtlich nicht unter 25 Millionen Euro liegen. Neben den finanziellen Aspekten, die Inter Mailand noch bewerten muss, gibt es auch das Interesse von Juventus am kolumbianischen Spieler, obwohl Juventus die Ausstiegsklausel derzeit als zu hoch erachtet. Was die Zukunft bringen wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht wird ein italienisches Derby auf dem Transfermarkt den Sommer in Mailand und Turin noch lebhafter machen.
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