Nachdem die argentinische Mannschaft England besiegt und erfolgreich ins WM-Finale eingezogen war, veröffentlichte The Athletic einen langen Artikel, in dem Argentiniens Weg in dieser Weltmeisterschaft und die Auswirkungen ihres kontinuierlichen Fortschritts auf das ganze Land beleuchtet wurden.

Dieser Abschnitt konzentriert sich auf Messis Heimatstadt Rosario.
Rosario: Messis Heimatstadt und Maradonas Fußballglaube
Rosario ist der Geburtsort von Lionel Messi, und in der argentinischen Fußballkultur ist es wie ein „Heiliges Land“.
Es ist auch die Heimat der „Iglesia Maradoniana“ (Maradonische Kirche), ein besonderes Gebäude, das die direkteste Verkörperung der fanatischen Hingabe Argentiniens an den Fußball darstellt.
1998 gründete der Fan und Journalist Alejandro Verón diese „Kirche“ zusammen mit zwei Freunden.
Anfangs war es nur ein Scherz.
Doch mit der Zeit entwickelte es sich allmählich zu einem einzigartigen Symbol in der argentinischen Fußballkultur.
Hier wird Maradonas Geburtstag – der 30. Oktober – als „Weihnachten“ gefeiert; wenn neue Mitglieder beitreten, müssen sie Maradonas „Hand Gottes“-Tor gegen England bei der Weltmeisterschaft 1986 für ihre „Taufe“ nachahmen.
Gleichzeitig hat sie auch ihre eigenen „Zehn Gebote“.
Einer davon besagt: „Dein erster Sohn muss Diego heißen.“
Nach Maradonas Tod erreichte die Verehrung der Argentinier für ihn neue Höhen.
Im November 2020 verstarb Maradona im Alter von 60 Jahren.
Anschließend gewann die argentinische Nationalmannschaft 2021 zuerst die Copa América – das erste große Turnier, an dem die Mannschaft nach Maradonas Tod teilnahm – und dann die Weltmeisterschaft 2022 in Katar.
Kein Argentinier würde die symbolische Bedeutung dieser Ereignisse übersehen.
„In den Herzen aller Argentinier ist er präsenter denn je“,
sagte Verón.
In Argentinien haben Fans eine Tradition namens „Cábala“ – verschiedene streng eingehaltene Glücksgewohnheiten und Aberglauben.
Im Achtelfinalspiel Argentiniens gegen Ägypten lag die Mannschaft einmal mit 0:2 zurück.
Verón erinnerte sich, dass er in diesem Moment rannte, um ein Maradona-Trikot von Newell’s Old Boys zu holen, und anfing zu beten.
„Ich blickte zum Himmel auf und sagte zu ihm:
‚Diego, du kannst ihn nicht so verlassen. Leo kann nicht so enden. Ich bitte dich nur um noch eine Sache: Lass ihn heute nicht ausscheiden.‘ “
sagte Verón. „Dann haben wir innerhalb von 10 Minuten drei Tore erzielt.“
Auf die Frage, was Argentiniens Halbfinale gegen England bedeutete, antwortete Verón ohne Zögern: „1986 haben diejenigen, die die Aufgabe erfüllen sollten, getan, was sie tun mussten.“
Er bezog sich auf das klassische Spiel, in dem Maradona Argentinien zum Sieg über England führte.
„Aber wenn wir mit zwei Handspiel-Toren gewinnen könnten, würden wir diesen Sieg auch annehmen.“
Doch auf die Frage, ob Messi Maradona gleichziehen oder ihn übertreffen könnte, wenn er einen zweiten Weltmeistertitel gewänne, zögerte Verón, Vergleiche anzustellen.
„Wir versuchen, Diego und Leo nicht zu vergleichen, denn sie sind zwei völlig unterschiedliche Menschen.“
sagte er.
„Wir haben großes Glück – sie sind beide Argentinier, sie haben uns beide Weltmeistertitel gebracht, und sie sind beide Botschafter, die Argentinien in der Welt repräsentieren.“
„Messi hat mehr Ballon d'Or-Auszeichnungen gewonnen (8), aber Diego hatte eine heilige Flamme, die niemand sonst besitzt.“
„Wir haben D10S und wir haben auch den Messias.“
sagte Verón. „D10S“ ist hier eine Kombination aus Maradonas Namen und dem spanischen Wort für „Gott“ (Dios), während „Messias“ der göttliche Titel ist, den die Fans Messi geben.
„Wir sind nicht gegen den Messias, aber wir haben nur einen Gott.“
Übersetzt von KI.
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