Die Fanproteste gegen Lotito gehen weiter, das Stadio Olimpico bleibt leer, und der allgemeine Ticketverkauf beginnt am 23. Juli.

Laut dem italienischen Medienunternehmen Slow Motion wird die Aussicht, dass Lazio Rom in der Saison 2026/27 in einem leeren Stadion spielt, immer realistischer. Was sich derzeit im Schatten des Kolosseums abspielt, ist fast ein vorherbestimmtes Scheitern: Die schlechten Dauerkartenverkaufszahlen von Lazio Rom spiegeln deutlich einen weit verbreiteten und tief verwurzelten Protest der Fans gegen die Führung von Claudio Lotito wider. Die Aufrufe der Fanorganisationen in der Curva Nord und Tribuna Tevere wurden von den Fans voll und ganz angenommen.
Obwohl der Verein beschlossen hat, die offiziellen Zahlen bis zum 22. Juli vertraulich zu behandeln und die Phase des bevorzugten Kaufs abzuwarten, bevor der allgemeine Verkauf beginnt, bestätigen journalistische Berichte von Il Tempo, dass bisher nur etwa 1.600 Dauerkarten verkauft wurden. Diese Zahl stellt eine enorme Diskrepanz zu den 29.916 des letzten Jahres und dem Rekord von über 30.000 in der Saison 2023/24 dar. Ironischerweise könnte die tatsächliche Situation aus visueller Sicht sogar noch schlimmer sein: Viele Fans, die ihre Dauerkarten in der zweiten Phase verlängerten, gaben zu, dies nur getan zu haben, um ihre Plätze zu behalten, würden diese aber an Spieltagen trotzdem leer lassen. Das derzeitige Mindestziel der Vereinsführung ist es, nicht schlechter abzuschneiden als die 6.000 verkauften Tickets im Jahr 2016 – dem Jahr von Bielsas dramatischer Kehrtwende – doch selbst diese Zahl scheint nun ein unerreichbares Ziel zu sein.
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