Laut L'Équipe wird der neue Bundestrainer Jürgen Klopp an diesem Donnerstag seinen ersten Kader bekannt geben. Dabei wird erwartet, dass der 20-jährige Stürmer von AS Monaco, Paris Brunner, seine erste Nominierung erhält. Er hat in dieser Saison bereits 5 Tore für AS Monaco erzielt.

Möglicherweise hatte Brunner selbst zu Beginn dieses Sommers nicht erwartet, der deutschen A-Nationalmannschaft so nahe zu sein. Nachdem er am 30. August zwei Tore gegen Marseille erzielte und AS Monaco zu einem 2:0-Sieg verhalf, sagte er lediglich: „Ich denke tatsächlich an die Nationalmannschaft." Dann fügte er hinzu: „Aber darauf konzentriere ich mich im Moment nicht."
Dank seiner hervorragenden Leistungen für AS Monaco in dieser Saison hat sich Brunner zu einem der jungen Spieler entwickelt, die in letzter Zeit im deutschen Fußball Aufmerksamkeit erregen, und ist auch ein potenzieller Kandidat für Klopps ersten Kader.
Zuvor, wenn deutsche Medien über Brunner sprachen, erwähnten sie immer noch den Eindruck des „Problemkindes", den er während seiner Zeit bei Borussia Dortmund hinterlassen hatte. Doch jetzt wird ernsthaft über seine mögliche Aufnahme in die deutsche A-Nationalmannschaft diskutiert.
Aus sportlicher Sicht hat die deutsche Mannschaft derzeit einen Mangel an Spielern auf der Mittelstürmerposition, und Brunners Leistung hat ihm eine Chance gegeben, sich zu beweisen. Gleichzeitig beinhaltet diese mögliche Berufung auch Überlegungen des Deutschen Fußball-Bundes im Hinblick auf den Talentwettbewerb.
Brunner hat sich bereits in den deutschen Junioren-Nationalmannschaften bewiesen und sowohl die U17-Europameisterschaft als auch die U17-Weltmeisterschaft mit der deutschen U17-Mannschaft gewonnen. Da seine Mutter aus der Demokratischen Republik Kongo stammt und sein Vater Deutscher ist, besitzt er die doppelte Staatsbürgerschaft (Deutschland und Demokratische Republik Kongo), sodass die Demokratische Republik Kongo in Zukunft ebenfalls versuchen könnte, ihn für ihre Nationalmannschaft zu gewinnen.
Ein weiterer Faktor für Brunners Chancen ist, dass Klopps erster Kader eine andere Herangehensweise als üblich haben könnte. Laut deutschen Medienberichten könnte Klopp einen erweiterten Kader von rund 40 Spielern bekannt geben, wobei 23 Spieler an den ersten beiden Spielen gegen die Niederlande und Griechenland teilnehmen würden und anschließend eine deutliche Rotation für die Spiele gegen Serbien und Ungarn stattfinden würde.
Sollte dieser Plan letztendlich umgesetzt werden, erhöhen sich Brunners Chancen auf eine Berufung weiter.
Allerdings sorgte seine umstrittene Torjubelgeste nach dem Ausgleichstreffer von AS Monaco beim jüngsten 1:1-Unentschieden gegen Straßburg für Diskussionen. L'Équipe ist der Ansicht, dass abzuwarten bleibt, ob dieser Vorfall einige seiner früheren negativen Eindrücke wieder in Erinnerung ruft und letztendlich Klopps Entscheidung beeinflusst.
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