Klopp, der Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft, sprach kürzlich mit "Sports Illustrated" über seinen Coaching-Stil, Emotionen am Spielfeldrand und den Einfluss, den Fußball auf die Gesellschaft haben kann. Er erklärte, dass er nicht oft seine Stimme gegenüber der Mannschaft erhebt, aber wenn er das Gefühl hat, dass jemand nur Dienst nach Vorschrift macht, wird er seinen Tonfall ändern.

Klopp sagte: „Wenn ich vor der Mannschaft stehe, werde ich manchmal lauter. Das passiert zwar nicht besonders oft, aber wenn ich das Gefühl habe, dass jemand die Dinge schleifen lässt, werde ich meinen Tonfall ändern."
Über seinen emotionalen Coaching-Stil sagte Klopp: „Bis heute fällt es mir schwer, dieses Gefühl der Ungerechtigkeit zu akzeptieren. Sprüche wie ‚Das passiert anderen auch' oder ‚Es gleicht sich irgendwann aus' nützen mir nichts.
Ich bin ein emotionaler Mensch. Wenn mir etwas wichtig ist, gebe ich alles dafür, und diese Emotionen werden sich zeigen. Mein Gesichtsausdruck sieht nicht besonders angenehm aus; ich habe da offensichtlich wenig Kontrolle drüber."
Als neuer Bundestrainer trägt der ehemalige Liverpool-Coach auch die Erwartungen des deutschen Fußballs. Klopp erwähnte, dass Fußball während seiner früheren Trainerstationen in Mainz, Dortmund und Liverpool einen positiven Einfluss auf die Situation in diesen Städten hatte. Nun hoffen viele auch, dass er ähnliche Veränderungen für ganz Deutschland bewirken kann. Klopp ist sich jedoch auch bewusst, dass die Rolle des Fußballs Grenzen hat.
Er sagte: „Fußball kann die gesellschaftliche Atmosphäre beeinflussen, und wir sollten uns der Verantwortung bewusst sein, die wir tragen. Das ist die Rolle, die Fußball spielt, und darüber hinaus hat er keine gesellschaftliche Funktion. Es ist nicht so, dass nach einem Meisterschaftsgewinn das BIP steigt oder die Leute mehr Autos kaufen."
Seit der Weltmeisterschaft 2014 hat die deutsche Mannschaft kein Finale eines großen Turniers mehr erreicht. Nun ist es Klopps Aufgabe, die deutsche Nationalmannschaft wieder auf diese Bühne zu führen. Klopp hat bereits viele Finals erlebt, doch vor dem Gewinn seiner wichtigsten internationalen Trophäe war der sonst so optimistische Trainer nicht so zuversichtlich. Im Champions-League-Finale 2019 besiegte Liverpool Tottenham Hotspur mit 2:0, und vor diesem Spiel hatte Klopp bereits zwei Champions-League-Finals verloren.
Klopp erinnerte sich: „Vor dem dritten Finale, dem, das wir später gewonnen haben, hatte ich einige Bedenken bezüglich der Situation. An einem solchen Finaltag hat man nachmittags drei oder vier Stunden allein im Zimmer Zeit, nur mit den eigenen Gedanken. An diesem Tag habe ich zwei Stunden lang fest geschlafen. Nach dem Aufwachen dachte ich: ‚Meine Güte, wo war ich gerade?'"
Doch als der Anpfiff näher rückte, gewann Klopp allmählich seinen Optimismus zurück. Klopp sagte, dass er negativen Situationen im Allgemeinen erst begegnet, nachdem sie tatsächlich eingetreten sind. Er betonte aber auch: „Aber ich bin nicht der Typ Mensch, der einfach sagt: ‚Es wird schon gut gehen.' Wenn es Dinge gibt, die man beeinflussen kann, dann muss man sie beeinflussen und sich Gründe geben, daran zu glauben, dass die Dinge gut ausgehen können."
Für den neuen Bundestrainer ist es offensichtlich unmöglich, alle Probleme des deutschen Fußballs sofort zu lösen, und dies erfordert auch Geduld. Dazu sagte Klopp: „Heutzutage gibt man niemandem mehr Zeit – außer sich selbst. Jeder verlangt, dass andere ihnen Zeit zum Wachsen geben, aber im Umgang mit anderen erwartet man, dass sich alles sofort ändert. Der deutsche Fußball ist ein gutes Beispiel dafür."
Übersetzt von KI.
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