Der ehemalige italienische Nationaltorhüter Pagliuca sagte, Italien müsse sein Fußballsystem neu aufbauen, so schnell wie möglich einen neuen Trainer finden und mehr junge Spieler entdecken.

Der ehemalige italienische Nationalspieler und Ex-Spieler von Sampdoria, Inter Mailand und Bologna gab kürzlich ein telefonisches Interview mit ANSA, in dem er feststellte, dass das größte Problem des italienischen Fußballs derzeit der „Mangel an talentierten Spielern“ sei. Er sagte, dies sei in erster Linie ein Generationenproblem, und junge Spieler sollten, wenn sie gut genug sind, die Möglichkeit erhalten zu spielen. Er hoffe, dass die italienischen Jugendakademien in den kommenden Jahren wiederbelebt werden können, glaube aber auch, dass Italien irgendwann wieder gut bei der Weltmeisterschaft spielen werde, auch wenn die Qualifikation derzeit sehr schwierig sei. Pagliuca betonte auch, dass Maldini eine Schlüsselfigur bei der Reform sei, da er ihn für seriös und entschlossen halte, mit erfolgreicher Spieler- und Managementerfahrung, die in der Lage sei, Ergebnisse auf Nationalmannschafts- und Verbandsebene zu erzielen.
Pagliuca erklärte, dass Maldini, Leonardo und Malagò gemeinsam über den neuen Cheftrainer entscheiden werden. Er sagte, wenn es Guardiola wäre, „wen würde das nicht anziehen?“; aber er würde auch eine Rückkehr Mancinis oder die Verpflichtung eines Trainers wie Conte nicht ausschließen. Pagliuca erwähnte auch Pirlo und sagte, er kenne ihn. Er betonte, dass das Wichtigste sei, einen wirklich fähigen Cheftrainer zu finden, und alle genannten Kandidaten seien geeignet. Wer jedoch die italienische Mannschaft trainiert, muss sich dem Problem des Talentmangels stellen.
Pagliuca ist der Meinung, dass Italien mehr junge Spieler einsetzen sollte, ihnen mehr Vertrauen und Raum für Fehler geben sollte, anstatt immer billigere ausländische Spieler zu bevorzugen.
In Bezug auf die Vereinsebene glaubt Pagliuca, dass aufgrund des kürzlichen Abschlusses der Weltmeisterschaft die Kader vieler Mannschaften unvollständig sind und der Transfermarkt noch nicht wirklich begonnen hat. Er sagte, dass viele Mannschaften sich im Vergleich zur letzten Saison nicht viel verändert hätten, daher favorisiert er immer noch Inter Mailand für den Gewinn der Meisterschaft, dicht gefolgt von SSC Neapel.
Was Juventus Turin betrifft, so glaubt er, dass die Mannschaft, wenn Spalletti von Saisonbeginn an Trainer gewesen wäre und zwei oder drei weitere Spieler verpflichtet worden wären, ebenfalls eine Chance gehabt hätte, gut abzuschneiden. Pagliuca schloss mit der Bemerkung, dass er jedes Weltmeisterschaftsspiel verfolgt habe und Spaniens Sieg als „wohlverdient“ bezeichnete, in der Hoffnung, dass die italienische Mannschaft ab der nächsten Weltmeisterschaft wieder zu einem Protagonisten werden kann.
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