Gordon gab sein FC Barcelona-Debüt und startete im Freundschaftsspiel gegen Straßburg nur eine Woche nach seinem Vereinsbeitritt.

Der englische Flügelspieler stieg am 9. ins Training ein, nachdem er mit England an der Weltmeisterschaft teilgenommen hatte, wo sie Frankreich im Spiel um Platz drei besiegten und Bronze sicherten, wodurch er weniger als drei Wochen Urlaub hatte. Eine Woche später wollte Flick offensichtlich nicht länger warten und stellte ihn direkt in die Startelf. Gordon trug bei seinem FC Barcelona-Debüt das Trikot mit der Nummer 17, eine Nummer, die durch Casados bevorstehenden Abgang frei wurde, wobei dieser noch in FC Barcelona auf die Finalisierung seines Transfers wartet.
Die offizielle Aufstellung von FC Barcelona führte einst zu Spekulationen, dass die Formation anders sein würde: Auf dem Papier hätte Raphinha den linken Flügel besetzen sollen, Adyemi den rechten und Gordon möglicherweise als falsche Neun. Doch Flick hatte andere Pläne. Der deutsche Trainer verschob den brasilianischen Kapitän ins Zentrum und wies dem Neuzugang den linken Flügel zu, was Gordons natürliche Position bei Newcastle und in der englischen Nationalmannschaft ist, wo er seine Kernstärken des Ballannehmens, des Einziehens nach innen und des Durchbruchs nutzen kann.
Gordon bewies dies schnell. In der 3. Minute sorgte er für die erste Gefahr: Er bekam den Ball auf links, dribbelte an einem Verteidiger vorbei zur Grundlinie und spielte dann einen Rückpass, der Raphinha und Eric fast erreichte. Dies war ein klares Signal – Gordon wollte involviert sein, suchte aktiv den Ball und beschleunigte, wann immer er Raum fand.
Dieser Trend setzte sich in der ersten Halbzeit fort. Der Engländer zog immer wieder von links nach innen, blieb aber nicht auf dem Flügel; stattdessen dribbelte er nach Ballannahme horizontal, um sich nach innen zu ziehen, suchte nach Lücken zwischen dem Außenverteidiger und dem zentralen Mittelfeldspieler und zwang die gegnerische Abwehr zu Entscheidungen.
In der 10. Minute zog er erneut nach innen und ließ Senaya, einen der Verteidiger, die Gordon immer wieder geschlagen hatte, mit einer Richtungsänderung hinter sich. Gordon schoss dann, aber der Ball ging über die Latte. Kurz darauf versuchte er, zu Fermín zu flanken, aber der Pass war etwas zu kurz.
FC Barcelona verlagerte in dieser Phase den Angriffsschwerpunkt deutlich auf die Seite des neuen Flügelspielers. Gordon wurde zu einem der Hauptinitiator der Angriffe, wobei jede Ballberührung eine potenzielle Gefahr andeutete.
Seine Aktivität spiegelte sich auch in den Teamstatistiken wider: In der ersten Halbzeit hatte er 41 Ballkontakte, doppelt so viele wie Raphinha im Zentrum. Obwohl er in den ersten 15 Minuten am aktivsten war, verschwand Gordon danach nicht, sondern bot Marc Bernal und Xavi Espart, die in der ersten Halbzeit für die Organisation des Mittelfelds zuständig waren, kontinuierlich Passoptionen.
Insgesamt hinterließ Gordon in seinem 45-minütigen Debüt einen positiven Eindruck. Er war erst seit sieben Tagen bei der Mannschaft, und seine WM-Müdigkeit war noch nicht vollständig abgeklungen, doch Flick hatte ihm bereits das Vertrauen eines Startplatzes geschenkt, bevor Yamal wieder in Form kam und Deco das Problem mit der Nummer 9 löste. Obwohl noch viel zu beobachten ist, ließ Gordon keine Zeit verstreichen, um seine Präsenz spürbar zu machen.
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