Nach Informationen der Bild hat das DFB-Sportgericht die gegen SV Elversbergs Trainer Vincent Wagner verhängte Gelb-Rote Karte und die darauf folgende automatische Sperre aufgehoben, sodass er im Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Bayern München von der Seitenlinie aus coachen darf.

Zuvor hatte SV Elversberg Borussia Mönchengladbach in einem Auswärtsspiel der Bundesliga mit 4:3 besiegt, und Wagner hatte während des Spiels von Schiedsrichter Martin Petersen eine Gelb-Rote Karte erhalten. SV Elversberg legte daraufhin Einspruch ein, doch dieser wurde vom DFB-Sportgericht zunächst abgelehnt.
Der Verein legte daraufhin erneut Berufung ein, und die Situation nahm schließlich eine Wende. Nach einer von Stefan Oberholz geleiteten Anhörung beschloss das DFB-Sportgericht, die frühere Entscheidung aufzuheben.
Oberholz erklärte: „Die Entscheidung, Vincent Wagner des Feldes zu verweisen, wurde aufgehoben, und somit ist auch die automatische Sperre annulliert worden."
Er betonte außerdem, dass eine solche Entscheidung eine „absolute Ausnahme" sei und möglich wurde, weil der Schiedsrichter selbst zugegeben hatte, einen Fehler getroffen zu haben.
Petersen nahm per Video an der Anhörung des DFB-Sportgerichts teil. Er sagte: „Rückblickend glaube ich nicht, dass meine damalige Reaktion angemessen war. Wenn es noch einmal passieren würde, würde ich nicht dieselbe Entscheidung treffen. Vielleicht war ich damals überempfindlich und habe die ganze Situation falsch interpretiert."
Wagner antwortete: „Ich bin froh, dass endlich Gerechtigkeit hergestellt wurde."
Der Vorfall ereignete sich beim 4:3-Auswärtssieg des SV Elversberg gegen Mönchengladbach. Zu diesem Zeitpunkt lag das Team in der ersten Halbzeit mit 1:2 zurück. Bevor Mönchengladbach sein zweites Tor erzielte, traf das Schiedsrichterteam eine eindeutig falsche Entscheidung bezüglich eines Einwurfs.
Der Mönchegladbacher Stürmer führte den Einwurf schnell aus, leitete einen Angriff ein und erzielte die 2:1-Führung. Daraufhin betrat ein aufgebrachter Wagner das Spielfeld um etwa einen Meter und erhielt so seine erste Gelbe Karte.
In der Halbzeitpause näherte sich Wagner dem Schiedsrichterteam, doch Petersen empfand sein Verhalten als übergriffig und zeigte ihm daraufhin eine zweite Gelbe Karte, womit er ihn des Feldes verwies.
Gemäß den üblichen Regeln würde ein Trainer, der eine Gelb-Rote Karte erhält, automatisch für ein Spiel gesperrt, was bedeutet hätte, dass Wagner gegen Bayern nicht die technische Zone an der Seitenlinie betreten dürfte. Nach diesem erfolgreichen Einspruch wurde diese Strafe jedoch aufgehoben.
Marco Fritz, verantwortlich für Regelangelegenheiten bei der DFB Schiri GmbH, war ebenfalls der Meinung, dass Wagners Verhalten nicht ausreichte, um eine zweite Gelbe Karte zu rechtfertigen.
Fritz erklärte: „Ich fand kein Verhalten, das eine zweite Gelbe Karte gerechtfertigt hätte. Es ist klar, dass sein Betreten des Feldes nicht respektlos gegenüber dem Schiedsrichter war, noch schien er zu versuchen, die Emotionen weiter anzuheizen. Meiner Meinung nach wäre höchstens eine Verwarnung ausreichend gewesen."
SV Elversberg hat nach dem Aufstieg in die Bundesliga in dieser Saison zwei aufeinanderfolgende Siege erzielt. Diesen Sonntag empfangen sie Bayern, und Wagner kann nun in diesem Spiel definitiv von der Seitenlinie aus coachen.
Übersetzt von KI.
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