Der Marketingdirektor von Bayern München, Andreas Caspar, kritisierte die Bundesliga-Clubs für ihre unzureichende internationale Vermarktung.

Vor Bayerns Sommertournee durch Asien erklärte Caspar, dass der internationale Einfluss des deutschen Fußballs deutlich hinter anderen Top-Ligen zurückbleibe.
Laut Sky Sport Deutschland kritisierte Caspar die mangelnde Initiative der Bundesliga-Clubs: „Nach der Saison machte Leipzig eine Auslandstournee. In diesem Sommer absolvieren nur Bayern München und Borussia Dortmund internationale Reisen, und Paderborn wird erst im September in die USA reisen. Das ist viel zu wenig! Die Bundesliga-Clubs müssen strategischer denken."
Er betonte zudem, dass englische Clubs proaktiver seien: „Die Engländer reisen um die ganze Welt – das bedeutet, deutsche Clubs müssen auch aktiv werden. Man kann nicht einfach daheim bleiben und sich dann über sinkende Einnahmen beschweren. Wenn man nichts tut, kriegt man auch nichts." Er ist der Überzeugung, dass der deutsche Fußball hinausgehen muss, um seine internationale Präsenz und Sichtbarkeit zu erhöhen.
Der Vorstand von Bayern München verwies auch auf den Rückgang der TV-Einnahmen in Schlüsselmärkten wie den USA und Japan: „Der Rückgang der Medieneinnahmen in Ländern wie den USA und Japan ist Realität, aber deswegen muss die Liga auch mit uns zusammenarbeiten, um strategische Lösungen zu finden und relevante Aktivitäten auszubauen. Bayern München kann das nicht allein bewältigen."
Derzeit generiert die Bundesliga etwa 218 Millionen Euro aus internationalen TV-Verträgen, während Sponsoring und weitere Einnahmen insgesamt 302 Millionen Euro betragen. Diese Summe ist etwa zehnmal niedriger als die der Premier League und nur ein Drittel der La Liga.
Gemäß dem Asienplan wird Bayern München zunächst nach Jeju Island, Südkorea, reisen und dann bis 8. August in Hongkong bleiben. Das Team spielt am 4. August gegen Jeju SK und am 7. August gegen Aston Villa.
Zu Bayerns eigenen Expansionsplänen im Ausland sagte Caspar: „Unsere Zielmärkte sind klar definiert. Auf den amerikanischen Kontinenten haben wir uns bislang hauptsächlich auf Nord- und Mittelamerika konzentriert, aber Südamerika wird zunehmend attraktiver. Gleiches gilt für Asien, wo wir Indien, Indonesien und Thailand stärker erschließen und dort neue Strategien testen müssen."
Übersetzt von KI.
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