Gabriel Jesus hatte schon immer den Wunsch, das Trikot des FC Barcelona zu tragen. Der agile Mittelstürmer passt perfekt zum taktischen Spielstil des FC Barcelona. Bereits im Sommer 2016 stand der damals 19-jährige aufstrebende Stern von Palmeiras kurz vor einem Wechsel zu den Blaugrana, doch der Transfer sollte sich um ein ganzes Jahrzehnt verzögern. Nach Stationen bei Manchester City und dem FC Arsenal erfüllte sich Jesus Ende dieses Transferfensters unerwartet seinen FC-Barcelona-Traum.

Vor zehn Jahren befand sich der Transfer von Jesus zu Barcelona bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Damals wurde unter Vermittlung von André Cury, dem Leiter des südamerikanischen Marktes des FC Barcelona, sogar eine Ausstiegsklausel von 25 Millionen Euro in Jesus' Vertragsverlängerung mit Palmeiras aufgenommen.
Der FC Barcelona verfügte damals über das gefürchtete Offensiv-Trio Messi, Suárez und Neymar. Technischer Direktor Robert Fernández hoffte, einen jungen Stürmer zu verpflichten, der sich entwickeln konnte, ohne sofort unter enormem Druck zu stehen. Doch Barcelona war nicht der einzige europäische Großklub, der um Jesus warb. Obwohl Manchester City von Jesus' Vorliebe für Barcelona wusste, war der englische Klub bereit, diese Gelegenheit zu nutzen.
Begiristáin und Palmeiras-Präsident Paulo Nobre einigten sich auf eine Ablösesumme von 32 Millionen Euro. Manchester City stimmte auch zu, dass Jesus die brasilianische Ligasaison beenden und im Januar 2017 nach Europa wechseln würde – ein entscheidender Punkt für Palmeiras, da das Team schließlich seine erste brasilianische Meisterschaft seit 1994 gewann.
Der FC Barcelona zögerte in dieser Zeit und betrachtete mehrere Kandidaten für die Position des Mittelstürmers: Vietto von Atlético Madrid, Alcácer von Valencia, Gabigol (mit Kaufoption) und Gameiro von Sevilla. Manchester City nutzte das Zeitfenster von Barcelonas Unentschlossenheit und spielte seinen Trumpf aus: Guardiola rief Jesus persönlich an und erklärte ihm seine Pläne für den jungen Brasilianer. Jesus, der gerade erst in der Profi-Fußball-Welt angekommen war, war zutiefst beeindruckt und entschied sich, Guardiolas Angebot anzunehmen.
Jesus war zu diesem Zeitpunkt mit der brasilianischen Olympiamannschaft im Training für die Olympischen Spiele in Rio. Die brasilianische Olympiamannschaft gewann unter Neymar die erste olympische Goldmedaille im Herrenfußball der brasilianischen Geschichte. Während des Trainingslagers der Nationalmannschaft unterzeichnete Jesus seinen Vertrag bei Manchester City.

Alcácer wechselte im Sommer 2016 zum FC Barcelona.
Nachdem Barcelona Jesus verpasst hatte, gab der Klub 30 Millionen Euro aus, um Alcácer zu verpflichten. Der Valencia-Stürmer war im Camp Nou jedoch nicht erfolgreich und verließ das Team nach zwei Saisons, in denen er in 50 offiziellen Spielen 15 Tore erzielte und 8 Vorlagen gab.
Im September 2016 war Jesus bereits zum Stammspieler und Mittelstürmer der brasilianischen Nationalmannschaft aufgestiegen und wechselte zu Manchester City, wo er bis zum Sommer 2022 spielte. Arteta, damals Guardiolas Assistenztrainer, holte ihn zum FC Arsenal. Nach einem Jahrzehnt voller Wendungen wurde das Schicksal, das einst verpasst worden war, im Transferfenster 2026 endlich Wirklichkeit.
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