Nach einer 0:2-Niederlage gegen Spanien im Halbfinale der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft schied die französische Mannschaft nicht nur im Halbfinale aus, sondern auch die spontanen Anpassungen von Trainer Didier Deschamps wurden zum Mittelpunkt der öffentlichen Meinung. Laut L'Équipe gab es innerhalb der Umkleidekabine der Mannschaft Meinungsverschiedenheiten über einige Auswechslungsentscheidungen, insbesondere die Entscheidung, Rabiot zur Halbzeit auszuwechseln, während A. Tchouaméni auf dem Feld blieb, was einige Spieler verwirrte.

In diesem Spiel war die französische Mannschaft hinsichtlich des Gesamtspieltgefühls und der Kontrolle des Mittelfelds deutlich im Nachteil. In der Schlussphase des Spiels nahm Deschamps aufeinanderfolgende positionsgetreue Auswechslungen vor und ersetzte Barcola durch Désiré Doué, Cherki durch Olise und Theo Hernández durch Digne, doch das taktische System der Mannschaft erfuhr keine signifikanten Änderungen und konnte die Situation nicht umkehren. Im Gegensatz dazu hatte Deschamps das Team im Finale der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar durch taktische Anpassungen zu einem 3:3-Unentschieden gegen Argentinien geführt und schließlich ins Elfmeterschießen gebracht. Die Unfähigkeit, sein Denken in diesem Spiel rechtzeitig zu ändern, wurde ebenfalls zu einem Schwerpunkt der externen Kritik.
Nach dem Spiel begann die französische Mannschaft schnell mit einer internen Reflexion. Kapitän Mbappé wies als Erster auf die langsame Bewegung im Mittelfeld hin und meinte, dass dem Team eine effektive Unterstützung im Angriffsaufbau fehle. Dembélé äußerte ebenfalls Unzufriedenheit über das Zögern seiner Teamkollegen beim Pressing und brachte seine Bedenken direkt in der Halbzeit zur Sprache. Trotz ständiger externer Kritik bewahrte die französische Mannschaft intern ein gewisses Maß an Zurückhaltung. In den letzten sechs Wochen wurde Deschamps' Trainerleistung allgemein anerkannt, sodass einige Spieler der Meinung sind, dass die Niederlage rational betrachtet werden muss und auch die Selbstreflexion verstärkt werden sollte.
Ein Punkt war jedoch innerhalb des Teams klarer: Einige Spieler fanden es schwierig, die Entscheidung zu verstehen, Rabiot vorzeitig auszuwechseln. Als einer der aktivsten Mittelfeldspieler in der ersten Halbzeit hatte Rabiot mit seinem hervorragenden Lauf und seinen Tacklings zu einem bestimmten Zeitpunkt die Ballkontrolle Spaniens gestört. Deschamps' Vorgehen diente hauptsächlich der Risikokontrolle – Rabiot hatte bereits eine gelbe Karte und hatte Ende der ersten Halbzeit ein relativ gefährliches Foul begangen, was die Gefahr eines Platzverweises barg. Doch selbst dann wurde diese Anpassung nicht allgemein akzeptiert.
Inzwischen wurde die Mittelfeldkonfiguration zu einem der Schwerpunkte der Diskussion. Einige Stimmen stellten die Leistung von A. Tchouaméni in hochintensiven Spielen in Frage, insbesondere da sich sein Zustand nach einer vorherigen Adduktorenverletzung noch nicht vollständig erholt hatte. Koné, der als Ersatzspieler ins Spiel kam, wurde ebenfalls zum Gesprächsthema. Obwohl er gegen Spanien eine mittelmäßige Leistung zeigte und beim zweiten Gegentor des Teams nicht mithalten konnte, hatte er innerhalb des Teams immer noch viele Unterstützer, und einige hatten ursprünglich gehofft, dass er starten würde.
Darüber hinaus wiesen Stimmen aus Spielerkreisen darauf hin, dass A. Tchouaméni, der für Real Madrid spielt, ebenfalls nicht der Kritik entgehen konnte. Als das Spiel endete, standen die Spieler der französischen Nationalmannschaft kurz vor dem Urlaub, und die Kontroverse, die diese Niederlage mit sich brachte, könnte allmählich abebben. Doch für Deschamps könnten die Personalentscheidungen und taktischen Arrangements in diesem Halbfinale noch einige Zeit lang Anlass zur Reflexion geben.
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