Der Königlich Niederländische Fußballverband (KNVB) hat offiziell bekannt gegeben, dass er der Führung von Infantino nicht länger vertraut und die FIFA eine neue Führung benötigt.

Offizielle Erklärung des KNVB
Der KNVB vertraut der Führung von FIFA-Präsident Gianni Infantino nicht länger. Wir sind der Überzeugung, dass die FIFA ab 2027 eine neue Führung braucht. Ein bloßer Wechsel des Präsidenten reicht jedoch nicht aus; auch die Governance der FIFA muss sich grundlegend ändern.
Der KNVB hatte Infantino bei der letzten Präsidentschaftswahl unterstützt, aber diese Unterstützung war nie bedingungslos. Wir hatten Fortschritte in drei Bereichen gefordert: gute Governance, Menschenrechte und Nachhaltigkeit sowie die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.
Wir haben den Dialog stets aufrechterhalten, auch wenn wir bestimmte Entscheidungen ablehnten. Als einer der Gründungsmitglieder der FIFA empfindet der KNVB eine besondere Verantwortung für den internationalen Fußball. Wir hofften, den Sport von innen heraus voranzutreiben, doch haben wir das Vertrauen in die aktuelle Führung verloren.
Wir beobachten eine übermäßige Konzentration der Macht in den Händen des FIFA-Präsidenten und ein Fehlen der notwendigen Gewaltenteilung zwischen dem Präsidenten und der FIFA-Verwaltung. Der Prozess um den inzwischen zurückgezogenen Vorschlag „FIFA Forward Enterprises" war für uns ein Wendepunkt. Zwar war der Rückzug des Vorschlags notwendig, doch ist das Vertrauen verloren gegangen und schwer wiederherzustellen.
Der KNVB hat einen Brief an UEFA-Präsident Aleksander Čeferin geschickt, in dem er diese Position und seine Vision für die Zukunft der FIFA darlegt.
Es geht nicht nur um einen neuen Präsidenten, sondern um eine völlig neue FIFA. Für uns sollte diese Diskussion nicht auf Infantino persönlich beschränkt sein. Die zentrale Frage lautet: Welche Art von FIFA braucht der Fußball wirklich?
Unser Ziel ist klar: eine starke und glaubwürdige FIFA, die dem Fußball gehört, ihren Mitgliedern dient und die Fußballentwicklung weltweit fördert.
Dies sollte kein Plan sein, der von Europa für den Rest der Welt entwickelt wird. Wir hoffen, diese neue Richtung gemeinsam mit allen 211 Mitgliedsverbänden und Kontinentalverbänden der FIFA zu etablieren.
Der KNVB sieht drei Prioritäten.
Gute Governance: Bessere Machtbalance
Die FIFA sollte nicht von einer Person abhängig sein. Der Präsident, der FIFA-Rat, der Kongress und der Generalsekretär haben jeweils ihre Rollen und Verantwortlichkeiten: Der Präsident repräsentiert und vereint alle Parteien, der Rat übt Governance- und Aufsichtsfunktionen aus, der Kongress ist für die Entscheidungsfindung zuständig und der Generalsekretär leitet die organisatorische Arbeit. Dies erfordert mehr Transparenz, unabhängige Kontrolle und Raum für kritische Stimmen. Spezifische Empfehlungen umfassen: die Einrichtung eines stärkeren und repräsentativeren FIFA-Rates, eine unabhängigere FIFA-Verwaltung und einen FIFA-Jugendrat, der der jüngeren Generation eine dauerhafte Stimme in der Zukunft des Fußballs gibt.
Die soziale Kraft des Fußballs ins Zentrum der FIFA stellen
Fußball ist mehr als nur ein Sport; er vereint Menschen, überbrückt Gräben und schafft Möglichkeiten für Millionen von Kindern und Jugendlichen. Diese Kraft impliziert auch Verantwortung. Daher sollten Menschenrechte und Nachhaltigkeit ein integraler Bestandteil der Entscheidungsfindung der FIFA sein, einschließlich der Auswahl der Austragungsorte für Weltmeisterschaften und kommerzieller Aktivitäten. Die FIFA sollte auch entschiedener gegen Rassismus und Diskriminierung vorgehen und in den Jugendfußball investieren, um insbesondere die Entwicklung des Frauenfußballs zu fördern.
Wir schlagen beispielsweise vor, einen „Globalen Fußball-Kodex" zu entwickeln, der auf gemeinsamen Werten wie Gleichheit, Fairness, Integrität, Respekt und Fairplay basiert. Kommerzielles Wachstum ist wichtig, aber Geld muss dem Fußball dienen, nicht umgekehrt.
Erhöhte Investitionen in den Fußball weltweit
Die Mission der FIFA ist es, den Fußball zu entwickeln, daher sollten ihre generierten Einnahmen in möglichst großem Umfang wieder in den Sport reinvestiert werden. Der KNVB hofft, dass die FIFA auf ein klares Ziel hinarbeitet: bis zu 90% der ausschüttbaren Einnahmen in den Fußball zurückzuführen, mit einem transparenten Investitionsprozess und klaren Regeln für die Verwendung im Jugendfußball, Frauenfußball, bei Trainern, Schiedsrichtern, Infrastruktur und der Entwicklung nationaler Fußballverbände.
Zusammenarbeit geht jedoch über Finanzierung hinaus; es gibt auch enorme Möglichkeiten für Verbände, Wissen und Fachwissen auszutauschen. Dazu schlagen wir vor, eine globale Wissensaustauschplattform einzurichten und mehr Testmöglichkeiten für Innovationen und mögliche Regeländerungen bereitzustellen.
Einberufung eines Internationalen Fußballgipfels zur Zukunft der FIFA
Der KNVB möchte diese Ideen mit Fußballverbänden und Konföderationen weltweit diskutieren und schlägt daher die Abhaltung eines „Internationalen Gipfels zur Zukunft der FIFA" vor. Der KNVB ist bereit, den Gipfel in Amsterdam auszurichten, einer Stadt mit einem besonderen Platz in der Geschichte der FIFA.
Bei der Präsidentschaftswahl 2027 sollte es nicht nur darum gehen, wer die FIFA führt. Wir müssen zuerst definieren, welche Art von FIFA wir wollen; erst dann können wir die Führung identifizieren, die in der Lage ist, diese Veränderung voranzutreiben.
Als eines der Gründungsmitglieder der FIFA von 1904 möchte der KNVB in diesem Prozess Verantwortung übernehmen – nicht von der Seitenlinie aus, sondern als aktive Kraft im internationalen Fußball. Wir werden mit anderen Verbänden zusammenarbeiten, um eine FIFA aufzubauen, die das Vertrauen der Fußballwelt zurückgewinnt.
Eine neue FIFA für die Zukunft unseres Sports.
Übersetzt von KI.
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