Nachdem Beşiktaş in der Saison 2020/21 ein historisches Double aus Liga und Pokal gewonnen hatte, fielen sie allmählich hinter ihre Istanbuler Derby-Rivalen Galatasaray und Fenerbahçe zurück. Seitdem war die beste Leistung des Vereins lediglich ein dritter Platz. Letzte Saison konnte Beşiktaş auch nicht um die Meisterschaft mitspielen und belegte letztendlich den vierten Platz. Nun hoffen sie, diese Situation ändern zu können, nachdem sie in diesem Sommer 67 Millionen Euro ausgegeben haben und Schulden in Höhe von 360 Millionen Euro angehäuft haben.

Um dieses Ziel zu erreichen, waren die Schwarzen Adler in diesem Sommer auf dem Transfermarkt sehr aktiv. Beşiktaş gab etwa 11 Millionen Euro für Doğan Alemdar, İlhan Fikretli und den ehemaligen Bayern-Torhüter Alexander Nübel aus. Linksverteidiger Kassoum Ouattara kam für eine Ablösesumme von 8 Millionen Euro aus Monaco; Leandro Trossard vom Premier-League-Meister Arsenal kostete 18 Millionen Euro. Die teuerste Verpflichtung war jedoch Orkun Kökçü: Er kam zunächst auf Leihbasis von Benfica, und Beşiktaş machte seine Verpflichtung nach der Saison durch eine obligatorische Kaufoption dauerhaft. Einschließlich Boni könnten sich die Gesamtkosten auf bis zu 30 Millionen Euro belaufen, was einen neuen Vereinsrekord darstellt.
Zusätzlich kam der ehemalige Dortmunder Spieler Salih Özcan ablösefrei, und Beşiktaş könnte weitere Verpflichtungen tätigen. Auch Superstar Salah steht auf der Wunschliste. Die Gesamtausgaben des Vereins in diesem Sommer belaufen sich bereits auf rund 67 Millionen Euro, ein für Beşiktaş in einem einzigen Sommer-Transferfenster beispielloser Betrag, und das erste Mal, dass sie die 60-Millionen-Euro-Marke überschritten haben.
Im Gegensatz dazu sind die Einnahmen des Vereins weiterhin begrenzt: Bisher haben die Verkäufe nicht einmal 10 Millionen Euro eingebracht. Ernest Muçi wechselte für 8,5 Millionen Euro zu Trabzonspor, und Gökhan Sazdağı generierte nur 200.000 Euro an Einnahmen.
Aus der aktuellen Situation ist es sehr wahrscheinlich, dass Beşiktaş dieses Sommer-Transferfenster mit einem Defizit beenden wird. Dies ist für den 16-fachen türkischen Meister nichts Neues. Seit der Saison 2020/21 übersteigen die Transferausgaben von Beşiktaş jedes Jahr die Einnahmen, und das Defizit wächst jährlich. Das Defizit betrug in der Saison 2021/22 etwa 4 Millionen Euro und näherte sich zuletzt 28 Millionen Euro.
Die Folgen dieser Transfer- und Ausgabenstrategie spiegeln sich nun deutlich in der finanziellen Situation von Beşiktaş wider. Laut Medienberichten haben die Schulden des Vereins rund 360 Millionen Euro erreicht. Hohe Transferausgaben sind nur ein Teil des Problems; eine größere Belastung stellen anhaltend hohe Personalkosten und der Zinsdruck aus bestehenden Krediten dar.
Es sind die Finanzierungskosten, die zu einem großen Problem für Beşiktaş geworden sind. Vereinspräsident Serdar Adalı betonte: „Die jährliche Zinslast unseres Vereins von fast 50 Millionen Euro ist das größte Hindernis auf dem Weg zum Erfolg. Mit diesem Geld könnten wir eine komplett neue Mannschaft aufbauen.“ Er hatte bereits auf der Generalversammlung im Juni 2025 vor dem steigenden Schuldenstand gewarnt: „Beşiktaş zahlt derzeit 125.000 Euro Zinsen pro Tag, 4 Millionen Euro pro Monat und etwa 50 Millionen Euro pro Jahr. Bis zum Ende der Vorstandssitzung werden die Schulden von Beşiktaş um weitere 5 Millionen türkische Lira gestiegen sein.“
In den letzten Jahren hat sich die Vereinsführung, wie viele türkische Giganten, zunehmend auf Blockbuster-Verpflichtungen verlassen, in der Hoffnung auf schnelle Ergebnisse. Die erwarteten Effekte sind ausgeblieben, aber der finanzielle Druck war immer präsent. Die Gehaltsstruktur war besonders betroffen. Rafa Silvas Jahresgehalt plus Boni während seiner Zeit bei Beşiktaş (2024-2026) soll bis zu 10 Millionen Euro betragen, und Ciro Immobiles Vergütung bei Beşiktaş ist ebenfalls recht großzügig. Tammy Abraham und Wilfred Ndidi sollen jeweils über 5 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Aktuelle Schlüsselverpflichtungen wie Trossard und Nübel haben ebenfalls hoch dotierte Verträge.
Nicht nur der Spielerkader belastet die Finanzen. Auch häufige Trainerwechsel haben den Verein auf der Bank teuer zu stehen gekommen. Seit 2020 hat Beşiktaş 13 Mal den Cheftrainer gewechselt, wobei einige sogar mehrfach zurückkehrten. Zuletzt trennte sich der Verein zum zweiten Mal von Sergen Yalçın, dem Meistertrainer der Saison 2020/21, der dann im Juni durch Vincenzo Italiano ersetzt wurde. Wiederholte Trainerwechsel haben auch erhebliche Abfindungen angehäuft.
Trotz der kostspieligen Personalentscheidungen verfolgt Beşiktaş diesen Weg weiterhin. Und der Grund, warum dieser Weg fortgesetzt werden kann, ist, dass der Verein Hoffnung auf eine Entlastung des finanziellen Drucks sieht.
Übersetzt von KI.
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Бешикташ
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