Der Guardian-Kolumnist Nick Ames hat geschrieben, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino zurücktreten oder durch rechtliche Schritte abgesetzt werden muss. Er ist der Ansicht, dass die Kontroverse um Infantinos Pläne zur Kommerzialisierung der Weltmeisterschaft die Glaubwürdigkeit und das Führungssystem der FIFA schwer beschädigt hat.

Der Artikel weist darauf hin, dass Infantino kürzlich gezwungen war, seinen Plan aufzugeben, eine Beteiligung an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, und bezeichnete dies als „demütigenden Rückzug“. Zuvor hatte er sich für die Schaffung der Initiative „FIFA Forward Enterprise“ (FFE) eingesetzt, in der Hoffnung, kommerzielle Vermögenswerte von Kernwettbewerben wie der Weltmeisterschaft in ein neues Unternehmen mit einem Wert von etwa 20 Milliarden US-Dollar zu integrieren und bis zu 20 % der Anteile an private Investoren zu verkaufen.
Obwohl Infantino anschließend erklärte, dass die Diskussionen über die Fußballentwicklung wieder aufgenommen würden und „gemeinsame Interessen“ betonte, glaubt Ames, dass dies lediglich ein Schritt war, um seine eigene Position zu retten. Er schrieb, dass jeder Tag, an dem Infantino im Amt bleibe, den Ruf der FIFA weiter schädige.
Der Artikel argumentiert, dass der FFE-Plan allein ausgereicht hätte, um viele Sportfunktionäre unter Druck zu setzen, zurückzutreten, da der Vorschlag darauf abzielte, wichtige zukünftige Entscheidungsbefugnisse im Fußball an Risikokapitalfirmen zu übertragen. Infantinos frühere Reihe von Kontroversen verstärkte jedoch auch die externe Unzufriedenheit mit ihm.
Dazu gehören unter anderem die Verleihung eines „Friedenspreises“ an den damaligen US-Präsidenten Trump durch die FIFA, die mangelnde ausreichende Kommunikation bezüglich der Einführung von Kühlpausen während der Weltmeisterschaft, Fragen rund um das übereilte Bewerbungsverfahren für die Weltmeisterschaft 2034 und der Fall der Roten Karte für Balogun.
Der Artikel erwähnt, dass Artikel 10.3 der internen FIFA-Statuten den Präsidenten verpflichtet, den Schutz und die Umsetzung der Ziele, der Mission, der strategischen Ausrichtung und der Werte der FIFA zu gewährleisten und gleichzeitig ein positives Image für die FIFA zu wahren. Ames glaubt jedoch, dass die jüngste Distanzierung mehrerer europäischer Fußballparteien von Infantino einen klaren Konflikt mit dieser Anforderung darstellt.
Die UEFA hat in dieser Krise eine starke Haltung eingenommen. Zuvor hatten die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände erklärt, dass sie einen Boykott zukünftiger FIFA-Turniere in Betracht ziehen würden, falls Infantino auf dem Plan zum Verkauf der Weltmeisterschaftsrechte bestehen sollte. Der Artikel legt nahe, dass diese Maßnahme Infantino dazu zwang, seinen ursprünglichen Plan letztendlich aufzugeben.
Ames weist jedoch darauf hin, dass Insider der UEFA glauben, dass der Druck nicht nachlassen darf. Einige Mitgliedsverbände erwägen, ihre früheren Unterstützungsbekundungen für Infantinos Wiederwahl zurückzuziehen, was effektiv einem „Misstrauensvotum“ gleichkäme.
Infantino wurde ursprünglich erwartet, dass er sich bei der FIFA-Präsidentschaftswahl im nächsten März die Wiederwahl sichern würde, da die überwiegende Mehrheit der Mitgliedsverbände zuvor ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht hatte. Doch mit dem Ausbruch dieser Krise könnten einige Verbände ihre Positionen neu bewerten.
Der Artikel stellt auch fest, dass die UEFA neue Methoden für die finanzielle Verteilung der FIFA erforscht, in der Hoffnung, die bestehenden Milliardenreserven der FIFA zu nutzen, anstatt Gelder durch den Verkauf von „Vermögenswerten der Fußballfamilie“ zu generieren. Gleichzeitig sucht die UEFA auch nach potenziellen Nachfolgern, um sich auf zukünftige Präsidentschaftswahlen vorzubereiten.
Ames schließt mit der Feststellung, dass die aktuelle Krise eine Gelegenheit sein könnte, das Führungssystem des Weltfußballs neu zu gestalten, aber nur, wenn Infantino nicht mehr die ultimative Entscheidungsgewalt innehat. Er zitiert die frühere Einschätzung des ehemaligen FIFA-Vize-Generalsekretärs Zvonimir Boban, dass die FIFA „ihren Weg verloren hat“, und nur wenn Infantino von der Führung zurücktritt, kann die Organisation ihren Weg wieder finden.
Übersetzt von KI.
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