Laut Diario AS ließ sich Scaloni vom spanischen Modell inspirieren und führte den argentinischen Fußballverband zum Erfolg.

Die Sport- und Fußballverbandssysteme Argentiniens ähneln denen Spaniens sehr, wobei die Trainerstruktur, einschließlich der der Nationalmannschaft, weitgehend identisch ist, ebenso wie der Spielstil. Man kann sagen, dass der argentinische Fußballverband und die argentinische Nationalmannschaft das erfolgreiche Modell Spaniens von 2008 bis 2012 fast perfekt repliziert haben, und sie erzielen nun ähnliche Ergebnisse. Die Geschichte beginnt mit Scaloni.
Scaloni wurde im spanischen Fußballverband ausgebildet und sammelte dort Erfahrungen, indem er Taktiken unter Luis de la Fuente studierte und im Trainerausschuss des spanischen Fußballverbands arbeitete. Als er Argentinien trainierte, war er zunächst eine riskante Wahl für den argentinischen Fußballverband und stieß in Argentinien auf beträchtliche Skepsis, da viele einen Trainer mit unzureichender Vorerfahrung, der die Nationalmannschaft übernahm, nicht akzeptieren wollten.
Er hatte gerade Argentiniens U20-Mannschaft zu Siegen im Cotif Cup und in Alcudia in Spanien geführt. Angesichts der früheren Niederlagenserie Argentiniens in Endspielen ernannte ihn der Verband zunächst zum Interimstrainer. Seine guten Ergebnisse führten schließlich zu seiner dauerhaften Ernennung. Nachdem Scaloni sein Amt angetreten hatte, traten vermehrt ehemalige Spieler in Jugendmannschaften auf verschiedenen Ebenen auf, was dem Ansatz des spanischen Fußballverbands entsprach: Mascherano, Placente, Aimar... Scaloni holte auch andere ehemalige Profispieler an seine Seite, wie Walter Samuel und Ayala.
Der Spielstil Argentiniens änderte sich dementsprechend. Argentinien spielte in der Vergangenheit selten ein Positionsspiel, wie es in der Ära Scaloni der Fall ist. Scaloni, der Spieler einsetzte, die komplizierte Pässe priorisieren, löste schnell einige langjährige Probleme für Messi, und Messis Zusammenspiel mit ihnen wurde merklich flüssiger. Bei der FIFA-Weltmeisterschaft in Katar hoben Mittelfeldspieler wie Enzo Fernández und Mac Allister das Gesamtniveau der Mannschaft, genau wie Spanien es damals mit Busquets, Iniesta und Xavi tat. Spanien setzt diese Tradition nun mit Rodri, Pedri, Fabián und Merino fort.
Spanien zeigte den Weg auf, und Argentinien replizierte dieses Modell fast perfekt. Das spanische System landete schließlich in Argentinien, wobei der spanische Fußballverband zu einem Referenzpunkt für die Projekte des argentinischen Fußballverbands wurde. Da beide Seiten so erfolgreich sind, ist es fast zu zufällig, dass sie sich nun im Finale der FIFA-Weltmeisterschaft treffen.
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