Laut MilanNews.it erklärte der Journalist Carlos Passerini vom Corriere della Sera, dass Amorim den AC Mailand nicht verlassen wird, der Verein jedoch einen Sportdirektor benötigt.

Passerini, der Amorims Kommunikationsstil auf seinem persönlichen Kanal erörterte, sagte: „Zwischen Cardinale und Amorim tragen beide eine gewisse Mitverantwortung. Cardinale regelt alles selbst, aber das führt unweigerlich zu Kritik – so haben wir es immer gemacht. Meiner Meinung nach wurde dieses Team nicht so zusammengestellt, wie es hätte sein sollen. Amorim selbst hat das jetzt zugegeben, obwohl er diesem Transferfenster zuvor die Bestnote gegeben hat, was lächerlich ist. Aber genau das ist eines der Probleme mit der Kommunikation dieses Trainers.
Ich schätze seine Offenheit und Aufrichtigkeit sehr, und das habe ich ihm auch selbst gesagt. Solche Eigenschaften stehen in starkem Kontrast zu der Heuchelei, den Klischees und den leeren Worten, die in der italienischen Kommunikation üblich sind – beispielsweise ‚wir reden im März' oder ‚es ist besser, nicht zu verlieren'. Wie alle Portugiesen spricht Amorim direkt und offen: Wenn es nicht notwendig ist oder keinen praktischen Wert hat, wird er nicht mehr sagen. Aber das Risiko besteht darin, dass er manchmal unangemessene Dinge sagen könnte."
Passerini erklärte: „Ich glaube, dass Amorims Aussage am Mittwochabend vor dem Spiel gegen Benfica – ‚Wenn ich scheitern muss, will ich auf meine Weise scheitern' – etwas ist, das ein Trainer von AC Mailand niemals sagen sollte. Ein Cheftrainer sollte das Wort ‚scheitern' nicht aussprechen, bevor das Scheitern tatsächlich eintritt, sonst wird es Fragen, Zweifel, Spekulationen und schädliche Theorien hervorrufen."
Er sagte auch: „Amorim wird bleiben; er wird nicht gehen. Der Verein hat ihm erneut sein Vertrauen ausgesprochen, wobei der Begriff ‚Bestätigung' nicht ganz zutreffend ist, da sein Vertrauen nie entzogen wurde. Cardinale hatte lediglich ein Gespräch mit ihm. Ich glaube, beide tragen Verantwortung: der eine für den Teambau, der andere für die taktische Führung. Wichtig ist, dass sie kommuniziert haben, und Cardinale wird nach seiner Rückkehr zu AC Mailand persönlich kommunizieren. Ich bin immer noch der Meinung, dass der Verein einen Sportdirektor benötigt, um die täglichen Angelegenheiten des Teams und des Vereins zu managen."
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