Laut Bild haben sich interne Konflikte innerhalb des deutschen Fußball-Bundes (DFB) zugespitzt, was zu einer erheblichen Reduzierung der Tagesordnung für die ursprünglich zweitägige Sitzung der Regional- und Landesverbandspräsidenten führte. Das Thema der Regionalliga-Reform sorgt weiterhin für Kontroversen.

Die Sitzung der Regional- und Landesverbandspräsidenten, ursprünglich für den 7. und 8. September angesetzt, sollte von Rainer Zimmermann, dem Ersten Vizepräsidenten des DFB für Amateurfußballangelegenheiten, geleitet werden. Max Stenger, der Organisator der Sitzung, verschickte am Donnerstagabend eine E-Mail, in der er mitteilte, dass die Tagesordnung und die begleitenden Aktivitäten erheblich gekürzt würden, die Sitzung nur bis Montagmittag dauern würde und nur für Regional- und Landesverbandspräsidenten zugänglich sein würde – Generalsekretäre würden nicht mehr teilnehmen.
Nur noch zwei Themen stehen auf der Tagesordnung. Eines davon ist Zimmermanns Vertretung der Amateurfußballinteressen. Christoph Kern, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes, hatte Zimmermann zuvor im „Teams"-Kanal für Regional- und Landesverbandspräsidenten kritisiert und ihm Untätigkeit und mangelnde Professionalität bei Amateurfußballangelegenheiten und der Regionalliga-Reform vorgeworfen. Kern erklärte, dass der Einfluss des Amateurfußballs in den letzten Jahren abgenommen habe, teilweise weil Amateurfußballvertreter Probleme eher aus DFB-Perspektive als aus Amateurfußballperspektive betrachten würden. Zimmermann wies diese Vorwürfe vehement zurück.
Das zweite Thema ist die geplante Regionalliga-Reform. Neuendorf hat dies diese Woche zur Priorität erklärt. Da nach monatelangen Diskussionen keine für alle fünf Regionalliga-Organisatoren akzeptable Lösung gefunden wurde, plant der DFB, im Dezember oder Januar eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, um das sogenannte „Kompass-Modell" voranzutreiben. Dieser Plan sieht vor, die derzeit fünf Regionalligen auf vier zu reduzieren, wodurch alle zukünftigen Regionalliga-Meister in die 3. Liga aufsteigen könnten. Die Vereine würden jede Saison geografisch und mithilfe künstlicher Intelligenz vier Divisionen – Nord, Ost, West und Süd – neu zugeteilt.
Einige Landesverbandsfunktionäre äußerten jedoch Unzufriedenheit und waren der Meinung, dass Neuendorf sie übergangen habe. Sie hinterfragten die bisherige Arbeitsweise und Aufgabenverteilung der DFB-Arbeitsgruppe und hatten das Gefühl, dass die Regionalliga-Reform in relevanten Sitzungen nie ausreichend diskutiert worden sei. Kern war einer der Kritiker und hatte am Donnerstagmorgen während einer Videokonferenz eine hitzige Auseinandersetzung mit Neuendorf.
Die Bundesliga, deren Reservemannschaften von der Regionalliga betroffen sind, unterstützt das „Kompass-Modell", da es die Nordost-Staffel nicht wie ein alternatives „Regionales Modell" aufteilen würde. Der CEO von Bayern München, Dreesen, der auch im Bundesliga-Vorstand sitzt, teilt Kerns Ansicht nicht.
Neuendorf befürchtet, dass bei der Abstimmung der Vereine aus der 3. Liga, Regionalliga und der fünften Liga Ende Juni die Regionen Südwest und Bayern das „Kompass-Modell" nicht mehrheitlich unterstützen werden, im Gegensatz zu Nord, West und Nordost. Nach DFB-Quellen könnte die Haltung der Nordregion ein entscheidender Faktor bei der Endabstimmung sein.
Wenn der DFB die erforderliche Zweidrittelmehrheit bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung sichern will, muss Neuendorf auf der Sitzung am 7. September noch mehr Unterstützung gewinnen.
Übersetzt von KI.
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