Nach Angaben der Times hat der norwegische Fußballverband (NFF) eine Ethikbeschwerde bezüglich der angeblichen Verletzung der politischen Neutralität durch FIFA-Präsident Gianni Infantino eingereicht, doch die FIFA-Ethikkommission weigerte sich, dem NFF Updates über den Fortgang des Falles zu geben.

Die Kontroverse entstand durch den ersten „Friedenspreis" der FIFA, den Infantino im vergangenen Jahr dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump verlieh, was Fragen zur Einhaltung des Grundsatzes der politischen Neutralität durch die FIFA aufwarf.
Der NFF hatte sich einer von der Interessenvertretung FairSquare eingereichten Ethikbeschwerde angeschlossen und einen Brief an die FIFA-Ethikkommission geschickt, in dem er zeitnahe Updates über den Fortgang des Falles und alle wesentlichen verfahrenstechnischen Entwicklungen forderte und hoffte, dass die endgültige Entscheidung schließlich öffentlich gemacht würde.
Martin Ngoga, Vorsitzender der Rechtsprechungskammer der FIFA-Ethikkommission, lehnte dieses Ersuchen jedoch ab.
In seiner Antwort erklärte Ngoga: „Nur Personen, die Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens sind, gelten als ‚Parteien' des Verfahrens. Angesichts der vertraulichen Natur ethischer Ermittlungsverfahren können wir daher keine Auskunft darüber geben, ob ein solches Verfahren existiert oder wie sein aktueller Stand ist."
Er betonte auch, dass die FIFA-Ethikkommission „die Bedeutung der Transparenz anerkennt".
Bezüglich der Frage, ob das Endergebnis des Falles öffentlich gemacht würde, schrieb Ngoga: „Die Entscheidung, ob die Ergebnisse veröffentlicht werden, wird von Fall zu Fall unter Berücksichtigung des anwendbaren Regulierungsrahmens beurteilt."
Er betonte auch, dass die Ermittler der Ethikkommission „alle ihnen vorgelegten Informationen sorgfältig und umfassend prüfen" würden.
Zusätzlich zur „Friedenspreis"-Kontroverse bereitet der NFF derzeit eine weitere Beschwerde gegen die FIFA vor, die sich auf die Aufhebung des WM-Verbots des amerikanischen Stürmers Folarin Balogun bezieht.
Baloguns WM-Verbot wurde aufgehoben, nachdem Trump Infantino angerufen hatte, was eine Kontroverse auslöste. Infantino bestand jedoch darauf, dass die Entscheidung unabhängig getroffen wurde und nichts mit Trumps Anruf zu tun hatte.
Die Times berichtete auch, dass Infantinos öffentliche Unterstützung in den sozialen Medien nach dem Scheitern des Plans, die kommerziellen Rechte der Weltmeisterschaft zu verkaufen, deutlich zurückgegangen ist.
Das Social-Media-Analyseunternehmen Ravineo verfolgte über 6.500 Social-Media-Beiträge in 33 Märkten weltweit. Die Daten zeigten, dass Anfang dieses Jahres die Anzahl der Beiträge zu Infantino gering war und die meisten Inhalte positiv waren.
Mit der Kontroverse um die Ticketpreise der Weltmeisterschaft, dem Balogun-Vorfall und dem Programm „FIFA Forward Enterprise", die nacheinander auftauchten, hat sich die öffentliche Meinung jedoch stark verändert.
Seit The Times am 28. Juli über den Plan der FIFA berichtete, die kommerziellen Rechte der Weltmeisterschaft zu verkaufen, hat das Verhältnis von negativen zu positiven Beiträgen über Infantino 55 zu 1 erreicht.
Die Untersuchung von Ravineo zeigt, dass Inhalte im Zusammenhang mit dieser Krise weltweit über 418 Millionen Videoaufrufe und 44 Millionen Interaktionen gesammelt haben.
Übersetzt von KI.
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