Die FIFA verteidigte die VAR-Entscheidung im WM-Spiel der Schweiz gegen Argentinien in einer Stellungnahme. In diesem Spiel wurde Embolo nach einer zweiten gelben Karte wegen angeblichen Vortäuschens eines Fouls des Feldes verwiesen. Das International Football Association Board (IFAB), das für die Festlegung der Fußballregeln zuständig ist, hatte jedoch zuvor zugegeben, dass die Entscheidung ein Fehler war.

Am Dienstag Ortszeit gab das International Football Association Board (IFAB), das die Fußballregeln festlegt, zu, dass Embolo zu diesem Zeitpunkt nicht hätte des Feldes verwiesen werden dürfen.
Das IFAB erklärte: „Bei einer Verwarnung, die keine zweite gelbe Karte ist (z. B. die gewöhnliche gelbe Karte von Paredes), kann der VAR nur zur Identifizierung des fehlbaren Spielers verwendet werden. Das Foul selbst kann vom VAR nicht erneut überprüft oder geändert werden.“
FIFA: Entscheidung stellte Fairness wieder her
Als Reaktion darauf verteidigte die FIFA ihren Urteilsstandard und erklärte, dass es sich nicht um einen „Fehler des Schiedsrichters oder des VAR“ handele.
Ein FIFA-Sprecher erklärte: „Die Interpretation der FIFA von Situationen im Zusammenhang mit der Verwechslung von Spielern wurde während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft konsequent angewendet. In zwei Spielen wurden Spieler fälschlicherweise als Täter eines gegnerischen Vortäuschens eines Fouls identifiziert und erhielten infolgedessen Gelbe Karten. Der Video-Schiedsrichterassistent wies den Hauptschiedsrichter an, diesen Tatsachenfehler zu korrigieren.
„Das Vortäuschen eines Fouls selbst ist unbestritten. Ein Vortäuschen eines Fouls sollte nicht zu Disziplinarmaßnahmen gegen einen Gegner führen, da dies sonst nachfolgende Auswirkungen haben könnte, wie z. B. einen Platzverweis wegen einer zweiten Gelben Karte oder eine Sperre aufgrund einer Ansammlung von Gelben Karten.“
Der FIFA-Sprecher fügte hinzu: „Wir betrachten dies nicht als Fehler des Schiedsrichters oder des VAR. Diese Entscheidung stellte die Fairness wieder her. Wir haben die Anmerkungen des IFAB in der entsprechenden Mitteilung zur Kenntnis genommen. Wir standen in ständigem Kontakt mit dem IFAB, und sie haben bestätigt, dass diese Interpretation gültig und akzeptiert ist und bei zukünftigen Diskussionen über VAR-Regelanpassungen, wie in der letzten Jahreshauptversammlung erwähnt, berücksichtigt wird.“
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