Am 6. Oktober gab das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga eine Erklärung ab, in der es die fortgesetzte Einhaltung der 50+1-Regel bekräftigte und Pläne ankündigte, in der ersten Hälfte des Jahres 2027 einen einheitlichen Reformplan vorzuschlagen.

Das Bundeskartellamt hatte im August dieses Jahres seine abschließende Einschätzung zur 50+1-Regel veröffentlicht und festgestellt, dass die Regel grundsätzlich dem Wettbewerbsrecht entspricht. Es wurden jedoch auch Bereiche genannt, in denen das derzeitige System angepasst werden könnte, wie etwa Finanzierungsausnahmen, Vereinsöffnungen und interne Organisationsregeln innerhalb der Profiliga. Die DFL erklärte ihren Wunsch, die Rechtssicherheit der Regel weiter zu stärken und gleichzeitig die 50+1-Regel als fundamentales Prinzip des Profifußballs zu erhalten sowie durch interne Liga-Konsultationen einen breiten Konsens zu erzielen.
Im Folgenden ist der Inhalt der Erklärung aufgeführt:
In der vergangenen Woche hat das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga (Bundesliga e.V.) in einer Klausursitzung den am 12. August 2024 vom Bundeskartellamt veröffentlichten Abschlussbericht zur 50+1-Regel erneut umfassend beraten.
Anschließend traf sich das Präsidium am Montag in Frankfurt mit Vereinen aus der Bundesliga und 2. Bundesliga, um den vom Bundeskartellamt in seiner abschließenden Einschätzung vorgeschlagenen Rahmen zur weiteren Sicherstellung der Rechtssicherheit der 50+1-Regel sowie die nächsten Schritte zu diskutieren.
Das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga gab folgende Erklärung zur Zukunft der 50+1-Regel ab:
1. Das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga unterstützt die 50+1-Regel.
Das Präsidium ist der Auffassung, dass die 50+1-Regel ein zentrales Grundprinzip des deutschen Profifußballs und eine wichtige Basis für die tiefe Integration des Profifußballs in die deutsche Gesellschaft ist.
Diese Position des Präsidiums steht im Einklang mit einer entsprechenden Stellungnahme vom März 2018. Damals hatten die Vereine mit Stimmenmehrheit auf der Mitgliederversammlung einen Prozess zur „Verbesserung der Rechtssicherheit und weiteren Prüfung von Anpassungen der Rahmenbedingungen bei Wahrung der 50+1-Regel" unterstützt.
Basierend auf seiner ausdrücklichen Unterstützung für die 50+1-Regel wird das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga auf der Liga-Generalversammlung im Dezember 2026 eine Bestätigung für die fortgesetzte Einhaltung der 50+1-Regel als zentrales Grundprinzip des deutschen Profifußballs anstreben.
Das Präsidium erklärte, dass angesichts der erheblichen strategischen und sportpolitischen Bedeutung der 50+1-Regel eine ausreichende Rechtsgrundlage für diese grundsätzliche Ausrichtung durch die kollektive Unterstützung der Vereine geschaffen werden müsse.
2. Die abschließende Einschätzung des Bundeskartellamtes bietet eine Grundlage zur weiteren Stärkung der Rechtssicherheit der 50+1-Regel.
Das Bundeskartellamt hat bestätigt, dass die 50+1-Regel aus kartellrechtlicher Sicht grundsätzlich rechtmäßig ist, und hat auch ihr Potenzial als Ausnahme vom europäischen Kartellrecht und von den Verboten missbräuchlichen Verhaltens anerkannt.
Das Bundeskartellamt ist der Auffassung, dass die 50+1-Regel zwar bestimmte Einschränkungen des Wettbewerbs auf dem Markt mit sich bringen kann, diese jedoch gerechtfertigt sind, wenn ihr Ziel darin besteht, breiteren gesellschaftlichen Gruppen die Möglichkeit zur Teilhabe am Profifußball zu sichern.
Um eine einheitlichere Entwicklung und Umsetzung der 50+1-Regel zu gewährleisten, wies das Bundeskartellamt auf Anpassungsbedarfe hin, wie etwa die Nachwuchsförderung und die Unterstützung relevanter Ausnahmen, die Vereinsöffnung und die Liga-Organisationsregeln, und schlug alternative Rahmenbedingungen für diese Anpassungen vor.
Die DFL Deutsche Fußball Liga muss auf diese identifizierten Anpassungsbedarfe im Rahmen der vom Bundeskartellamt vorgeschlagenen Lösungen reagieren.
Zukünftige endgültige Entscheidungen bezüglich der 50+1-Regel und der Umsetzung der Meinungen und Empfehlungen des Bundeskartellamtes werden von der Generalversammlung getroffen, die alle 36 Ligavereine umfasst.
Dies schließt auch Entscheidungen über entsprechende Anpassungen der Satzung der DFL Deutsche Fußball Liga ein.
3. Ziel ist es, innerhalb der Liga einen Konsens zu erzielen, um die Rechtssicherheit der 50+1-Regel wirklich zu stärken.
Das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga wird der Liga in der ersten Hälfte des Jahres 2027 einen endgültigen Vorschlag unterbreiten, um sicherzustellen, dass die 50+1-Regel einheitlich entwickelt und bei allen Mitgliedsvereinen umgesetzt wird.
Es ist klar, dass der künftige Umgang der Liga mit der 50+1-Regel die beiden deutschen Profiligen und die interne Zusammenarbeit innerhalb der Liga noch viele Jahre prägen wird.
Im Interesse aller Beteiligten ist eine breit getragene Lösung am wahrscheinlichsten, um langwierige Rechtsstreitigkeiten innerhalb der Liga zu vermeiden und damit die Rechtssicherheit der 50+1-Regel tatsächlich und nachhaltig zu erhöhen.
Umgekehrt könnten voreilige oder überstürzte Entscheidungen auf Ligaebene die Rechtssicherheit dieser Regel schwerwiegend beeinträchtigen, anstatt sie zu stärken.
Daher sind in den kommenden Wochen und Monaten weitere eingehende Diskussionen erforderlich, die die aktive und verantwortungsvolle Beteiligung aller relevanten Akteure erfordern.
Übersetzt von KI.
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