Howe hat Newcastle United verlassen. Er führte sie nach 70 Jahren zu ihrer ersten nationalen Trophäe, gab aber letztendlich alles.

Wenn Kevin Keegan der Mann war, der Newcastle träumen ließ, dann war Howe der Manager, der diese Träume wahr werden ließ. Im St. James' Park endet eine Ära nach der anderen auf drastische Weise.
Nach Keegans plötzlichem Abgang wurde Howes Ausscheiden zuerst von The Athletic gemeldet – es ist schwer, die beiden nicht miteinander in Verbindung zu bringen. Keegan brachte Newcastle 1993 in die Premier League und ließ sie um Trophäen kämpfen, während Howe dreißig Jahre später die Besessenheit des Vereins nach Ruhm beendete. Dieser massive Juckreiz wurde endlich gestillt.
Howe sprach oft über den Einfluss von Keegans draufgängerischem, aber letztendlich erfolglosen Team. Als er nach der Übernahme die Leitung übernahm, erwähnte er, die Energie und den Erfolg der „Entertainers“ nachbilden zu wollen. Die beiden kommunizierten häufig und wurden schließlich Freunde.
Ihre Teams hatten sehr unterschiedliche Stile. Wenn Keegans Newcastle manchmal naiv, extravagant und destruktiv war, baute Howe ein hartes, unermüdliches Team auf, das um jeden Preis gewinnen wollte. Beide Ansätze waren spektakulär, und manchmal hatte man das Gefühl, als ob diese beiden Newcastle besser verstanden als der Verein sich selbst.
Howes Leistungen waren außergewöhnlich, keine davon unvergesslicher als seine erste Saison. Als er im November 2021 übernahm, stand Newcastle kurz vor dem Abstieg, sieglos. Mit exzellenten Neuverpflichtungen wie Trippier, Dan Burn und Guimaraes sicherten sie sich problemlos den Klassenerhalt, und die Stadt brach in Jubel aus. In der folgenden Saison stürmte Newcastle in die Champions League und erreichte das Carabao-Cup-Finale. Danach wurden sie Sieger: Sie besiegten Liverpool in Wembley und holten ihre erste nationale Trophäe seit 70 Jahren.
Wenn dies als Sprungbrett für Newcastle gedacht war, brach es schnell zusammen. Die langwierige und letztendlich gescheiterte Verfolgung von Isak zu Liverpool ließ das Team nach Alternativen suchen. Es gab zu viele Umwälzungen im Vorstand, Howe fehlte oft die Unterstützung, und die Rekrutierung durchlief Zyklen von Höhen und Tiefen. Newcastle war nicht länger der berühmte fußballerische Underdog, aber ihre Identität war verwischt worden.
Anfangs agierte Howe effektiv als Sportdirektor und trieb die Rekrutierung voran. Als der Verein aus der von Ashley hinterlassenen Hülle wuchs, war der Fortschritt nicht linear, und seine Arbeitsbelastung war erschöpfend. Einen Monat nach dem Gewinn des Pokals wurde Howe mit Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. „Dieser Job ist alles; er verschlingt mein Leben, und ehrlich gesagt, hat er wahrscheinlich negative Auswirkungen auf meine Gesundheit“, sagte er in The Athletic.
Nach einer transformativen Saison, die sie zurück in die Champions League führte, hatte der Erfolg einen hohen Preis. Die erste Hälfte der Saison war ein mittelmäßiger Kampf, und er musste verärgerte Spieler besänftigen. „Niemand weiß, wie schwer es ist, außer Eddie und sein Stab“, sagte eine Person aus dem Umfeld.
Howe war sich schmerzlich bewusst, dass er in Bournemouth eine Saison zu lange geblieben war, und er wollte nicht, dass dasselbe in Newcastle passierte. Er würde bleiben, solange er das Gefühl hatte, dass die Spieler und Fans noch hinter ihm standen, aber es gab Zeiten, in denen beides nicht so klar erschien.
Die ursprüngliche Haltung des Vereins war immer, dass Howe diese Saison bleiben würde, aber im letzten Frühjahr gab es viel Unbehagen. Obwohl er letztendlich blieb – ein 3:1-Sieg gegen Brighton nach fünf Niederlagen in Folge war entscheidend – löste sich dieses Unbehagen nie wirklich auf. Ein zwölfter Platz in der Premier League bot keinen fruchtbaren Boden.
Dieser Sommer warf noch mehr Fragen auf. Howe wollte gebraucht werden, aber auch wissen, dass er im August eine Chance hatte, konkurrenzfähig zu sein. Wie konnte ein geschwächter, alternder Kader mit dem Ziel „regelmäßig um Top-Auszeichnungen bis 2030“ in Einklang gebracht werden? Aus Howes Sicht war dies unnötiger selbst auferlegter Druck.
Die Abgänge von Antony Gordon und Tonali schmerzten Howe, und das Scheitern, einen bevorzugten Ersatz für den zweiten Sommer in Folge zu verpflichten, machte ihn ängstlich. Die Unsicherheit um Guimaraes' Zukunft drängte ihn weiter an den Rand. Newcastle sah eher nach einem Wiederaufbau als nach einer Auffrischung aus, und seine Rolle wurde stark unter die Lupe genommen.
Howe betonte stets, dass er Entscheidungen zum Wohl von Newcastle treffen würde, nicht für persönlichen Gewinn. Er sagte im April: „Wenn mein Weggang dem Verein hilft, dann werde ich das natürlich tun.“ Dies wiederholte er privat viele Male.
Howes Ende kann nur traurig sein. Die große Mehrheit der Newcastle-Fans hasst oder beschuldigt ihn nicht, sondern liebt ihn – weil er sie zu Siegern gemacht hat. Aber das Problem mit Howe – und das ist nicht seine Schuld – ist, dass das Newcastle, das er geschaffen hat, eine ferne Erinnerung geworden ist. Am Mittwochabend verloren sie in einem Freundschaftsspiel mit 1:4 gegen den Championship-Verein Bristol City.
Nach dem Spiel sagte Howe: „Jeder Tag, an dem ich Trainer von Newcastle war, war ein guter Tag für mich. Ich liebe diesen Verein absolut, und das wird sich nie ändern.“ Aber er wusste es in seinem Herzen.
Wie Keegan veränderte Howe Newcastles Selbstwahrnehmung als Fußballverein. Wie Keegan führte er mit Integrität und Exzellenz. Wie Keegan gab er alles, was er hatte, bis nichts mehr zu geben war.
Übersetzt von KI.
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