Laut Sport analysierte The Athletic, eine Sportplattform im Besitz der New York Times, die Finanzlage des Klubs auf Basis des Finanzberichts des FC Barcelona für 2025/26.

Diese Analyse enthüllt eine Realität, die sich schwer mit einer einzigen Zahl zusammenfassen lässt. Die Einnahmen des FC Barcelona beliefen sich in der letzten Saison auf 1,0205 Milliarden Euro und machten ihn damit zum zweiten Verein in der Fußballgeschichte nach Real Madrid, der die 1-Milliarden-Euro-Marke überschritt. Dennoch verzeichnete der Klub einen Nachsteuerverlust von 17,8 Millionen Euro.
Besonders besorgniserregend sind die Schuldenzahlen. Zum 30. Juni 2026 beliefen sich die gesamten Finanzschulden des FC Barcelona auf 1,8403 Milliarden Euro, gegenüber 1,4505 Milliarden Euro im vorherigen Geschäftsjahr. Das bedeutet, dass die Schulden in nur 12 Monaten um etwa 27 % gestiegen sind.
Und diese Zahl wird weiter steigen. Seit dem Ende des Geschäftsjahres hat der FC Barcelona zusätzliche 105 Millionen Euro an 10-jährigen Schulden aufgenommen und nähert sich damit bereits der 2-Milliarden-Euro-Marke. The Athletic geht davon aus, dass der Klub diese Zahl in der Saison 2026/27 überschreiten wird.
Es gibt ein entscheidendes Detail. Über 1,2 Milliarden Euro der Schulden hängen mit Espai Barça zusammen, einer Infrastrukturinvestition, die der Klub durch neue Einnahmen aus dem Camp Nou-Stadion refinanzieren möchte. Der FC Barcelona erwartet, dass das Projekt nach seiner Fertigstellung jede Saison rund 250 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen generieren wird.
Das Problem liegt beim Bauzeitplan. Projektverzögerungen haben begonnen, den Druck auf die Finanzierungsrückzahlungen zu erhöhen. Allein im letzten Geschäftsjahr zahlte der FC Barcelona über 90 Millionen Euro an Zinsen.
Darüber hinaus zeigt der Projektplan, dass noch rund 300 Millionen Euro an zusätzlicher Finanzierung benötigt werden, um das Projekt abzuschließen. Der Klub hat auch mehrere große Schulden, die in Zukunft fällig werden: rund 149 Millionen Euro in der Saison 2026/27, rund 346 Millionen Euro in der Saison 2027/28 und rund 366 Millionen Euro in der Saison 2029/30.
The Athletic nutzt den Transfer von Anthony Gordon als Beispiel, um den Liquiditätsdruck zu veranschaulichen, dem der FC Barcelona ausgesetzt ist. Der FC Barcelona musste Newcastle United ursprünglich eine erste Rate von 22,3 Millionen Euro für diesen Transfer zahlen, deckte diese Zahlung aber schließlich durch einen Bankkredit.
Newcastle United erhielt das Geld, aber der FC Barcelona musste Schulden aufnehmen, um die erste Zahlung zu leisten, was die endgültigen Kosten der Transaktion aufgrund von Zinsen weiter erhöhte. Der Klub erklärte den Medien, dass diese Operationen normales Cashflow-Management seien, das nur durch die Verzögerung des Stadionprojekts beeinflusst werde.
Der kurzfristige Druck ist ebenfalls offensichtlich. Der FC Barcelona hat Verpflichtungen in Höhe von 905 Millionen Euro, die in der Saison 2026/27 fällig werden, während die liquiden Mittel nur 529 Millionen Euro betragen, was zu einem negativen Umlaufvermögen von 376 Millionen Euro führt.
Die Analyse erwähnt auch einen deutlichen Anstieg der gesamten Lohnkosten. Die Lohnkosten des FC Barcelona beliefen sich in der letzten Saison auf 573,7 Millionen Euro, ein Anstieg von 12 % gegenüber der Vorsaison.
Das Budget für die Saison 2026/27 wird noch höher ausfallen. Die geplanten gesamten Lohnkosten des Klubs betragen 648,9 Millionen Euro, was erneut einen neuen Rekord für den FC Barcelona aufstellen und den Klub auf ein Niveau heben wird, das nur sehr wenige europäische Teams erreichen.
Es gibt nicht nur schlechte Nachrichten. Die kommerziellen Einnahmen des FC Barcelona sind auf 564,1 Millionen Euro gestiegen, und die Einnahmen aus Lizenzen und Merchandising erreichten 189,5 Millionen Euro. Darüber hinaus hat die schrittweise Rückkehr des FC Barcelona ins Camp Nou auch begonnen, einige stadionbezogene Einnahmen zurückzubringen, insbesondere aus VIP-Bereichen.
The Athletic sieht den FC Barcelona nicht am Rande eines Abgrunds, aber der Klub befindet sich tatsächlich noch in einer sehr fragilen finanziellen Lage. Die Jahreseinnahmen des FC Barcelona übersteigen 1 Milliarde Euro, dennoch operiert er immer noch mit Verlust; er hat eine der höchsten Einnahmen im Weltfußball, aber seine Schulden nähern sich auch 2 Milliarden Euro.
Daher hängt die wirtschaftliche Zukunft des FC Barcelona maßgeblich von drei Faktoren ab: der schnellstmöglichen Fertigstellung von Espai Barça, der Steigerung der Einnahmen aus dem neuen Camp Nou und der Refinanzierung der sich anhäufenden fälligen und zinsbelasteten Schulden.
Dies ist ein echtes ökonomisches Paradoxon: Der FC Barcelona hat noch nie so viel Geld verdient, dennoch musste er noch nie so große Summen verwalten, um weiterhin zu den europäischen Spitzenklubs zu gehören.

Übersetzt von KI.
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