Laut Mundo Deportivo wird das spanische Schiedsrichtersystem in der Saison 2026/27 eine große Änderung erfahren: Schiedsrichter sollen nach Spielen von den Medien interviewt werden können, um kontroverse Situationen, die während des Spiels auftraten, zu erläutern.

Derzeit arbeiten der Spanische Technische Schiedsrichterausschuss, der Königlich Spanische Fußballverband und La Liga bereits zusammen, um dieses Projekt voranzutreiben. Der Plan ist, es in der zweiten Hälfte der Saison schrittweise einzuführen und zunächst mit bestimmten Spielen zu erproben.

Dieses Thema wird Ende Juli während der Schiedsrichter-Vorbereitungsschulung diskutiert. Das Vorsaisontreffen für spanische Profischiedsrichter findet vom 28. Juli bis 2. August in Las Caldas statt, wobei die Schiedsrichtergemeinschaft und die Schiedsrichtergewerkschaft ASEFA an den relevanten Diskussionen teilnehmen.

Der Bericht besagt, dass dies ein historischer Schritt im spanischen Schiedsrichterwesen sein wird. In der Vergangenheit stellten sich Schiedsrichter nach Spielen selten den Medien, um Entscheidungen zu erläutern, aber der neue Plan hofft, die Transparenz zu erhöhen und der Öffentlichkeit ein direkteres Verständnis der Entscheidungsgrundlagen während der Spiele zu ermöglichen.

Neben der Möglichkeit für Schiedsrichter, nach Spielen zu sprechen, werden in der neuen Saison mehrere weitere schiedsrichterbezogene Reformen im spanischen Fußball eingeführt. Erstens plant La Liga, Chips im Ball für die automatische Abseitserkennung einzubetten, wodurch die derzeit verwendete halbautomatische Abseitstechnologie ersetzt wird. Aufgrund der hohen Kosten wird diese Technologie jedoch vorerst nur in La Liga implementiert, während La Liga 2 weiterhin das halbautomatische Abseitssystem verwenden wird.

Darüber hinaus wird künstliche Intelligenz auch in das Schiedsrichterbewertungssystem eingeführt und an der Festlegung von Kriterien für Schiedsrichteransetzungen mitwirken.

Auch das Schiedsrichter-Supervisionssystem wird Änderungen erfahren. Die ursprüngliche Rolle der Schiedsrichterbeobachter wird durch „Feldcoaches“ ersetzt, die das Schiedsrichterteam während der Spiele begleiten. Gleichzeitig werden „TV-Beobachter“ für Schiedsrichterassistenten hinzugefügt, die in Verbindung mit der bestehenden Rolle arbeiten, die die Leistung des Hauptschiedsrichters anhand von Fernsehaufnahmen analysiert.

Schiedsrichter-POV-Kameras, die am Ende der letzten Saison getestet wurden, werden in der neuen Saison ebenfalls ein integraler Bestandteil des Schiedsrichtersystems.

Diese Reformen setzen die Richtung der Anpassungen fort, die in den letzten Jahren am spanischen Schiedsrichtersystem vorgenommen wurden. In der letzten Saison führte der spanische Fußball bereits den „Überprüfungszeit“-Mechanismus ein und begann, geografische Beschränkungen für Schiedsrichter abzubauen. Nun werden Medieninterviews der Schiedsrichter nach dem Spiel als ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Transparenz und Professionalität angesehen.

Der Bericht erwähnt auch, dass der im März dieses Jahres unterzeichnete Tarifvertrag für Profischiedsrichter bereits die Rolle der Schiedsrichter in der gesamten Übertragungspräsentation der Liga sowie die Frage der Umsatzbeteiligung im Zusammenhang mit TV-Übertragungsrechten behandelt hat. Dies schafft einen institutionellen Hintergrund für eine stärkere Einbindung der Schiedsrichter in die Verbreitung von Spielinformationen.

Übersetzt von KI.

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