Nach Angaben der Daily Mail hat Manchester United Foster + Partners offiziell mit dem Entwurf des neuen Stadionprojekts beauftragt, was einen bedeutenden Schritt vorwärts in den Plänen des Vereins darstellt.

Manchester United plant, rund 2 Milliarden Pfund zu investieren, um ein neues Stadion mit 100.000 Plätzen zu bauen, das zum "Wembley des Nordens" werden soll. Foster + Partners war bereits in der Planungsphase des Projekts beteiligt, und der Gründer Lord Norman Foster ist auch ein enger Freund des Miteigentümers von Manchester United, Sir Jim Ratcliffe.
Nach einem kürzlichen Treffen zur Aktualisierung des Fan-Forums bestätigte Manchester United, dass Foster + Partners mit den Entwurfsarbeiten beauftragt wurde. Das Projekt tritt nun offiziell in die Umsetzungsphase ein, in der das Designteam den Entwurf des neuen Stadions vorantreiben wird.
Zuvor wurde Manchester United kritisiert, weil es keine öffentliche Ausschreibung für das Stadionprojekt durchgeführt hatte. Auch die zuvor veröffentlichten Konzeptentwürfe von Foster + Partners für das neue Stadion lösten Kontroversen aus.
Ratcliffe erläuterte zuvor die Entscheidung von Manchester United, ein neues Stadion zu bauen, anstatt das Old Trafford zu renovieren. Er betonte, dass das Old Trafford zwar eine tiefe historische Bedeutung habe, die Tribünen des bestehenden Stadions jedoch zu verschiedenen Zeiten errichtet wurden, was zu einem fragmentierten Gesamtlayout führte. Hinzu kommen langjährige Probleme wie undichte Dächer und veraltete Infrastruktur sowie die Nähe zur Eisenbahn, die den Platz für den Zuschauerandrang begrenzt.
Ratcliffe ist der Ansicht, dass die Gesamtkosten einer Renovierung des Old Trafford etwa 70 Prozent der Kosten eines Neubaus erreichen würden. Selbst nach einer Renovierung könnte das Stadion noch immer zahlreiche strukturelle Probleme aufweisen. Daher beschloss der Verein, statt in eine aufwendige Renovierung zu investieren, ein völlig neues, modernes Stadion zu errichten.
Der Vision von Manchester United zufolge wird das neue Stadion nicht nur eine größere Kapazität und optimierten Verkehrsfluss haben, sondern auch von Einrichtungen wie einem Museum, Shops und Fanzonen begleitet werden, um das Spieltagserlebnis zu verbessern.
Ratcliffe betonte, dass das neue Stadion nicht bedeutet, dass Manchester United seine Traditionen und Geschichte aufgeben wird; die Kultur und Identität des Vereins werden fortbestehen.
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