23. September – Nach Informationen der deutschen Tageszeitung Die Welt hat der neue Bundestrainer Julian Nagelsmann mehrere neue Regeln eingeführt. Neben der taktischen Betonung auf kollektive Verteidigung und hochintensives Gegenpressing hat er auch klare Anforderungen an das tägliche Verhalten der Mannschaft im Trainingslager gestellt. Berichten zufolge hofft Nagelsmann, durch diese Regelungen die Disziplin und den Teamgeist der Mannschaft zu stärken.

Diesen Donnerstag wird Nagelsmann sein erstes Spiel als Bundestrainer bestreiten. Um dem Team zum Erfolg zu verhelfen, hat er eine Reihe neuer Regeln eingeführt, wobei der Schwerpunkt auf Disziplin und Teamgeist liegt.
Vergangenes Wochenende beobachtete Nagelsmann das Trainingsspiel der Mannschaft im „Haus des Deutschen Fußballs" in Herzogenaurach. Er und sein Trainerteam waren vergangenen Freitag dort angekommen, und seitdem begrüßt der Bundestrainer die ausgewählten Nationalspieler.
Um sicherzustellen, dass alle in seinen Coaching-Plan einbezogen werden, hat Nagelsmann insgesamt 44 Spieler nominiert. Seit vergangenen Montag leitet er das Training der „ersten Mannschaft" mit 24 Spielern, um sich auf die ersten beiden bevorstehenden UEFA-Nations-League-Spiele vorzubereiten.
Einige der wichtigen Reformen, die Nagelsmann nun umsetzt, wurden tatsächlich bereits im August während eines internen Treffens beschlossen. Damals hielten er und sein Kern-Trainerteam mehrtägige intensive Diskussionen in einem Spa- und Golfresort in Blankenhain ab. Dieser Ort wird ab nächstem Jahr die neue Trainingsbasis des Deutschen Fußball-Bundes.
Der 59-jährige Nagelsmann und sein Trainerteam haben bei diesem Treffen einen neuen Verhaltenskodex festgelegt, der sowohl die Leistung auf dem Spielfeld als auch das tägliche Leben abseits des Platzes abdeckt.
Nagelsmann hatte seine Coaching-Philosophie bereits bei der Bekanntgabe des Nationalkaders klar formuliert.
Er sagte: „Seit 25 Jahren baue ich Mannschaften so auf: Jeder muss für die Verteidigung verantwortlich sein. Jeder, immer."
„Das wird jedem helfen."
Bei seiner ersten Ansprache im Mannschaftslager am vergangenen Montag betonte Nagelsmann diese Philosophie auch den Spielern gegenüber.
In Bezug auf die Verteidigung möchte der neue Bundestrainer, dass die Mannschaft eine Raumdeckung anstelle einer traditionellen Manndeckung praktiziert. Wie schon bei seinen früheren Stationen in Liverpool, Borussia Dortmund und Mainz betrachtet Nagelsmann die Übergänge zwischen Angriff und Verteidigung immer noch als Schlüssel zu seinem taktischen System.
Er bezeichnet sein hohes Pressing als den „besten Spielmacher", denn wenn der Ball erfolgreich in der gegnerischen Hälfte zurückerobert werden kann, können sofort hochgefährliche Angriffsmöglichkeiten entstehen.
Nagelsmann betonte auch immer wieder eine weitere Schlüsselphrase: „Helft euch gegenseitig!"
Er erklärte: „Natürlich ist das eine Herausforderung. Aber Fußballer sind Fußballer, und die Verteidigung mit dem Ball als Fokus ist nicht kompliziert."
„In den Vereinen, die ich zuvor trainiert habe, nannten wir das ‚organisiertes Chaos'. Für Außenstehende mag es wie Chaos aussehen, aber für uns war es organisiert."
Die Mannschaft könnte anfänglich eine gewisse Desorganisation erfahren, aber Nagelsmann ist bereit, diesen Prozess in Kauf zu nehmen, um das ultimative Ziel zu erreichen.
Dieses Abwehrsystem kann Spielern helfen, die Schwierigkeiten haben, schnelle Gegner in Eins-gegen-Eins-Situationen zu kontrollieren. Insbesondere langsamere Spieler können den Druck der individuellen Verteidigung verringern, indem Teamkollegen rechtzeitig Unterstützung leisten.
Nagelsmann: Ich will den Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen
Nagelsmann möchte, dass die deutsche Mannschaft eine organisierte Teamverteidigung zeigt, kein unorganisiertes Vollpressing.
Für die deutschen Nationalspieler bedeutet dies, dass der ballnächste Spieler den Ballführenden sofort unter Druck setzen muss, um dem Gegner keine Zeit zu geben, den Ball in Ruhe zu verarbeiten. Gleichzeitig müssen die Spieler auf anderen Positionen die Formation erheblich verdichten, das Zentrum blockieren, die Passwege des Gegners abschneiden und die gesamte Abwehrstruktur aufrechterhalten.
Auf der Torhüterposition hat Nagelsmann bereits seine erste Wahl bekannt gegeben – Marc-André ter Stegen.
In der Innenverteidigung signalisieren Nagelsmanns Nominierungen von Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck auch, dass er sie als zukünftiges Innenverteidiger-Duo Deutschlands ansehen könnte.
Als Linksverteidiger wurde der Bayern-Spieler Alphonso Davies als einer der Kandidaten identifiziert.
Im Angriff plant der neue Bundestrainer, drei zentrale Spieler einzusetzen.
Kapitän Joshua Kimmich wird von der Rechtsverteidigerposition ins Mittelfeld zurückkehren. An seiner Seite könnten Bayern-Teamkollege Aleksandar Pavlović oder Borussia-Dortmund-Spieler Felix Nmecha eingesetzt werden.
Nagelsmann hat Nmecha und den bestätigten Kapitän Kimmich bereits in die „erste Mannschaft" berufen.
Es bleibt abzuwarten, ob Nagelsmann die beiden kreativen Spieler Jamal Musiala und Florian Wirtz gleichzeitig in sein taktisches System integrieren kann.
Um Positionskämpfe zwischen ihnen zu vermeiden, hat Nagelsmann sie tatsächlich in verschiedene Kader gesteckt: Musiala in die „erste Mannschaft" und Wirtz in die „zweite Mannschaft".
Bezüglich Musiala möchte Nagelsmann die Möglichkeit offenhalten, dass der Bayern-Star während der gesamten Nationalmannschaftsperiode mit dem Team trainiert und spielt.
Auf den Flügeln beabsichtigt Nagelsmann, in Zukunft schnelle Flügelspieler wie Karim Adeyemi und Kevin Schade einzusetzen.
Im Mittelsturm hat Kai Havertz derzeit keine offensichtliche Konkurrenz. Der Arsenal-Stürmer steht ebenfalls im Kader der „ersten Mannschaft".
Die Veränderungen, die Nagelsmann mit sich bringt, beschränken sich jedoch nicht auf das Spielfeld.
Er hat auch klarere Regeln für das tägliche Leben der deutschen Nationalspieler während des Trainingslagers aufgestellt.
Im Folgenden sind Nagelsmanns Regeln für Spieler in Trainingslagern aufgeführt:
Regel Eins: Pünktlichkeit ist Pflicht
Während der Amtszeit des ehemaligen Trainers Joachim Löw konnten die Spieler zwischen 19:00 und 20:00 Uhr zum Abendessen ins Trainingslager kommen.
Unter Nagelsmann hat sich diese Regel geändert:
Alle Spieler müssen pünktlich um 19:00 oder 20:00 Uhr im Speisesaal sein.
Das mag wie ein kleines Detail erscheinen, aber Nagelsmann hofft, durch solche Anforderungen das kollektive Bewusstsein der Mannschaft zu stärken.
Das Trainerteam möchte, dass das Abendessen eine Zeit für Interaktion und Kommunikation zwischen den Spielern ist.
Regel Zwei: Keine Mobiltelefone während Training und Teamaktivitäten
Während des Aktivierungstrainings vor dem Spiel an Spieltagen, beispielsweise wenn Spieler sich im Fitnessstudio aufwärmen oder Massagen erhalten, möchte Nagelsmann, dass sich die Spieler auf das Wesentliche konzentrieren.
Spieler können mit ihren Teamkollegen kommunizieren, und das Trainerteam fördert diese Interaktion sogar.
Aber es gibt eine klare Anforderung: Mobiltelefone sind in dieser Zeit verboten.
Regel Drei: Keine Haarschnitte im Hotel
Zukünftig werden für die Spieler im deutschen Teamlager keine Friseurdienste mehr arrangiert.
Nagelsmanns Idee ist einfach: Da die Spieler eine „Geschäftsreise" antreten, können sie sich genauso gut vorher die Haare schneiden lassen, so wie es andere normale Angestellte vor einer Geschäftsreise tun.
Darüber hinaus wird das deutsche Team unter Nagelsmanns Führung während der Euro 2028 keine „Familienveranstaltungen mit dem Team" mehr arrangieren.
Zuvor hatte Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß ähnliche Arrangements während Nagelsmanns Zeit bei Bayern als „Corporate Teambuilding" bezeichnet.
Bei der Weltmeisterschaft 2022 durften Familienangehörige der Spieler unter verschiedenen Umständen das Teamlager besuchen.
Nach Nagelsmanns Amtsübernahme werden solche Arrangements zukünftig nur noch in Einzelfällen zugelassen.
Das deutsche Team möchte, dass sich die Spieler auf ihr gemeinsames Ziel konzentrieren und während des Trainingslagers eine echte Einheit bilden.
Letztendlich hofft Nagelsmann, dass die deutsche Mannschaft bei der Euro 2028 wieder ihre traditionell starke Wettbewerbsfähigkeit zeigen kann.
Übersetzt von KI.
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