Laut Bild ist die Atmosphäre innerhalb der sportlichen Leitung von Borussia Dortmund sehr harmonisch, mit einer besonders engen Beziehung zwischen Sportdirektor Ricken und Cheftrainer Niko Kovač, so dass ihre Vertragsverlängerungsprozesse miteinander verbunden sind. Beide Parteien haben vereinbart, dass Borussia Dortmund erst dann offiziell Vertragsverhandlungen mit Kovač aufnehmen wird, nachdem Ricken seinen neuen Vertrag mit dem Verein unterzeichnet hat.

Innerhalb der sportlichen Führung von Borussia Dortmund hat sich eine Arbeitsbeziehung entwickelt, die einer Freundschaft gleicht. Der 50-jährige Sportdirektor Ricken und der 54-jährige Cheftrainer Kovač verstehen sich sehr gut, hauptsächlich weil beide erfolgreiche Spielerkarrieren hatten und ihre Erfahrungen in der täglichen Arbeit gerne teilen. Bis zu einem gewissen Grad wird ihre Zukunft im Verein sogar als miteinander verknüpft angesehen.
Laut Bild haben beide Parteien einen Konsens erzielt: Kovačs Vertragsverlängerungsverhandlungen werden verschoben, bis Ricken in seiner Funktion als Geschäftsführer die Unterzeichnung seines neuen Vertrags abgeschlossen hat. Derzeit gilt Rickens Verlängerung als reine Formsache. Die Verträge beider laufen im Sommer 2027 aus. Für Kovač, der derzeit vom Verein hoch geschätzt wird, stellt sich nicht mehr die Frage „ob er verlängert“, sondern „wie lange“. Borussia Dortmund hat bereits mit der langfristigen Planung auf sportlicher Ebene begonnen, einschließlich der Richtung der Teamentwicklung, des Kaderaufbaus und, am wichtigsten, der Gestaltung des Spielstils und der Fußballphilosophie.
Nachdem Borussia Dortmund in der vergangenen Saison den zweiten Platz in der Liga belegt hatte, strebt der Verein intern, obwohl er es für die neue Saison nicht öffentlich klar äußert, weiterhin an, Bayern München in der Liga herauszufordern. Bei der Planung für die neue Saison steht für Borussia Dortmund im Vordergrund, wie die positiven Ergebnisse seit Kovačs Amtsübernahme fortgesetzt und der Unterhaltungswert ihres Spiels weiter gesteigert werden können.
Kovač, Ricken und der neue Sportdirektor Buke haben die Richtung klar vorgegeben: Sie wollen, dass die Mannschaft in den Spielen mehr Kontrolle zeigt und bei Ballbesitz mehr Torchancen herausspielt. Buke erklärte: „Der neue Weg wird sicherlich eine gewisse Spektakel und Angriffsfreude haben.“ Konkret möchte Borussia Dortmund, während die defensive Stabilität beibehalten wird – in der letzten Saison nur 34 Gegentore in der Liga – offensiv unterhaltsameren Fußball spielen.
Von Anfang an war allen Beteiligten sehr klar, dass der letztendliche Spielstil der Mannschaft maßgeblich von der bestehenden Kaderstruktur und der Qualität der Neuzugänge abhängen würde. In den letzten Wochen war der von Borussia Dortmund am meisten gewünschte Neuzugang das aufstrebende Talent Saïd Marah aus Köln, doch da die Ablöseforderung des gegnerischen Vereins deutlich über 50 Millionen Euro lag, hat der Verein die entsprechenden Verhandlungen letztendlich ausgesetzt.
Laut Bild haben Kovač zusammen mit Ricken, Buke, Carsten Cramer, dem Vereinsgeschäftsführer Watzke und Berater Matthias Sammer ein spezielles Mehrparteien-Treffen abgehalten, um die Möglichkeit eines Transfers von El Marah zu diskutieren. Das Endergebnis war, dass alle Parteien Marahs Fähigkeiten anerkannten, aber auch klarstellten: Der Verein war nicht bereit, sich auf unzumutbare Bedingungen im derzeitigen hochpreisigen Transfermarkt einzulassen, noch wollte er den Spieler unangemessen unter Druck setzen. Daher prüft Borussia Dortmund hinter den Kulissen auch gleichzeitig andere Alternativen.
Derzeit sollen die beiden griechischen Technikspieler Karetsas und Konstantelias die offensiven Spielmacher der Mannschaft sein. Borussia Dortmund glaubt, dass diese beiden Spieler das Potenzial haben, die abgewanderten Brandt und Adeyemi in der Gesamtleistung zu übertreffen, und hofft insbesondere, dass sie die Passqualität und die Durchschlagskraft der Mannschaft im letzten Drittel deutlich verbessern können. Ob bei Transfers oder Jugendförderung, Borussia Dortmund fördert bewusst die Kaderverjüngung und priorisiert Spieler, die sich an Kovačs 3-4-2-1-System anpassen können.
Kovač hofft, diese jungen Spieler schrittweise zu stabilen Stammspielern zu entwickeln, und dazu wird er sie an der Seite erfahrener Kernspieler wie Kobel, Schlotterbeck, Nmecha und Guirassy wachsen lassen, ihnen ausreichend Zeit und Vertrauen schenken. In der Vergangenheit konzentrierte sich Kovač hauptsächlich auf die Stärkung grundlegender Anforderungen wie Disziplin und Professionalität. Nun besteht seine neue Herausforderung darin, jungen Spielern zu helfen, sich an die Intensität von Champions-League-Spielen sowie an die neuen Anforderungen von zwei Spielen pro Woche und häufigen Auswärtsreisen anzupassen.
Gleichzeitig strebt Borussia Dortmund auch mehr Variation im Spielstil an. Eine neue taktische Option ist der gleichzeitige Einsatz von zwei inversen Außenverteidigern, also einem Linksfuß wie Daniel Svensson auf der rechten Seite und einem Rechtsfuß wie Beyer oder Ryerson auf der linken Seite. Durch diese Anpassung hofft Borussia Dortmund, die Kontrolle im Zentrum weiter zu verbessern. Es wird davon ausgegangen, dass das Experiment der letzten Saison, Stürmer Beyer als unterstützenden Außenverteidiger einzusetzen, innerhalb des Teams positive Resonanz erhalten hat. Das Signal, das diese Änderung aussendet, ist klar: Die Anzahl der Angriffsspieler auf dem Feld soll unter Beibehaltung der Grundformation weiter erhöht werden. Nun hofft Borussia Dortmund auch, dass die neue „Kovač-DNA“ die Erwartungen und die Begeisterung der Fans wirklich entfachen kann.
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