Laut dem argentinischen Medienunternehmen Clarín wurde der Computer des Urologen von Messis Vater vor dem WM-Finale Argentiniens gegen Spanien gestohlen, und er könnte Patientendaten enthalten.

Berichten zufolge stahlen unbekannte Personen den Computer und andere Geräte von Dr. Norberto Bernardo. Der Arzt ist der Urologe von Messis Vater. Der Diebstahl ereignete sich in seiner Klinik in der autonomen Stadt Buenos Aires. Der Vorfall fand am 17. dieses Monats statt, vor dem WM-Finale am vergangenen Sonntag.
Bernardo ist einer der renommiertesten Urologen in Argentinien und Lateinamerika und eine internationale Autorität in moderner Urologie, robotischer Chirurgie und minimalinvasiven Techniken.
Laut Clarín, unter Berufung auf Quellen aus der Justiz, könnte der gestohlene Computer Patientendaten enthalten, und es ist derzeit unklar, ob auch Informationen zu Messis Vater auf diesen Geräten gespeichert waren. Die Justizabteilung Comodoro Py kann derzeit nicht feststellen, ob dieser Vorfall ein Versuch war, persönliche Daten zu stehlen, oder lediglich zum Zweck des Diebstahls von Computern und anderer Ausrüstung.
Da der Fall derzeit unter richterlicher Geheimhaltung steht, ordnete das Bundesgericht Comodoro Py letzte Woche an, dass die Bundespolizei die Wohnungen der Verdächtigen nach dem gestohlenen Computer und anderer Ausrüstung durchsuchen sollte, konnte die relevanten Gegenstände jedoch letztendlich nicht finden.
Derzeit werden Ende dieses Monats, nach den Gerichtsferien, zwei Angeklagte vernommen.
Bernardo ist einer der Pioniere in der Anwendung modernster Medizintechnik. Er war der Erste in Argentinien, der eine Laser-Prostataenukleation und robotische Chirurgie durchführte, und leistete damit bedeutende Beiträge zur Verbesserung der urologischen medizinischen Standards des Landes.
Clarín hatte Dr. Bernardos Sekretärin zur Überprüfung kontaktiert, aber der Arzt ist derzeit auf Geschäftsreise und hat bis Redaktionsschluss noch nicht geantwortet.
Messi kehrte am Mittwoch mit seiner Familie aus den Vereinigten Staaten nach Argentinien zurück und reiste dann nach Rosario, um seinen Vater zu besuchen.
Zuvor hatte die Familie Messi am 18. Juni eine Erklärung abgegeben, in der sie den aktuellen Gesundheitszustand des 68-jährigen Jorge Messi detailliert beschrieb.
Der argentinische Nationalmannschaftskapitän hatte zuvor nach einem Hattrick gegen Algerien offenbart, dass seine Aufregung nach dem ersten Tor "nichts mit Fußball zu tun hatte".
Die anschließend veröffentlichte Erklärung bestätigte, dass das, was Messi emotional wirklich bewegte, die Gesundheit seines Vaters war. Jorge ist nicht nur der Vater, der Messis Wachstum begleitete und ihn im Alter von 13 Jahren zur Wachstumshormonbehandlung nach Barcelona brachte, sondern auch Messis Agent während seiner gesamten Karriere und verantwortlich für die Verwaltung der nach ihm benannten globalen Marke.
In der Erklärung hieß es: "Die Familie Messi möchte mitteilen, dass Jorge derzeit gesundheitliche Probleme hat. Er steht derzeit unter kontinuierlicher Beobachtung eines Ärzteteams und erhält Behandlung für seinen bestehenden Zustand, mit guter Genesung. Bezüglich der verschiedenen Behauptungen, Gerüchte und Spekulationen, die in den letzten Stunden kursierten, ist die Familie zutiefst unzufrieden mit der unsensiblen, respektlosen und prinzipienlosen Art und Weise, wie einige Personen mit dieser rein privaten und familiären Angelegenheit umgegangen sind."
Die Veröffentlichung dieser Erklärung resultierte aus einer Reihe früherer Gerüchte, Fake News und Spekulationen in den sozialen Medien, einschließlich der sogenannten "Bestätigung" von Florencia Peña in einer Live-Sendung, die letztendlich Kontroversen auf dem Streaming-Kanal LUZU verursachte und die Familie Messi zu einer seltenen öffentlichen Stellungnahme zwang.
Die Erklärung enthüllte nicht die spezifische Krankheit, an der Jorge litt, aber laut Clarín hatte sein Zustand zu einem Krankenhausaufenthalt über ein Wochenende geführt, wobei er zunächst in einem Krankenhaus in Rosario behandelt und dann nach Buenos Aires verlegt wurde. Während dieser Zeit waren seine Frau, Messis Mutter Celia Cuccittini, und einer von Messis Brüdern, Rodrigo, an seiner Seite.
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