Der ehemalige deutsche Nationalspieler Podolski gab dem "Kölner Stadt-Anzeiger" ein Interview zur WM-Reise Deutschlands.

Wie groß schätzen Sie die Chancen Deutschlands auf den Titel ein?
Deutschlands Ziel ist es immer, Weltmeister zu werden – egal unter welchen Umständen. Wir haben die Fähigkeiten und die notwendigen Voraussetzungen. Ob wir der Top-Favorit sind oder nicht, ist nicht entscheidend. Man muss nicht unbedingt der Favorit sein, um die Meisterschaft zu gewinnen.
Was sind Deutschlands Stärken, und wo sehen Sie Schwächen?
Ich bin mittlerweile zu weit weg vom Spielfeld entfernt, um die Details beurteilen zu können. Aber das Talent im Kader ist vorhanden – individuelle Fähigkeiten von Starspielern und Spielern auf Champions-League-Niveau. Die Frage ist immer, ob sie als Team auf dem Platz agieren können.
Manuel Neuer kehrt mit 40 Jahren in die deutsche Nationalmannschaft zurück. Sind Sie überrascht?
Ein wenig, weil er ja eigentlich schon vorher ausgeschieden war. Aber Manuel hat eindeutig neue Energie gefunden, als wäre er fünf Jahre jünger, und hat bei Bayern München hervorragende Leistungen gezeigt. Rein sportlich gesehen kann er der Mannschaft definitiv helfen – obwohl dies für die Torhüter, die geduldig auf ihre Chance gewartet haben, etwas grausam sein könnte. Aber das Leben hält immer Überraschungen bereit.
Ist er mit 40 noch einer der besten Torhüter der Welt?
Einer der besten, ohne Zweifel. Für Torhüter ist das Alter zweitrangig. Allein seine Präsenz in der Umkleidekabine und im Trainingslager – diese Erfahrung, Gelassenheit und Ausstrahlung – ihr Wert lässt sich nicht durch Zahlen auf dem Papier messen.
Deutschland spielt am Sonntag gegen Curaçao. Wie lautet Ihre Prognose?
Das muss gewonnen werden, egal wie. Ich tippe auf ein 3:0.
Wie wichtig ist aus eigener Erfahrung das Eröffnungsspiel?
Extrem wichtig – das habe ich selbst oft erlebt. Besonders für junge Spieler, die bei ihrer ersten Weltmeisterschaft spielen – sie sind nervös, tragen immensen Druck und die Erwartungen von sich selbst, den Fans und dem ganzen Land. Ein Sieg kann diesen Druck sofort lösen. Man merkt: Ich kann es, wir können es. Das gibt Energie und Selbstvertrauen für das gesamte Turnier.
Umgekehrt, wenn man das erste Spiel verliert, wird dieser Schatten einen verfolgen – im Kopf und in den Beinen. Es geht also nicht nur ums Gewinnen, sondern auch darum, eine überzeugende Leistung zu zeigen. Das erste Spiel gibt den Ton für alle nachfolgenden Spiele an.
Übersetzt von KI.
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