Nach Angaben der Bild wird Künstliche Intelligenz mit dem Start der neuen Bundesliga-Saison zu einem wichtigen Hilfsmittel für die Vereinsführung. Mithilfe von Kameras und Sensoren werden große Mengen an Daten wie Schüsse, erfolgreiche Zweikämpfe und Passquoten gesammelt. Das Münchner Unternehmen Gamecode.AI sammelt ebenfalls große Mengen an Roh- und Positionsdaten.

Mitbegründer und CEO des Unternehmens ist Tobias Haupt. Der ehemalige Torwart und Fußballmanager leitete zuvor lange Zeit die Akademie des Deutschen Fußball-Bundes und arbeitete eng mit dem ehemaligen deutschen Bundestrainer und jetzigen Cheftrainer des FC Barcelona, Hansi Flick, zusammen. Darüber hinaus ist Tobias Schweinsteiger, Bruder des Weltmeisters Bastian Schweinsteiger, als Leiter des Fußballbetriebs des Unternehmens tätig.
Das Unternehmen konzentriert sich auf Bewegungen ohne Ball und misst, wie Spitzenspieler das Spiel lesen und entsprechende Entscheidungen treffen. Kurz gesagt, Gamecode.AI misst, ob ein Spitzenspieler im Spiel clever genug ist.
Das Unternehmen begann frühzeitig mit dem Verkauf seines Cloud-basierten Gamecode-Tools im Abonnementmodell. Einer der ersten Nutzer war der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund, Edin Terzic, der ab Sommer 2026 Cheftrainer des spanischen Klubs Athletic Bilbao sein wird.
Die Bild erfuhr, dass neben Terzic auch Führungskräfte, Trainer und Scouts von Top-Clubs aus der Bundesliga, der Premier League, der MLS und den Schweizer Ligen dieses System nutzen. Ein weiteres neues Produkt ist ein KI-WhatsApp-Chatbot, der Sportdirektoren und Scouts bei der Spielersuche helfen soll.
Bei einer Veranstaltung in München testete die Bild diesen KI-Roboter. Sie fragten ihn: „Bitte geben Sie mir eine Top-Fünf-Rangliste von Rechtsverteidigern, die Konrad Laimer stilistisch am ähnlichsten sind und zum Spielstil des Bayern München passen."
Zur Beantwortung greift der Roboter auf angepasste Metriken zurück, die den Philosophien, Taktiken und finanziellen Bedingungen verschiedener Vereine entsprechen, und berücksichtigt über eine Milliarde Datenpunkte. Bei der Analyse der finanziellen Machbarkeit nutzt diese KI Marktwert- und Finanzdaten von transfermarkt.de (das wie die Bild zur Axel Springer Gruppe gehört).

Die Antwort lautete: „Bayern München spielt in einer 4-2-3-1-Formation mit traditionellen Außenverteidigern (...). Daher muss der Rechtsverteidiger defensiv stabil genug sein und im Angriff Dribbling, 1-gegen-1-Fähigkeiten, Rückpässe und Flanken aus den Halbräumen bieten – das sind Laimers Stärken. Rekrutierungsprofil: Bundesliga + Premier League. Realistische Ablösesumme: bis zu etwa 72 Millionen Euro."
Die vom Roboter vorgeschlagenen Rechtsverteidiger sind Michael Kayode (22, Brentford), Pedro Porro (22, Tottenham Hotspur), Dodô (27, AC Florenz), Nunes (27, Manchester City) und André Lacho (28, Rayo Vallecano).
Bei der Bewertung von Kayode schrieb der Roboter: „realistisch und sehr passend". Außerdem: „Weltklasse-Balleroberungsfähigkeit, Top-Level-1-gegen-1-Fähigkeit (...). Seine Pressing-Eigenschaften übertreffen hier alle anderen." Hinzu kam: „Leichter Rückgang des Marktwertes (von 40 Millionen Euro auf 35 Millionen Euro)." Das bedeutet, dass der Roboter Kayode auf dieser Liste als den stärksten möglichen Nachfolger von Laimer ansieht.

Zu beachten ist, dass der Roboter bei der Beantwortung dieser Frage keine von Bayern München entwickelten Metriken verwendet hat, da solche Informationen natürlich nicht öffentlich zugänglich sind.
Können Algorithmen wirklich bessere Spieler finden, oder werden sie letztendlich nur eine weitere Referenz für die Menschen im Fußball darstellen? Sicher ist, dass auf diesem milliardenschweren Transfermarkt immer mehr Vereine Künstliche Intelligenz einsetzen. Ob sie damit bessere Entscheidungen treffen können, wird sich auf dem Platz zeigen.
Übersetzt von KI.
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