Sky Sports Analyse: Die Transferaktivitäten von Manchester United in diesem Sommer haben den Kader ausgedünnt und zu einer übermäßigen Abhängigkeit von derselben Spielergruppe geführt, was es dem Team erschwert, mit der Belastung von drei Spielen pro Woche fertig zu werden.

"Das wird Manchester United unter Druck setzen. Sie spielen nächste Woche gegen Manchester City, und der europäische Wettbewerb beginnt unter der Woche."
Carricks Worte nach dem 2:2-Unentschieden von Manchester United gegen Everton erwiesen sich als hellsichtig. Obwohl wir erst im September sind, behielt er Recht. Der Druck lastet bereits auf Carrick, und diese Woche fühlt sich plötzlich wie ein Wendepunkt in der Saison an.
Als der Spielplan der Premier League für diese Saison veröffentlicht wurde, war Manchester United statistisch die Mannschaft mit den einfachsten ersten sechs Spielen. Zur Halbzeit haben sie mehr Punkte verloren als gewonnen.
Der bevorstehende Spielplan wird nur noch anspruchsvoller. Wie Neville sagte, bestreitet Manchester United am Donnerstagabend sein erstes Champions-League-Spiel gegen den aserbaidschanischen Meister Qarabag, und drei Tage später findet das erste Manchester-Derby der Saison statt.
Angesichts dieser beiden Gegner wird Carrick am Donnerstag sehr wahrscheinlich rotieren. Dies ist auch die erste Gelegenheit für die Fans, die Kadertiefe wirklich zu sehen – nicht nur die Fähigkeiten der Startelf. Aber ist die Bank tief genug?
Der allgemeine Konsens ist, dass Manchester Uniteds Transferaktivitäten in diesem Sommer den Kader ausgedünnt und zu einer Überabhängigkeit von derselben Spielergruppe geführt haben, was es dem Team erschwert, mit der Belastung von drei Spielen pro Woche fertig zu werden.
Laut Transfermarkt verfügt Manchester United tatsächlich über den zweitgrößten Kader der Premier League. Das Problem liegt jedoch in der unausgewogenen Kaderstruktur.
Bei den offensiven Reserven rangieren sie an erster Stelle, aber ihre Mittelfeldtiefe ist nur achtplatziert, und die Defensivtiefe zehntplatziert. Bei spezifischen Positionen wird es noch deutlicher: Die Tiefe im rechten Außenverteidiger ist neuntplatziert, während die Tiefe im linken Außenverteidiger achtzehnplatziert ist. Der linke Außenverteidiger war schon immer ein Diskussionsthema, da Luke Shaws Verletzungsgeschichte diese Position mit langfristigen Bedenken belastet hat.
Für dieses Problem haben sie nur sich selbst die Schuld zu geben. Seit 2022 haben nur Everton und Liverpool weniger in ihre Abwehr investiert als Manchester United.

Das Ungleichgewicht im Kader ist ein großes Problem, und dazu kommt eine deutliche Lücke zwischen der Startelf und den Wechselspielern.
Obwohl es anscheinend finanzielle Zwänge innerhalb des Vereins gibt, lässt sich nicht leugnen, dass Manchester United seit 2022 die höchsten Nettoausgaben aller Premier-League-Teams hat. Doch dieses Geld hat sich noch nicht in einen Kader mit echtem Konkurrenzdruck auf den Positionen umgewandelt.

Im Spiel gegen Everton wechselte Carrick zum ersten Mal in der 70. Minute. Der folgende Datenvergleich zeigt deutliche Veränderungen ab diesem Zeitpunkt und wie die Statistik ausgesehen hätte, wenn Manchester United die gleiche Leistung wie in den ersten 70 Minuten beibehalten hätte.
Vereinfacht gesagt, änderte sich der Spielbereich von Manchester United nach den Wechseln. Die Mannschaft war mehr in der gegnerischen Hälfte präsent, aber dies führte nicht zu effizienteren Angriffen – die Passqualität im Angriffsdrittel nahm ab, und die Anzahl der herausgespielten Chancen sank ebenfalls.
Auch ihre Zweikampfquote war geringer, was wiederum Druck auf die eigene Verteidigung ausübte und dem Gegner mehr Möglichkeiten bot. Natürlich lag Everton zu diesem Zeitpunkt zurück, und die Spielsituation war grundsätzlich anders als in den ersten 70 Minuten, daher konnten die letzten 20 Minuten nicht identisch mit den ersten 70 sein.
Dies zeigt aber auch, dass die von Carrick eingesetzten Ersatzspieler keine ausreichende Leistung erbrachten. Sesko ist eindeutig eine Ausnahme, aber ein einzelner spielentscheidender Einwechselspieler bedeutet nicht, dass der Kader ausreichend tief ist.
Dieser Trend zeigte sich nicht nur gegen Everton, sondern auch gegen Hull City.
Man könnte diese Zahlen ansehen und denken: „Manchester United spielte nach den Wechseln tatsächlich besser." Aber in der Aufstellung gegen Hull City wurden vier Spieler für die nächsten beiden Spiele geschont. Carrick musste zu Beginn der Saison mehr rotieren, da die Spieler noch ihre Fitness aufbauten. Die Wechsel in diesem Spiel brachten das Team näher an die Aufstellung heran, die sie gegen Ipswich und Everton verwenden würden.
Das ist das Problem. Selbst wenn Carrick weniger als die Hälfte der Mannschaft wechselt, sinkt die Leistung des Teams. Die betroffenen Spieler müssen ihre Leistung steigern, sonst setzt Carrick diese Woche – und möglicherweise die ganze Saison – einem Risiko aus.
Yoro, Dorgu, Santos oder Zirkzee haben am Donnerstagabend eine ausgezeichnete Gelegenheit, ihren Wert im Kader zu beweisen.
Natürlich wollen sie alle im Derby spielen, aber das erste Europapokalspiel muss gut beginnen. Falls sie ausgewählt werden, wird der Druck auf sie genauso groß sein wie auf die Kernspieler, die wahrscheinlich gegen Manchester City starten werden.
Neville sagte, dass Carrick das Vertrauen der Fans gewinnen muss. Dasselbe gilt für die oben genannten Spieler. Ein Sieg im ersten Champions-League-Spiel würde viele Menschen vorübergehend beruhigen; wenn sie jedoch nicht leisten, wird die Angst um Old Trafford nur weiter wachsen.
Übersetzt von KI.
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