Kürzlich förderte FIFA-Präsident Gianni Infantino die Gründung einer Tochtergesellschaft, der "FIFA Forward Enterprise", mit der Absicht, private Investoren einzubeziehen und kommerzielle Anteile an Vorzeigeveranstaltungen wie der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft zu verkaufen. Diese einseitige Aktion stieß bei Fußballkonföderationen und Mitgliedsverbänden weltweit auf starke Reaktionen und große Aufmerksamkeit. Bislang haben die europäischen, asiatischen und CONCACAF-Konföderationen alle ihren Widerstand bekundet. Die afrikanischen und ozeanischen Konföderationen werden den Vorschlag prüfen. CONMEBOL hat sich noch nicht öffentlich geäußert.

UEFA: Harte Gegenmaßnahme, kompletter Boykott der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft
Die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände haben einstimmig beschlossen, dass, solange der Vorschlag der FIFA zum Verkauf von Anteilen an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft weiterverfolgt wird, alle Nationalmannschaften unter der UEFA entschieden an keinen FIFA-Wettbewerben teilnehmen werden. Die UEFA betonte, dass die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft ein gemeinsames Erbe des Fußballs ist und "niemals zu einem Investitionsgut für private Investoren werden darf."
AFC: Äußert Enttäuschung, kritisiert FIFA-Alleingang
Der AFC-Funktionär und Präsident Salman erklärten ausdrücklich, dass die AFC im Vorfeld keine Mitteilung oder Konsultation bezüglich dieses Vorschlags erhalten habe, und äußerten große Enttäuschung darüber, dass die entsprechenden kommerziellen Pläne vorzeitig an die Öffentlichkeit gelangt seien, was sie als einseitige Handlung der FIFA betrachteten, die die legitimen Interessen der kontinentalen Konföderationen und Mitgliedsverbände ernsthaft missachte.
CONCACAF: 41 Mitglieder einstimmig dagegen
Die CONCACAF gab zusammen mit ihren 41 Mitgliedsverbänden eine Erklärung heraus, in der sie den Plan der „FIFA Forward Enterprise“ klar ablehnte. Die CONCACAF erklärte, dass sie erst durch Medienberichte von dieser Angelegenheit erfahren habe und äußerte tiefe Besorgnis über das Fehlen eines ordnungsgemäßen Verfahrens und die Missachtung guter Governance-Strukturen durch die FIFA.
【Offiziell: CONCACAF und 41 Mitglieder lehnen „FIFA Forward Enterprise“ ab】
CAF: Exekutivkomitee bewertet Vorschlag
Angesichts der zunehmend heftigen Kontroverse ist die offizielle Haltung der CAF relativ vorsichtig. Sie kündigte an, dass das CAF-Exekutivkomitee speziell eine Sitzung einberufen wird, um eine eingehende interne Bewertung des FIFA-Vorschlags vorzunehmen.
【CAF: CAF-Exekutivkomitee bewertet FIFA-Vorschlag】
OFC: Wird auf der August-Sitzung des Exekutivkomitees überprüft
Die OFC erklärte ebenfalls ihr weiteres Vorgehen und bestätigte, dass der Kommerzialisierungsvorschlag der FIFA auf ihrer für August geplanten Sitzung des Exekutivkomitees spezifisch überprüft werden wird.
【Offiziell: OFC nimmt FIFA-Initiative zur Kenntnis, wird Vorschlag im August prüfen】
CONMEBOL: Hat sich noch nicht öffentlich geäußert
Bisher hat die CONMEBOL keine offizielle öffentliche Erklärung abgegeben oder auf Medienanfragen bezüglich des FIFA-Vorschlags reagiert.
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