Laut Bild erklärte DFB-Sportdirektor Rudi Völler in Mainz, dass der größte Verbesserungsbereich der deutschen Mannschaft die Abwehr sei.

Auf dem internationalen Trainer-Kongress des BDFL (Bund Deutscher Fußball-Lehrer) in Mainz bezog Völler klar Stellung und kritisierte dabei auch den WM-Zweiten Argentinien. Der Weltmeister von 1990 versteht nicht, warum viele Argentinien als Defensiv-Vorbild sehen. „Ich habe gesagt, dass wir als deutsche Mannschaft besser verteidigen müssen. Viele nehmen sich Argentinien zum Beispiel. Ich finde, das ist ein ganz schlechtes Beispiel. Argentinien ist auf einmal für alles der Maßstab; diese Diskussion finde ich ein bisschen scheinheilig“, so Völler.
Deutlicher wurde er dann: „Ich möchte keine Mannschaft, die so spielt wie Argentinien. Das ist überhaupt kein Fußball.“ Diese Worte ernteten Applaus von den Zuhörern, zu denen viele namhafte Trainer und andere Fußballgrößen aus ganz Deutschland gehörten. Völler betonte zudem, dass er die Erfolge Argentiniens anerkenne, aber das hohe Lob für deren harte, teilweise nicht ganz saubere Spielweise nicht verstehe: „Ja, sie sind Weltmeister, und diesmal waren sie wieder WM-Zweiter. Aber das Lob, das viele ihnen zukommen lassen, das verstehe ich wirklich nicht.“
Nach Völlers Meinung sollte die deutsche Mannschaft von anderen Teams lernen, insbesondere von Spanien und England. Er glaubt, diese beiden Teams hätten bei der WM gezeigt, wie man gut verteidigt und gleichzeitig den eigenen Spielstil beibehält: „Spanien verdient die Anerkennung, und die Abwehr von England ist auch hervorragend.“
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