Berichte von L'Équipe deuten darauf hin, dass sechs der zehn afrikanischen Teams, die an der letzten Weltmeisterschaft teilgenommen haben, ihre Cheftrainer gewechselt haben. In Vorbereitung auf die Qualifikationsspiele zum Afrika-Cup 2027, die Ende dieses Monats beginnen, haben fünf dieser Teams bereits neue Trainer ernannt. Nur Algerien hinkt hinterher.

Seit dem offiziellen Rücktritt von Vladimir Petković am 3. August haben die „Wüstenfüchse" fast einen Monat lang keinen neuen Cheftrainer bestätigt, und die Zeit wird knapp. Ende dieses Monats werden sie ihre ersten beiden Spiele der AFCON-Qualifikation 2027 bestreiten – zunächst zu Hause gegen Sambia, gefolgt von einem Auswärtsspiel gegen Burundi.
Taktische Fehler, Konflikte und fehlende Respekt
Walid Sadi, Präsident des algerischen Fußballverbandes und Sportminister, hatte diese Situation nie erwartet. Vor Beginn der Weltmeisterschaft entschied er sich, Petkovićs Vertrag zu verlängern, in der Hoffnung, die Teamstabilität zu bewahren. Algeriens Leistung bei der Weltmeisterschaft war jedoch zutiefst enttäuschend. Noch schlimmer zerstritten sich die Spieler und der ehemalige Schweizer Trainer völlig – Petkovićs Verhalten nach der vernichtenden 0:2-Niederlage im Achtelfinale, die sie eliminierte, erzürnte das gesamte algerische Team. Besonders problematisch war, dass Algerien aufgrund stark kritisierter taktischer Entscheidungen ausschied, Petković aber danach auf dem Platz mit den Schweizer Spielern scherzte – eine Haltung, die unter diesen Umständen völlig inakzeptabel war.
Kein Kontakt zu Renard – Plan A scheitert
Nach der Weltmeisterschaft begann der algerische Fußballverband sofort mit der Suche nach einem neuen Trainer. In den sozialen Medien glaubten viele Fans der „Wüstenfüchse", dass es an der Zeit sei, Renard zu holen. Der französische Trainer hatte Algerien nach dem Afrika-Cup in der Elfenbeinküste trainiert, doch diesmal gab es keinen Kontakt zwischen den beiden Parteien, und dieser Weg wurde nie ernsthaft verfolgt.
Nachdem mehrere ausländische Trainer kontaktiert worden waren, gab der algerische Fußballverband über das Nationale Technische Komitee unter der Leitung von Rabah Saâdane eine Dreier-Shortlist bekannt: Benítez, der Belgier Tom Saintfiet und Félix Alexis. Dieser Trainer, der zuvor Katar und Ecuador trainiert hatte, verhandelte zwar mit Algerien, gab aber später an, dass er ein Angebot aus Asien bevorzuge. Seitdem scheiterte Plan A für die Trainersuche komplett.
Auch aus dem Pool der lokalen Trainer kamen keine herausragenden Kandidaten hervor. Seit Djamel Belmadi bietet Algerien Trainern die höchsten Gehälter in Afrika, was viele Kandidaten mit unterschiedlichen Erfolgsbilanzen (Poyet, Stefano Cusin etc.) angezogen hat. Der Verband kontaktierte auch andere Trainer (Tudor, Xavi etc.), erhielt aber keine positiven Antworten. Die Frage bleibt, ob diese Kontakte offizielle Handlungen des Verbandes oder das Werk ehrgeiziger Vermittler waren.
Yahia: Temporäre Lösung oder gemeinsame Trainerleitung?
Letztendlich erkannte der algerische Fußballverband, dass es auf dem aktuellen Trainermarkt keinen idealen Kandidaten gab, um die Nationalmannschaft zu übernehmen. Während des Trainervakuums wurde der ehemalige Nationalspieler Anthar Yahia beauftragt, einen Kader für die September-Spiele zusammenzustellen. Der ehemalige Verteidiger hat bereits Spieler und ihre Clubs kontaktiert, um sie zu beruhigen und ihre Frustration über die missglückte Weltmeisterschaft zu lindern. Yahias temporäre Mission könnte zu einer langfristigen Anstellung oder sogar zu einer gemeinsamen Trainerrolle führen.
Derzeit erwägt der algerische Fußballverband ernsthaft ein gemeinsames Trainerteam aus Yahia und Brahim Hamdani. Hamdani trat erst vor einem Monat ins öffentliche Licht, als er im Juli zum U20-Nationaltrainer ernannt wurde. Er führte das algerische U21-Team kürzlich zum Gewinn der Goldmedaille bei den Mittelmeerspielen – der erste Sieg des Landes in diesem Wettbewerb seit 1975.
Die Trainerkarriere des ehemaligen Marseille-Spielers ist relativ bescheiden – er hat Côte Bleue, Marignane und Courbevoie in den französischen unteren Ligen trainiert. Der Vorteil beider ist, dass sie das Trikot der algerischen Nationalmannschaft getragen haben und mit dem aktuellen Zustand des algerischen Fußballs vertraut sind. Wenn diese Lösung gewählt wird, können sie ihre Unerfahrenheit auf höchstem Niveau überwinden?
Trotz mangelnder Erfahrung auf Top-Level ist der algerische Fußballverband bereit, dieses Risiko einzugehen. Wenn die Zusammenarbeit funktioniert, könnten sie möglicherweise langfristig zusammenarbeiten und sich auf den Afrika-Cup 2027 vorbereiten (19. Juni – 18. Juli), der gemeinsam von Kenia, Uganda und Tansania ausgerichtet wird. Die endgültige Entscheidung fällt an diesem Samstag bei der Sitzung des Exekutivausschusses des Verbandes.
Übersetzt von KI.
Die AF-Website ist jetzt online! Vollständige Nachrichten, Kommentare, Spieldetails und Statistiken auf dem Computer. Besuchen Sie: www.allfootballapp.com
Algeria
Rafael Benítez
Hervé Renard
Félix Sánchez
Tutti i commenti