Laut Bild wird mit der neuen Bundesliga-Saison zunehmend auf künstliche Intelligenz (KI) gesetzt, um die Vereinsführung bei der Spielerbewertung und Transferentscheidungen zu unterstützen. Am Freitag startet Deutschlands höchste Spielklasse wieder. Im Eröffnungsspiel trifft Bayern München in der Allianz Arena auf den VfB Stuttgart. Mit der Unterstützung von Kameras und Sensoren werden große Mengen an Daten gesammelt, wie zum Beispiel Torschüsse, erfolgreiche Zweikämpfe und erfolgreiche Pässe. Das Münchner Unternehmen Gamecode.AI sammelt ebenfalls große Mengen an Roh- und Positionsdaten.

Mitbegründer und Geschäftsführer des Unternehmens ist der 42-jährige Tobias Haupt. Der ehemalige Torhüter und Fußballmanager war viele Jahre lang für die DFB-Akademie verantwortlich und arbeitete eng mit dem ehemaligen Bundestrainer und heutigen Barcelona-Trainer Hansi Flick zusammen. Darüber hinaus ist Tobias Schweinsteiger, der 44-jährige Bruder des Weltmeisters Bastian Schweinsteiger, als Head of Football Operations bei dem Unternehmen tätig.
Das Unternehmen konzentriert sich auf die Analyse von Bewegungen abseits des Balls und misst, wie Spieler das Spiel lesen und entsprechende Entscheidungen treffen. Kurz gesagt, Gamecode.AI bewertet, ob die Spielintelligenz eines Spielers herausragend ist.
Das Unternehmen vertreibt sein cloud-basiertes Gamecode-Tool bereits seit längerer Zeit über ein Abonnementmodell. Einer der ersten Nutzer war der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund, Edin Terzić, der seit Sommer 2024 Cheftrainer des spanischen Clubs Athletic Bilbao ist.
Die Bild erfuhr, dass neben Terzić auch Führungskräfte, Trainer und Scouts mehrerer Top-Clubs der Bundesliga, Premier League, MLS und der Schweizer Ligen dieses System nutzen. Inzwischen hat das Unternehmen auch einen KI-Chatbot auf den Markt gebracht, der Sportdirektoren und Scouts bei der Spielersuche unterstützen soll.
Bei einer Vorführung in München sah die Bild den KI-Roboter. Sie fragte ihn daraufhin: „Bitte geben Sie mir eine Top-Fünf-Rangliste von Rechtsverteidigern mit den ähnlichsten Eigenschaften zu Konrad Laimer, die für den Spielstil von Bayern München geeignet sind."
Zur Beantwortung greift der Roboter auf ein Indikatorensystem zurück, das individuell nach Philosophie, Taktik und finanziellen Gegebenheiten des jeweiligen Clubs entwickelt wurde, und nutzt über 1 Milliarde Datenpunkte. Für die Analyse der finanziellen Machbarkeit verwendet die KI Marktwerte und Finanzdaten der Daten-Website transfermarkt.de (die wie die Bild zur Axel Springer Gruppe gehört).

Die Antwort lautete: „Bayern München spielt ein 4-2-3-1 mit traditionellen Außenverteidigern (...). Daher muss der Rechtsverteidiger in der Defensive positionssicher sein und in der Offensive den Ball nach vorne tragen, Eins-gegen-Eins-Duelle gewinnen, flache Hereingaben und Flanken aus breiten Positionen schlagen können – das sind Laimers Stärken. Transfermodell: Bundesliga + Premier League. Realistische Transferreichweite: maximal ca. 72 Millionen Euro."
Die vom Roboter genannten spezifischen Kandidaten sind die Rechtsverteidiger Michael Kayode (22, Brentford), Pedro Porro (25, Tottenham Hotspur), Dodô (27, Fiorentina), Nunes (27, Manchester City) und André Raţiu (25, Rayo Vallecano).
Zum Beispiel von Kayode schrieb der Roboter: „Realistisch" und „Sehr geeignet." Dann fügte er hinzu: „Seine Zweikampfstärke ist Weltklasse, und seine Eins-gegen-Eins-Fähigkeit ist ebenfalls auf höchstem Niveau (...). Seine Pressingfähigkeit ist stärker als die aller anderen hier." Zusätzlich wurde hinzugefügt: „Leichter Marktwertrückgang (40 Millionen Euro → 35 Millionen Euro)." Dies bedeutet, dass der Roboter Kayode als den am besten geeigneten Kandidaten auf dieser Liste ansieht, um Laimer nachzufolgen.

Es sei darauf hingewiesen, dass der Roboter bei der Beantwortung dieser Frage nicht das von Bayern München selbst entwickelte Indikatorensystem verwendete, da solche Daten naturgemäß nicht öffentlich sind.
Können Algorithmen wirklich bessere Spieler finden, oder bieten sie letztlich nur eine weitere Referenz für Fußballprofis? Sicher ist, dass in diesem milliardenschweren Transfermarkt immer mehr Clubs auf künstliche Intelligenz setzen. Ob dies ihnen hilft, bessere Entscheidungen zu treffen, wird letztendlich von der Leistung auf dem Spielfeld abhängen.
Übersetzt von KI.
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