Nach Angaben von L'Équipe hat die südkoreanische Polizei am Donnerstag das Büro des koreanischen Fußballverbands durchsucht, um den Ernennungsprozess von Hong Myung-bo zum Cheftrainer der südkoreanischen Nationalmannschaft im Jahr 2024 zu untersuchen.

Die südkoreanische Nationalmannschaft hat sich noch nicht von ihrer Gruppenphase-Ausscheidung bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 erholt. Die lokale Polizei führte an diesem Tag eine „Durchsuchungs- und Beschlagnahmenaktion" im Büro des Koreanischen Fußballverbands (KFA) durch, wie ein Polizeisprecher der AFP mitteilte. Die Polizei möchte überprüfen, ob es bei der Ernennung von Hong Myung-bo 2024 zu einer „Behinderung des Geschäftsbetriebs" kam. Der Sprecher erklärte auch, dass man überprüfen wolle, ob hochrangige KFA-Funktionäre sich unangemessen in die Ernennung einmischten und möglicherweise interne Vorschriften verletzten. Die KFA antwortete nicht auf Anfragen der AFP.
Eine Untersuchung wegen „Vetternwirtschaft"
Hong Myung-bo, 57, beendete Ende Juni seine zweite Amtszeit als Cheftrainer der südkoreanischen Nationalmannschaft. Er trat nach einer weiteren katastrophalen FIFA-Weltmeisterschaft zurück, nachdem die Mannschaft in der Gruppenphase ausgeschieden war. Ende Juli wurde er vor einen parlamentarischen Ausschuss geladen und erklärte, er trage die „volle Verantwortung" für das Ausscheiden. Die südkoreanische Mannschaft startete vielversprechend und besiegte die Tschechische Republik im ersten Gruppenspiel mit 2:1. Danach verloren sie jedoch 1:0 gegen Mexiko und 1:0 gegen Südafrika. Mit nur drei Punkten reichte es nicht für den Einzug ins Achtelfinale. Präsident Lee Jae-myung führte das Scheitern später auf „inkompetente Personen" zurück, die in Führungspositionen befördert wurden – ein Hinweis auf „Vetternwirtschaft" bei hochrangigen Ernennungen im Sport.
Hong Myung-bo, ehemaliger Kapitän der südkoreanischen Mannschaft, gilt als einer der größten Spieler der südkoreanischen Fußballgeschichte. Bei der Heim-Weltmeisterschaft 2002 erhielt der Verteidiger den Bronzenen Ball und die südkoreanische Mannschaft erreichte das Halbfinale. 24 Jahre später kehrte er nach der desaströsen Weltmeisterschaft 2026 zurück – doch statt Jubel erwarteten ihn heftige Buhrufe und Morddrohungen.
Übersetzt von KI.
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