Laut TuttoMercatoWeb hat Zolas neue Rolle bei Club Italia unter dem italienischen Fußballverband die „Zola-Reform" wieder in den Fokus gerückt. Das Ziel ist, die Serie C und Serie D in einen Talentpool für die italienische Nationalmannschaft umzuwandeln, um zukünftige Stars zu entdecken.

Neue Rolle in der Nationalmannschaft
Die offizielle Mitteilung des italienischen Fußballverbands bestätigte Zolas Eintritt bei Club Italia als Koordinator für Jugendprojekte. Er wird für die Systementwicklung aller Ebenen der italienischen Nationalmannschaften zuständig sein und mit dem technischen Koordinator Maurizio Viscidi zusammenarbeiten. Er wird auch weiterhin als Vizepräsident der Serie C-Liga unter der Leitung von Matteo Marani fungieren. Der Präsident des italienischen Fußballverbands, Gabriele Gravina, erklärte: „Wir hoffen, gemeinsam mit Ranieri, Mancini und Zola neue Perspektiven für den italienischen Fußball zu schaffen." Das Ziel dieser Reform ist seit ihrer Einführung unverändert geblieben. Jüngste offizielle Erklärungen der Serie C haben die Notwendigkeit bekräftigt, den Wert der Liga zu steigern und die Serie D zur wichtigen Quelle für die Nationalmannschaft zu machen, um junge Spieler zu entdecken und hochkarätige Neulinge für die Zukunft des italienischen Fußballs zu identifizieren. Zola wird dieses Ziel nun innerhalb des Verbandes weiter vorantreiben.
Zwei Säulen: Wie die Reform strukturiert ist
Die erste konkrete Maßnahme der Reform ist das Spielzeit-Bonussystem, dessen relevante Regeln am 18. März 2024 bekannt gegeben wurden. Es konzentriert sich auf zwei Hauptbereiche: die Erhöhung der finanziellen Anreize für den Einsatz von Jugendspielern und die Verbesserung der Infrastruktur sowie der Trainerausbildung. Die neuesten Richtlinien unterteilen diesen Plan in zwei Phasen: Die erste Phase begann 2024 und konzentriert sich darauf, Vereine zu ermutigen, mehr in die Jugendentwicklung zu investieren, indem der Einsatz eigener Jugendspieler belohnt wird. Die zweite Phase beginnt ab der Saison 2024/25 und konzentriert sich auf die Infrastruktur sowie die Trainer und Pädagogen, die für die Spielerentwicklung verantwortlich sind.
Spielzeitschwellen
Die Regeln schreiben vor, dass die Vereine mindestens sechs eigene Jugendspieler in ihren Kader aufnehmen müssen – eine Zahl, die bis zur Saison 2028/29 auf acht ansteigen wird. Was die finanziellen Anreize betrifft, sah der ursprüngliche Vorschlag einen Bonus von 200 % für die ersten 60 Spielminuten von Jugendspielern vor, wobei die Belohnungen für weitere Spielzeit auf 400 % ansteigen. Die Schwellenwerte werden ebenfalls schrittweise erhöht: auf 120 Minuten in der Saison 2027/28 und 180 Minuten in der Saison 2028/29. Es ist noch nicht bestätigt, welche Stufe dieses progressiven Plans in der aktuellen Saison gilt.
Steigende Anforderungen an Jugendspieler Saison für Saison
Jeder Verein muss eine bestimmte Anzahl eigener Jugendspieler in seinen Kader aufnehmen: sechs in dieser Saison, sieben ab der Saison 2027/28 und acht ab der Saison 2028/29. Diese Spieler müssen nach dem 1. Januar 2004 geboren sein und mindestens zwei Saisons im Team gewesen sein. Eine wichtige operative Änderung ist, dass diese Spieler nicht im offiziellen 23-Mann-Kader gezählt werden, was den Vereinen mehr Flexibilität gibt, ihren Kader mit anderen Spielern zu vervollständigen.
Weitere neue Vorschriften: Finanzierung 2025 und Ausleihgrenzen
Zusätzlich zu den bestehenden Maßnahmen hat der Fußballverband neue Vorschriften eingeführt. Im Jahr 2025 wird der italienische Fußballverband den Serie-C-Vereinen 4 Millionen Euro zuweisen, wobei die Verteilungskriterien auf den Investitionen jedes Vereins in Infrastruktur, Logistik, Personalstärke, Anzahl der Jugendmannschaften und Jugendtrainer basieren. Es gibt auch neue Beschränkungen auf dem Transfermarkt: Vereine dürfen maximal acht Spieler aus der Serie A, Serie B oder ausländischen Ligen ausleihen. Das offizielle Ziel ist es, die technischen Reserven des Jugendakademie-Systems zu verbessern und zu vermeiden, dass zu viele Spieler auf dem Feld stehen, die nicht Eigentum des Vereins sind.
Daten zur Unterstützung der Reform
Der Bericht, der bei der Einführung der Reform vorgelegt wurde, nutzte Daten, um die Notwendigkeit eines Eingreifens zu verdeutlichen. In der Saison 2023/24 entfielen nur 36 % der Spielzeit in der Serie A auf italienische Spieler – weit unter der Ära Lippi mit 71 % und der Weltmeisterschaft 1982 mit 95 %. Im Vergleich zu anderen europäischen Top-Fünf-Ligen lag der Anteil der Spielzeit für einheimische Spieler in der Serie A in der Saison 2023/24 bei nur 36 %, niedriger als La Liga mit 59 %, die Bundesliga mit 47 % und die Ligue 1 mit 41 %. In der Serie C wurden Spieler unter 21 Jahren 3,7-mal häufiger eingesetzt als in höheren Ligen: Die gesamte Spielzeit erreichte 229.649 Minuten, was 10,4 % der Gesamtdauer entspricht, während die Serie A und die Serie B nur 23.243 Minuten bzw. 21.099 Minuten aufwiesen, wobei beide Anteile bei 2,8 % blieben.
Mehr als zwei Jahre nach ihrer Einführung wird die Zola-Reform weiterhin verfeinert. Nachdem ihr Initiator nun auch dem System des Fußballverbands beigetreten ist, könnte die Verbindung zwischen der Arbeit der Serie C und der Entwicklung der nationalen Jugendmannschaften auf allen Ebenen direkter und effizienter werden.
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