Luca Bianchin, Journalist von MilanNews.it, veröffentlichte einen Artikel in der Gazzetta dello Sport, in dem er Allegri und Ruben Amorim verglich und feststellte, dass sich Mailands Spielstil unter Amorim grundlegend von Allegris Ära unterscheidet.

Bianchin zufolge erreichte Mailands Ballbesitzquote nach einer halben Stunde 78 % – eine bemerkenswert hohe Zahl – und sank im Gesamtspiel auf 59 %, deutlich über den 52 % der vorherigen Saison. Allein in der ersten Halbzeit gab das Team 10 Schüsse aus dem Strafraum ab, was unter Allegri ungewöhnlich war.
Bianchin sieht umfassende Unterschiede zwischen den beiden Trainern: Allegri bevorzugt eine tiefe Defensive und Kompaktheit, während Amorim von seinem Team hohes Pressing fordert. Allegri war bereit, Gegnern den Ballbesitz zu überlassen, während Amorim in seiner ersten Pressekonferenz betonte: „Wir wollen den Ballbesitz kontrollieren". Die beiden haben auch völlig unterschiedliche Personalentscheidungen getroffen.
Vor einem Jahr nahm Allegri Musah und Chukwueze ins Trainingslager mit, ließ sie aber gehen, weil sie nicht in sein ideales System passten. Amorim machte den umgekehrten Weg: Er holte beide Spieler zurück und setzte sie in die Startelf – möglicherweise keine vorübergehende Lösung, da Musah und Chukwueze mit anderen Spielern rotieren werden.
Bei Tomori, Jiménez und Fofana ist die Situation umgekehrt. Auch Leãos Rolle hat sich geändert: Unter Allegri war er eine Schlüsselfigur, während Amorim ihn mit Alfredo Cisse konkurrenzieren lässt.
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