Ibrahim Musa Gusau, Präsident des nigerianischen Fußballverbandes (NFF), gab am Donnerstagabend seinen Rücktritt bekannt, wie L'Équipe berichtete. Der NFF sieht sich derzeit Korruptions- und Missmanagementvorwürfen ausgesetzt, während die schlechten Leistungen der Nationalmannschaften in den letzten Jahren enormen Druck auf die Verbandsspitze ausgeübt haben.

Der 62-jährige Gusau erklärte auf einer Pressekonferenz im NFF-Hauptquartier in Abuja: „Ich habe beschlossen, als Präsident des nigerianischen Fußballverbandes zurückzutreten."
Gusau war seit 2022 Präsident des NFF. Sein Rücktritt erfolgt nur einen Monat vor den Neuwahlen des Verbandes. Er kündigte auch an, dass mehrere weitere Mitglieder des NFF-Vorstands zurücktreten würden, nannte aber keine genaue Zahl. Der NFF bestätigte zudem, dass Generalsekretär Mohammed Sanusi ebenfalls sein Amt niederlegen werde.
Der NFF ist derzeit Gegenstand einer Untersuchung wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Staatsgeldern. Nigerianischen Medienberichten zufolge untersucht der Staatssicherheitsdienst den angeblichen Missbrauch von 17 Milliarden Naira (etwa 10,9 Millionen Euro) an Staatsgeldern durch den NFF.
Diese Mittel wurden 2024 von der nigerianischen Regierung bereitgestellt und sollten ursprünglich ausstehende Gehälter und Prämien an Nationalspieler und deren Betreuer zahlen. Nigerianische Nationalspieler haben sich jedoch wiederholt öffentlich über verspätete Gehaltszahlungen und Prämien beschwert.
Neben den finanziellen Problemen haben Nigerias Nationalmannschaften in den letzten Jahren erhebliche sportliche Rückschläge erlitten.
Die jüngste Kontroverse betrifft Nigerias Scheitern bei der Qualifikation für die Frauen-Weltmeisterschaft 2027. Die zehnfache afrikanische Frauenmeisterin Nigeria unterlag im Viertelfinale des Afrika-Cups der Frauen 2026 gegen Kamerun 0:1 und verlor anschließend das WM-Playoff gegen Südafrika 1:2.
Damit wird Nigeria die Frauen-Weltmeisterschaft zum ersten Mal seit deren Gründung 1991 verpassen.
Auch die Herrenmannschaft befindet sich in einer schwierigen Lage. Nigeria hat sich für die Weltmeisterschaften 2022 und 2026 nicht qualifiziert.
Gusau verteidigte seine Arbeit vor seinem Rücktritt. Er ist der Ansicht, dass die wirtschaftliche Instabilität Nigerias und die kontinuierliche Volatilität des Wechselkurses wesentliche Gründe für die schweren finanziellen Schwierigkeiten des NFF in den letzten Jahren sind.
Übersetzt von KI.
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