Laut Tuttosport können einige Geschichten, die zu Ende zu sein scheinen, aus einer anderen Perspektive neu beginnen. Stephan Lichtsteiner wird dies heute erleben, denn sein FC Basel trifft in Juventuss erstem Testspiel in diesem Sommer auf Juventus Turin.

Es ist ein Spiel im Juli, bei dem es um keine Punkte geht, aber es hat eine immense symbolische Bedeutung für jemanden, der einst das schwarz-weiße Trikot trug und in den letzten Jahren zu den glorreichen Kapiteln des Vereins beigetragen hat. Dies wird sein erstes Aufeinandertreffen mit der Mannschaft sein, die ihn als Trainer geformt hat, und dem Ort, den er sieben Spielzeiten lang sein Zuhause nannte.
Stephan Lichtsteiners Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein wird zweifellos voller Erinnerungen und Emotionen sein. Das Spiel findet im St. Jakob-Park statt, wo Basel, trainiert vom ehemaligen Schweizer Außenverteidiger, Juventus Turin in seinem ersten Testspiel fordern wird.
Lichtsteiner, der unermüdliche Arbeiter
Für Lichtsteiner ist dies ein Neuanfang in seiner Karriere. Der FC Basel hat ihm ab Ende Januar dieses Jahres die erste Mannschaft anvertraut, in Anerkennung des Charakters, der Professionalität und der Siegermentalität, die er während seiner Jugendkarriere gezeigt hat. Als Spieler verwandelte er diese Eigenschaften in eines der Markenzeichen von Juventus Turin während ihrer neun aufeinanderfolgenden Scudetti.
Der Schweizer Nationalspieler gewann 7 Titel, mehr als jeder andere ausländische Spieler in der Serie A, und diese Erfahrungen dienen ihm nun als wichtigste Referenzen auf der Trainerbank. Wenn man Lichtsteiners Karriere mit einem Wort zusammenfassen könnte, wäre es „unermüdlich“. Conte betrachtete ihn damals als eine der Schlüsselfiguren seiner Revolution.
Im Sommer 2011 kam er fast unbemerkt von Lazio und etablierte sich schnell als Stammspieler auf der rechten Abwehrseite in Contes 3-5-2-System. Seine unermüdlichen Läufe, seine Bewegung ohne Ball und seine harten Tacklings in jedem Zweikampf verkörperten perfekt den Geist des neuen Juventus Turin. Er war nicht der eleganteste Spieler, aber zweifellos der zuverlässigste. Unter Conte gewann er die ersten 3 Serie A-Titel und wurde ein fester Bestandteil einer Mannschaft, die nach Jahren der Turbulenzen ihre Identität wiedergefunden hatte.
Juventuss Säule, Basels Zukunft
Dann übernahm Allegri, und das Drehbuch änderte sich nicht. Im Gegenteil, Lichtsteiner blieb eine Säule in der Umkleidekabine und half dem Team, nationale Titel zu gewinnen und 2015 und 2017 zweimal das Champions-League-Finale zu erreichen. Gleichzeitig baute er eine besondere Verbindung zu den Fans auf, die seinen Kampfgeist besonders schätzten. In seiner schwarz-weißen Karriere absolvierte er über 250 Einsätze und sein Trophäenschrank umfasst auch 4 Coppa Italia- und 3 Supercoppa Italiana-Titel.
Diese Zahlen spiegeln nur teilweise seine Bedeutung in der Umkleidekabine wider. Denn Lichtsteiner ist die Art von Spieler, die eine Mentalität vermitteln kann, auch ohne die Kapitänsbinde zu tragen. Er forderte viel von sich selbst und seinen Teamkollegen und verkörperte perfekt den Opfergeist von Juventus Turin in dieser glorreichen Periode.
Es gab auch viele schwierige Momente, von der Nichtberücksichtigung im Champions-League-Kader in der Saison 2017/2018 bis zur unvermeidlichen Akzeptanz der Rotation in seinen letzten Jahren in Turin, aber die Einstellung des Schweizer Nationalspielers änderte sich nie. Heute wird die Vergangenheit für 90 Minuten der Gegenwart weichen. Auf der Basler Bank sitzt ein junger Trainer, der beweisen soll, dass auch er eine bedeutende Karriere als Fußballlehrer einschlagen kann. Ihm gegenüber steht das Juventus Turin, das ihn geprägt hat. Dies ist nur ein Sommer-Freundschaftsspiel, aber für Lichtsteiner hat es zweifellos den Geschmack einer Heimkehr. Nur ist er diesmal nicht mehr der Krieger auf der rechten Flanke, aber Emotionen werden sicherlich nicht fehlen.
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