Oliver Mintzlaff, Vorstandsvorsitzender der Red Bull Group, enthüllte bei der Sport Bild Award-Verleihung in Hamburg eine große Insider-Story: Jürgen Klopp war die treibende Kraft hinter der historischen Verpflichtung von Serhou Guirassy durch RB Leipzig vor einem Jahr.

„Um ehrlich zu sein, Serhou wäre ohne Jürgen Klopp nie zu Leipzig gekommen", gab Mintzlaff zu. Während seiner anderthalb Jahre als Globaler Fußball-Direktor von Red Bull hinterließ Klopp einen tiefgreifenden Eindruck, indem er das Sportteam ständig ermutigte, mutige Transferentscheidungen zu treffen. Sein Weggang war ein erheblicher Verlust für den Verein. Allerdings erkennt Red Bull auch an, dass Klopps Ernennung zum Bundestrainer die beste Wahl ist.

Klopp hatte ursprünglich einen langfristigen Vertrag ohne Ausstiegsklausel bis 2029 bei Red Bull unterschrieben. Es wurde gemunkelt, dass Klopp seinen Red Bull-Status behalten würde, während er die deutsche Nationalmannschaft trainiert, doch Mintzlaff widerlegte dies und erklärte, dass die beiden Parteien eine solche Vereinbarung nie besprochen hätten und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) keine Ablöse zahlen müsse. Stattdessen wird der DFB eine erhebliche Spende an die „Wings for Life"-Stiftung von Red Bull leisten und dafür sorgen, dass drei Spiele der deutschen Nationalmannschaft vor 2030 in Leipzig stattfinden – eine Vereinbarung, die Mintzlaff als sehr großzügig bezeichnete. Klopp unterschrieb beim DFB bis 2030 und trat diesen Monat offiziell sein Amt an. Sein erstes Spiel wird gegen die Niederlande in Amsterdam sein.

Der Transfer von Guirassy hatte damals auch innerhalb des Vereins für Kontroversen gesorgt. Auf Klopps Empfehlung hin gab Leipzig 20 Millionen Euro aus, um den damals 18-jährigen ivorischen Youngster vom Segunda División B-Verein Leganés zu verpflichten. Teamkapitän David Raum hatte zuvor verraten, dass er schockiert war, als er das Transferangebot sah, und zeitweise vermutete, dass der Verein einen Fehler gemacht hatte. Doch schon nach einer Trainingseinheit änderte Raum seine Meinung komplett und lobte die Verpflichtung gegenüber Sportdirektor Schäfer als einzigartig vorausschauend.

Es stellte sich heraus, dass Klopp und Schäfer ein Auge für Talente hatten. Guirassy explodierte schnell nach seiner Ankunft in der Bundesliga und wechselte nun für 125 Millionen Euro zu Real Madrid, womit er der teuerste Neuzugang in der Geschichte von Real Madrid ist. Vor einigen Wochen hatte Mintzlaff öffentlich erklärt, dass Guirassy nicht zum Verkauf stehe. Bezüglich des endgültigen Deals sagte er selbstironisch, dass er als Aufsichtsratsmitglied nur begrenzten Einfluss gehabt habe, gab aber auch zu, dass angesichts eines solch enormen Angebots ein Deal völlig verständlich sei.

Übersetzt von KI.

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