Effenberg beurteilte Klopps erste Kadernominierung positiv. Er ist der Meinung, dass Klopp klare Entscheidungen getroffen hat, lobte ihn für das Beenden früherer Experimente und äußerte sich auch zu Leroy Sané und Leon Goretzka.

In seiner Kolumne für t-online stellte Effenberg fest, dass Klopps Nominierung von 44 Spielern für die bevorstehende Länderspielpause und deren Aufteilung in zwei Teams ungewöhnlich ist.

Effenberg sagte: „Aber ich verstehe vollkommen, warum Klopp dies in Betracht zieht. Er weiß genau, was er tut."

Übergroßer Kader? „Natürlich gibt es ein Risiko"

Angesichts der umfangreichen Diskussionen um potenzielle deutsche Nationalspieler meint Effenberg: „Niemand kann sich mehr beschweren, keine Chance zu bekommen." Alle Spieler müssen nun beweisen, dass Klopp sie zu Recht in die Nationalmannschaft berufen hat und dass sie sich erneut berufen lassen möchten.

Effenberg erklärte weiter, dass Klopp durch die gleichzeitige Aufstellung zweier Kader ein gewisses Risiko eingeht: „Angenommen, die Dinge laufen nicht wie erwartet – ein Team schneidet deutlich schlechter ab als das andere und die Spielergebnisse sind enttäuschend, dann wird es sicherlich wieder Kritik an ihm geben."

Effenberg über die Nichtberücksichtigung von Leroy Sané

Effenberg hält Klopps Ansatz, 44 Spieler zu den Spielen gegen die Niederlande, Griechenland und Serbien mitzunehmen, jedoch für richtig. Er sieht es auch als wichtig an, dass Klopp durch diese Kaderliste viele Dinge klargestellt hat: „Die Ära der Positionsexperimente ist komplett vorbei. Niemand wird gezwungen, auf einer Position zu spielen, die ihm unbekannt ist – das ist ein sehr einfacher, aber brillanter Schachzug und eine Entscheidung des neuen Bundestrainers."

Effenberg ist der Meinung, dass der Bundestrainer Spieler auf ihren stärksten Positionen einsetzen sollte, und genau diese Botschaft vermittelt die aktuelle Kaderliste. Zum Beispiel wird Deutschland-Kapitän Joshua Kimmich unter Klopp auf die defensive Mittelfeld-Position zurückkehren, nachdem sein Vorgänger Nagelsmann den Bayern-München-Star bei der Weltmeisterschaft als Rechtsverteidiger eingesetzt hatte.

Bezüglich der Nichtberücksichtigung von Leon Goretzka (derzeit verletzt) und Leroy Sané hält Effenberg dies ebenfalls für die richtige Entscheidung. Beide hatten zuvor an der Weltmeisterschaft teilgenommen, und er bekräftigt seine bereits geäußerte Ansicht, dass die beiden keine Zukunft mehr in der deutschen Mannschaft haben sollten. Effenberg sagte: „Wenn Klopp sie zurückholen würde, würde er sich selbst und der Philosophie, der er anhängt, widersprechen."

Zudem bemerkte Effenberg, dass Klopp ausdrücklich betonte, dass er mehr Spiele persönlich besuchen und die Einstellung der Spieler vor Ort beobachten wolle. Bezüglich Klopps Vorgänger konzentrierte sich externe Kritik oft auf dessen seltene Anwesenheit, worauf der ehemalige Bayern-München-Kapitän antwortete: „Endlich."

Er fuhr fort: „Nagelsmann hat die einfachsten Personalentscheidungen, Überlegungen und Prozesse unnötig verkompliziert und wissenschaftlich untermauert. Das Endergebnis war das Ausscheiden im Viertelfinale der Europameisterschaft und danach das Ausscheiden im Achtelfinale der Weltmeisterschaft."

Nun hat Klopp einen anderen Ansatz gewählt, und Effenberg hält dies für „seine Pflicht."

Übersetzt von KI.

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